Roundup zur Google I/O 2014: Neues zu Android L, Android TV, Android im Auto, Chromecast, Chrome OS und noch mehr

Marcel Am 26.06.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 12:57 Minuten

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Am gestrigen Abend fand die diesjährige Google Entwicklerkonferenz I/O statt. Und was soll man sagen? Hat Apple bereits vor gut zwei Wochen vorgelegt, so zog Google nun nach und haute ihrerseits ein wahres Feuerwerk an Neuerungen raus. So gab es einen Ausblick auf Android L mitsamt des neuen Material Design, Android TV und Android im Auto, Chromecast bekommt neue Funktionen und Chrome OS kann zukünftig auch Android Apps nutzen. Und selbst das war noch lange nicht alles, was so gezeigt wurde. Daher an dieser Stelle einmal eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Vorstellungen, die es allesamt wirklich in sich hatten wie ich finde.

Google Material Design

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Beginnen wir doch einmal mit einer neuen Designsprache im Hause Google: Dem Google Material Design. Dabei handelt es sich um neue Richtlinien für eine Oberfläche, die durch ihre Flexibilität auf allen Geräten nahezu identisch aussehen soll. Android, Google im Browser, Chrome – überall soll zukünftig erkennbar sein, dass man einen Google Dienst nutzt. Zwar gab es keine zeitliche Nennung bis wann man das ganze selbst umsetzen möchte, die neuen Guidelines sind jedoch schon online und das, was man so sehen konnte sah schon sehr geil aus. Tolle Sache, definitiv.

Android L – wie Lollipop?

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Kommen wir nun einmal Android L (wofür das „L“ genau steht, hat man noch nicht bekanntgegeben, den Gerüchten nach soll es wohl „Lollipop“ werden) – der kommenden Version des wohl meistbenutzten mobilen Systems: Rund eine Milliarde aktive Android-Nutzer soll es inzwischen geben, in Sachen Tablets hat man (wohl auch dank der 100€-Klitschen) einen Marktanteil von 62 Prozent. Auf den ersten Blick ist hier eine völlig neue Oberfläche zu erkennen, die eben auf dem vorgestellten Material Design basiert und zwar ein flaches Design besitzt, hier und da aber auch neue Schatten spendiert bekommen hat und wie auch iOS-Apps eine gewisse Tiefe besitzt (Z-Achse). Google selbst hat dabei jedoch nicht das gesamte System gezeigt, sondern lediglich Beispiele wie zum Beispiel der Vergleich zwischen alter und neuer Gmail-App (Bild via GoogleWatchBlog):

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Wer jedoch die neuen Guidelines zum erwähnten Material Design aufmerksam durchgeklickt hat, der wird hier zahlreiche Screenshots finden, die sicherlich auf Android L bezogen werden können. Natürlich kann sich dabei noch so einiges ändern, dennoch hier einmal ein paar Screenshots, damit man so einen Eindruck davon erhalten kann, wie das Material Design mit Android L umgesetzt werden könnte:

Ebenfalls vorgestellt wurden auch die Android Head-Up Benachrichtigungen: Dabei fliegen Benachrichtigungen quasi von „oben herein“ und können, ohne die aktive App verlassen zu müssen, beantwortet werden oder sonstige Interaktionen verarbeiten. Des Weiteren werden Benachrichtigungen nun auch auf dem Lockscreen angezeigt, auf dem man ebenso mit den eingegangenen Nachrichten interagieren kann. Damit hat man im Hause Google also der für mich bislang größte Kritikpunkt beseitigt: Meiner Meinung nach bietet das System das schwächste Benachrichtigungssystem der drei größeren Systeme.

Mit dem neuen Design einher geht dabei auch eine neue Standard-Tastatur und ein neuer Task-Switcher. Hier werden geöffnete Chrome-Tabs nun nicht mehr nur in einem Fenster dargestellt, sondern als einzelne Fenster, was die Übersicht sicherlich verbessern wird.

Eine weitere große Verbesserung soll Project Volta bringen, mit dem man die Akkulaufzeit von Geräten mit Android erheblich verbessern möchte. So gibt es zum Beispiel mit dem „Battery Historian“ eine Übersicht darüber, welche Apps und Dienste aus der Reihe tanzen und besonders stark an der Akkulaufzeit zerren. Der „Battery Saver“ hingegen ist eine Art Energiesparmodus, in dem zum Beispiel die Geschwindigkeit der CPU gedrosselt wird und zum Beispiel bei einem Nexus 5 für bis zu 90 Minuten zusätzliche Laufzeit an die Hand bekommt.

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Außerdem neu ist eine neue Laufzeitumgebung für Apps: Android RunTime, kurz ART. Im Vergleich zur bisher genutzten Dalvik-Umgebung soll der Performancegewinn bei rund 50 Prozent liegen, des Weiteren unterstützt ART auch Chips mit 64-bit, was für eine weitere lLeistungssteigerung sorgen soll – selbst ältere Geräte ohne 64-bit-CPU sollen davon profitieren. Auch in Sachen Grafik soll dank des „Android Extension Pack“ neue Möglichkeiten eröffnen, eine auf einem Nvidia-Tablet gezeigte Demo sah jedenfalls sehr genial aus.

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Zu guter Letzt gibt es dann auch noch etliche Kleinigkeiten wie zum Beispiel USB Audio, Bluetooth 4.1, neue Quick Settings mitsamt Rotationssperre und einen „Nicht stören“-Modus („Do not dirsturb“) – für mich übrigens eines der wichtigsten Funktionen unter iOS. Dabei ebenfalls noch erwähnenswert ist eine Funktion namens „Personal Unlocking“: Hierbei können vertraute Umgebungen angegeben werden, in denen sich das Smartphone oder Tablet direkt und ohne Entsperrcode- oder -muster entsperren lässt – als vertraute Umgebung können zum Beispiel per Bluetooth gekoppelte Geräte oder WiFi-Netzwerke herhalten. (Bild via PhoneArena)

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Klingt alles sehr rund und durchdacht was Google mit Android L vorgestellt hat. Ab heute soll es dabei eine erste Developer Preview in Form von Factory Images für das Nexus 5 und das Nexus 7 geben, die finale Version von Android L wurde für den Herbst angekündigt – ein Zeitraum, in dem man auch mit iOS 8 rechnen kann, es wird also eine heiße Sache.

Android One für Entwicklungs- und Schwellenländer

Mit Android One hat Google ebenfalls ein Nexus-artiges Programm bekanntgeben, welches es Geräte-Herstellern erlauben soll, möglichst günstige Android-Geräte vor allem für Länder, in denen die Kaufkraft nicht sonderlich hoch angesiedelt ist, entwickeln und produzieren zu können. So wurde zum Beispiel ein Smartphone gezeigt, welches ab Herbst in Indien zu haben sein soll und unter 100 US-Dollar kosten soll. Interessant dabei: Software-Updates kommen wie auch bei den offiziellen Nexus-Geräten direkt von Google, Hersteller können allerdings eigene Apps vorinstallieren. Mit Android One geht man auf direkte Konfrontation zu Firefox OS, welches ja eigentlich für genau jene Entwicklungs- und Schwellenländer gedacht war. (Bild via ZDnet)

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Android Auto

Eigentlich keine Überraschung, aber auf der Google I/O 2014 ganz offiziell vorgestellt: Android Auto, das Google-eigene Gegenstück zum Apple’schen CarPlay. Damit möchte man Android L auch in die Autos dieser Welt bringen, wenngleich die Oberfläche komplett auf die Bedienung im Auto zugeschnitten wurde und Google Now immer und immer wieder prominent in Szene gesetzt wird. So soll sich Android Auto komplett per Sprachsteuerung bedienen lassen, ebenso ist natürlich auch eine Sprachausgabe für eingegangene Nachrichten und ähnliches vorhanden. Wie von einem Infotainment-System gewohnt legte man die Schwerpunkte dabei auf die Navigation per Google Maps, der Unterhaltung in Form von Musik und der Kommunikation.

Apps laufen dabei nicht auf dem Infotainment-System selbst, sondern laufen auf dem Smartphone und werden von dort aus an Android Auto weitergeleitet beziehungsweise gespiegelt. Hat laut Google eben den Vorteil, dass man das Fahrzeug munter wechseln kann, ohne auf „sein“ Android Auto mitsamt den (personalisierten) Einstellungen verzichten zu müssen. Das Smartphone als Schlüssel des eigenen Leben quasi. Android Auto soll mit Android L im Herbst dieses Jahres veröffentlicht werden, die ersten Autos sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Hoffentlich wird es hier auch Aufrüstkits geben – denn nicht jeder will sich zur Nutzung ein neues Auto kaufen.

Android TV: Der Neustart von Google TV

Google TV war in der Vergangenheit eher ein negativ Beispiel für Google’sche Dienste und Entwicklungen – dürfte sicherlich einer der größten Flops aus Mountain View gewesen sein. Mit dem ebenfalls auf der I/O 2014 vorgestellten Android TV möchte man nun aber alles besser machen und dem Apple TV und dem Amazon Fire TV Paroli bieten. Anders als von vielen Erwartet handelt es sich bei Android TV jedoch nicht um eine eigene Hardware, sondern lediglich um eine Software-Plattform auf Basis von Android L, sicherlich kein falscher Weg. Die UI basiert auf dem Google-typischen Kartendesign und präsentiert das für ein derartiges Hometainment-System das für die Nutzer wichtigste: Inhalte, sprich Filme, Serien, Musik und auch Spiele.

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Bedient wird Android TV dabei per Android-Smartphone oder -Tablet, in Zukunft soll die Steuerung auch via Smartwatch mit Android Wear möglich sein – ebenso kann Android TV auch per Sprache gesteuert werden. In Sachen Gaming wird es auch möglich sein, im Multiplayer zu zocken, sodass einer via Android TV, der andere via Tablet zocken kann – auch Split-Screen soll unterstützt werden. Zu guter Letzt besitzt Android TV ebenso wie der Google-eigene Chromecast-Stick auch eine Cast-Funktion, ob man das Protokoll dabei identisch hält, hat man nicht erwähnt – wünschenswert und vorteilhaft wäre es aber sicherlich.

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Auch der Google Knowledge Graph ist implementiert worden, sodass sich nicht nur nach Inhalten, Schauspielern und dergleichen suchen lässt, sondern auch nach anderen Antworten – wie zum Beispiel „wer die Katniss in The Hunger Games gespielt hat“ oder auch „für den Oskar nominierte Filme aus dem Jahr 2006“. Neben zahlreichen Settop-Boxen – Razor und ASUS haben ihre Android-TV-Boxen bereits für den Herbst diesen Jahres angekündigt – wird Android TV jedoch auch in Fernseher der gehobenen Preisklasse integriert werden, explizit erwähnt hat Google hierbei Sony und Sharp. (Bilder via SmartDroid)

Android Wear, die LG G Watch und Samsung Gear Live

Ebenfalls ein zentrales Thema eingenommen hat Android Wear, Googles System für Smartwatches und weitere Wearables. Zwar wurde Android Wear schon vor Monaten enthüllt und vorgestellt, auf der Keynote ging man jedoch noch etwas mehr auf den Nutzen im Alltag ein. So hat man ein paar Apps gezeigt, die über dem einfachen Empfang von Benachrichtigungen hinausgehen: So erlaubte es eine App beispielsweise, über die Smartwatch eine Pizza zu bestellen und zu bezahlen, auch ein Taxi konnte man mit einer anderen App rufen. Dabei laufen Apps jedoch nicht eigenständig auf der Smartwatch, sondern benötigen eine Kompagnon-App auf dem Smartphone, Daten werden dabei konsequent und zu jeder Zeit von A nach B und von B nach A synchronisiert und abgeglichen. Damit Entwickler zukünftig selbst entsprechende Apps für Android Wear schreiben können, wird Google in den kommenden Tagen ein komplettes SDK bereitstellen.

Im Zuge dessen wurden auch die LG G Watch und die Samsung Gear Live offiziell vorgestellt. Die Samsung Gear Live basiert im Grunde auf der Gear-2-Smartwatch und kommt so mit einem 1,63 Zoll-AMOLED-Display (320 x 320 Pixel), einem 1,2 GHz starken Prozessor, 512 MB RAM und 4 GB interner Speicher daher, der Akku soll rund 300 mAh bieten und für rund einen Tag reichen. Zu haben sein wird die 37,9 x 56,4 x 8,9 Millieter große und 59 Gramm schwere Gear Live ab Juli, kann aber ab sofort im Play Store für 199 Euro vorbestellt werden.

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Ebenfalls offiziell ist nun auch die G Watch aus dem Hause LG. Diese kommt mit einem 1,65 Zoll großem IPS-Display und einer Auflösung von 280 x 280 Pixeln daher, welches dauerhaft eingeschaltet sein soll. LG begründet dies damit, dass man dem Nutzer so Uhrzeit und andere Informationen dauerhaft anzeigen möchte und nicht nur dann, wenn er die Uhr erst bewegen muss – allerdings dürfte der 400 mAh kleine Akku ebenfalls nach einem Tag geladen werden müssen. Im Inneren werkelt dabei ein Snapdragon 400 mit 1,2 GHz, 512 MB RAM und 4 GB interner Speicher. Was die Abmessungen betrifft so hält man sich mit den 37,9 x 46,5 x 9,95 in etwa an die Gear Live von Samsung, auch das Gewicht ist mit 63 Gramm ähnlich. Auch hier ist eine Vorbestellung im Play Store ab sofort möglich, preislich liegt man ebenfalls bei 199 Euro. Aber: Hässliches Teil wie ich finde.

Neue Funktionen für den Chromecast

Googles eigener HDMI-Stick Chromecast hat ein paar neue Funktionen spendiert bekommen. War es bislang von Nöten, dass sich Chromecast und das entsprechende Android-Gerät im selben WiFi-Netzwerk befanden, so wird es zukünftig auch möglich sein, Inhalte auf den Chromecast zu streamen, ohne dass sich beide Netzwerke im gleichen WLAN befinden, läuft dann eben über die Google’sche Cloud. Des Weiteren wird es möglich sein, den Bildschirm eures Android-Devices direkt auf den Fernseher zu bringen, ähnlich dem AirPlay-Mirroring-Feature von iOS und dem Apple TV. Dank neu entwickeltem Protokoll soll dies auch recht flüssig und ohne größere Verzögerungen möglich sein, die Demos von Google Earth und der Kamera-App des Nexus 5 sahen jedoch recht rund aus. Allerdings wird diese Bildschirmspiegelung nicht für alle Geräte verfügbar sein, Google spricht davon, dass es vorerst nur mit den Nexus-Geräten und einigen ausgewählten Gerätschaften von HTC, LG und Samsung funktionieren wird.

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Zu guter Letzt ermöglicht es die Backdrop betitelten Funktion quasi eigene Hintergrundbilder für den Chromecast nutzen zu können. So wird es mit entsprechender App für iOS und Android möglich sein, eigene Fotos (auch aus Google+), Kunstwerke, Wettervisualisierungen oder auch Nachrichten als Hintergrundbild für die Anzeige eures Chromecast nutzen zu können. Dank entsprechender Programmierschnittstellen soll dies zukünftig nicht nur für die Chromecast-App möglich sein, sondern auch Drittentwicklern wird dieses Feature zur Verfügung stehen. Bislang gibt es allerdings noch keinen Veröffentlichungstermin der neuen Firmware, eine erste Beta soll in den kommenden Wochen an den Start gebracht werden. (Bilder via OMG!Chrome!)

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Chrome OS bekommt Android-Apps und Spiegelung von Benachrichtigungen

Auch zu Chrome OS hatte man einige Neuerungen zu vermelden – gerade in Anbetracht der nicht enden wollenden Gerüchte, dass Google plane Android und Chrome OS verschmelzen zu wollen eine recht spannende Sache. Diese Zusammenführung fand aus der I/O 2014 zwar nicht statt, man hat aber die ersten Schritte dahingehend gemacht, wenngleich mich das ganze etwas an Apple beziehungsweise Yosemite und iOS 8 erinnert: Zwei getrennte Systeme, die Hand in Hand miteinander einhergehen und sich gegenseitig unterstützen. So können sich Nutzer zum Beispiel automatisch auf einem Chromebook einloggen, sofern das Smartphone in der Nähe ist (und umgekehrt), ebenso werden Benachrichtigungen ähnlich wie bei PushBullet vom Smartphone zu Chrome OS gespiegelt.

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Eine größere Ankündigung hingegen war die Tatsache, dass Chrome OS bald Unterstützung von Android-Apps bekommen soll – auf der Keynote selbst wurden dabei zum Vine, Evernote und Flipboard gezeigt. Allerdings werden diese nicht nativ auf dem Chromebook installiert und ausgeführt, sondern können nur mit einem Smartphone genutzt werden, ähnlich wie es auch bei Android Wear der Fall ist. Spiegelt ihr also eine App von eurem Smartphone, so wird quasi nur der Bildschirm eures Smartphones in ein eigenes Fenster unter Chrome OS gespiegelt. Dafür aber lassen sich diese „Spiegelungen“ mit Tastatur und Maus bedienen und können auch auf die Hardware der Chromebooks, zum Beispiel die Webcam, zugreifen. Bis es allerdings wirklich soweit sein wird, wird noch einiges Wasser den Rhein hinab fließen, da sich die Schoose laut Google noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet. (Bilder via The Verge)

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Google Fit: Unfertige und zentrale Fitnessapp

Wie auch Apple mit seinem HealthKit will auch Google mit dem neu vorgestellten Google Fit im Fitness-Sektor Fuß fassen. Die Lösung ist dabei weitestgehend identisch zu der von Apple auf der WWDC 2014 vorgestellten Variante: Statt eigener Hardware ermöglicht man Entwicklern die Verknüpfung eigener Hardware mit Google Fit, die Entwicklung einer eigenen App ist somit so gut wie nicht mehr zwangsläufig von Nöten. Für die Nutzer ergibt sich daraus ein großer Vorteil: Man kann Hardware verschiedenster Hersteller nutzen und diese dennoch zentral und in einer App verwalten und auswerten lassen. Allerdings: Wirklich viel hat man diesbezüglich noch nicht zeigen können, eine zentrale App zur Auswertung und Aufbereitung der Daten fehlt noch. Ein erstes Preview SDK für Entwickler soll in den kommenden Wochen aufschlagen – lediglich ein paar Partner, darunter Adidas, Withings, Intel, Runkeeper und Nike, hat man bereits erwähnt. (Bild via The Verge)

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Neues Google Drive, Verbesserungen für Office-Apps und Slides für Android

Nur kurz auf der Google I/O erwähnt und kurze Zeit später im hauseigenen Blog richtig vorgestellt wurde das „neue“ Google Drive. So werden sowohl Weboberfläche, als auch die Apps eine neue Oberfläche erhalten, in dem Video schaut dies richtig schick aus und auch die mobilen Apps wurden an einigen Stellen vereinfacht und fühlen sich nun deutlich schneller an. Auch das Teilen von Dateien im Browser geht nun wesentlich einfacher von der Hand und das Verschieben von Dateien funktioniert nun wie auch im Windows Explorer einfach per Drag’n’Drop. Eine willkommene Änderung, die aber wie auch die zuvor vorgestellten Dinge erst in den kommenden Wochen für die Nutzer ausgerollt werden soll, lediglich die mobilen Apps sind bereits aktualisiert worden.

Des Weiteren haben auch die Office-Apps für iOS, Android und Chrome zahlreiche Verbesserungen erfahren. So werden Dokumente automatisch synchronisiert, sobald eine Internetverbindung zur Verfügung steht und auch die Bearbeitung von Microsoft-Office-Dokumenten (Word, Excel und PowerPoint) ist nun auf direktem Wege und ohne vorherige Konvertierung möglich. Wer mit anderen Nutzern gemeinsam Dokumente bearbeiten möchte, der dürfte sicherlich Freude an den „Suggested Edits“ finden: Hierbei können andere Nutzer Vorschläge zu Änderungen machen, welche dann vom eigentlichen Besitzer angenommen und übernommen oder aber abgelehnt und verworfen werden können. Zu guter Letzt gibt es nun auch eine Android-App für Google Präsentationen („Slides“), eine entsprechende App für iOS wird in den kommenden Wochen im App Store aufschlagen.

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Google Cardboard: Oculus Rift aus Pappe

Zum Abschluss der Keynote gab es dann auch noch mal etwas zum schmunzeln, denn mit Cardboard Google hat eine Bastelanleitung für eine Virtual-Reality-Brille á la Oculus Rift veröffentlicht. So kann sich jeder Nutzer eine eigentlich einfache Pappbrille basteln, welche in Kombination mit dem Smartphone und entsprechender Cardboard-App für Android oder per Chrome Experiment eine völlig neue Nutzererfahrung bezüglich Street View, Google Earth und YouTube bieten soll. Spaßige Idee, wenngleich böse Zungen hier sicherlich einen kleinen Seitenhieb auf Oculus Rift erkennen mögen…

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Mein Fazit zur I/O 2014

Dicke Dinger die Google hier zum Start der Entwicklerkonferenz vom Stapel gelassen hat. Eine nahezu komplett neue Design-Sprache und eine neue Optik für Android, dazu etliche Verbesserungen vor allem in Sachen Benachrichtigungen – gefällt. Mit Android Auto, Android TV und Android Wear geht Google noch einen Schritt weiter und versucht sich, in allen Lebenslagen der Nutzer zu positionieren. Chrome OS und Chromecast haben ebenfalls praktische Funktionen spendiert bekommen beziehungsweise sollen sie in Zukunft erhalten. Und genau das ist das Problem der Keynote: Google hat vieles angekündigt, aber nur wenig gezeigt. Alles ist irgendwie unfertig – ist man so sonst nur bedingt von Google gewohnt und man geht hier den Weg, den auch Apple üblicherweise mit OS X und iOS geht: Im Sommer die Vorstellung, im Herbst der Release. Sollte Android L wirklich wie geplant im Herbst aufschlagen, so könnte dies ein heißer Herbst werden: iOS 8 vs. Android L. Bisher haben mich die Neuerungen von iOS 8 eher überzeugt, aber ich bin mir sicher, dass Google noch einige Funktionen von Android L in der Hinterhand hat.

Was haltet ihr so von den vorgestellten Dingen? Was hat euch am meisten überrascht oder beeindruckt?

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