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Wer häufiger mal am iMac mit USB-Sticks und derlei Dingen herumhan­tiert, der wird bereits festge­stellt haben: ist auf Dauer irgendwie nervig. Natürlich sieht es schick aus, so eine einheit­liche Front, auf der anderen Seite ist es aber eine große Fummelei, den USB-Stecker einzu­stöpseln. Nicht nur, dass man erst einmal den freien USB-Steck­platz suchen muss, hinzu kommt dann eben auch noch die richtige „Drehung“ des Steckers. Nun kann man sich natürlich einen üblichen USB-Hub auf den Schreib­tisch stellen, was die Sache auch nicht schöner macht. Oder aber man nutzt eine Art Verlän­gerung, wie zum Beispiel die Bluelounge Jimi oder den iMacom­panion, die sich deutlich angenehmer in die iMac-Optik einbringen. Nun habe ich eine weitere Hilfe auspro­bieren können: einen 4-fach USB-Hub von Sabrent.

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Der USB-Hub hat zwar ein „Unibody“ im Namen und besitzt eine nahezu identische Farbe wie das Alu des iMacs, er besteht aber komplett aus Kunst­stoff, was den Hub sehr leicht macht. Ein Alu-Gehäuse wäre sicherlich ein Sahne­häubchen gewesen, dennoch macht er einen vertrau­ens­wür­digen Eindruck. Es knarzt nichts, es lässt sich mit normalem Druck nichts verbiegen, die Spaltmaße sind mehr als in Ordnung und auch die USB-Stecker sind fest angebracht – habe ich auch schon anders gesehen. Und an diesem Punkt kann man gerne nochmal das Wörtchen „Unibody“ in den Raum werfen, denn letztlich ist es das ja eben auch – nur halt kein Alu-Unibody. Wermuts­tropfen: Man hätte die rückseitig angebrachte Abdeckung auch gerne silber lackieren können. Aber gut, sieht man im Normalfall eh nicht, da sich dieser Teil ja eben hinter dem iMac befindet. 

Das Anbringen des USB-Hubs an den iMac ist schnell erledigt: Zuerst werden die angebrachten Nasen an der Unter­kante des iMacs einge­rastet, danach lässt sich der USB-Stecker dann mit minimaler Kraft in den USB-Steck­platz befördern. Hat man es richtig einge­rastet, sitzt das Ding dann wirklich perfekt und wackelt nicht, auch der kleine Spalt zwischen Monitor und Hub ist gleich­mäßig und minimal. Hierbei muss man aber natürlich bedenken: Die unteren Schlitze des iMacs (wer hat diese überhaupt schon bemerkt? ) geben nicht nur den einge­bauten Lautspre­chern ein Zuhause, sondern dienen auch der Lüftung. War bei mir kein großes Problem (der Sound wurde nicht hörbar schlechter), wer aber seinen iMac auf vollster Pulle rattern lässt, der sollte zumindest zu Beginn mal die Tempe­ra­turen im Blick behalten. 

Einstöpseln von USB-Steckern? Kein großer Akt, wobei man hier natürlich den iMac ein wenig festhalten sollte, da man sonst das ganze Gebilde mit der Oberkante zu sich kippt – logisch. Beachtet man dies, ist aber weder das Ein- noch das Abstöpseln von USB-Geräten und -Kabeln ein Problem. Auch wackeln die angeschlos­senen Stecker nicht, diesbe­züglich ist die Verar­beitung wie gesagt ohne große Mängel. Wer es wissen möchte: Die gesamte Breite des Hubs beträgt in etwa 9,5 Zenti­meter, der Abstand zwischen den einzelnen USB-Steck­plätzen liegt bei ungefähr 8 Milli­metern. Für einfache Kabel und Sticks wohl ausrei­chend, wer aber extrem breite Stecker oder Sticks (wie zum Beispiel einen Chromecast) an seinem iMac nutzt, der könnte hier unter Umständen Probleme bekommen. Behauptung: Eher Einzel­fälle. Was übrigens toll gewesen wäre: eine Wahl zwischen 4er Hub und 2er plus Slot für SD-Speicher­karten.

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Der Hub bietet wie man unschwer erkennen man vier USB-Steck­plätze, die allesamt mit USB 3.0 ausge­stattet sind, versprochen werden bis zu 5 Gbps. Ich habe mal einen SanDisk-Stick mit USB 3.0 angeschlossen und jeweils die Werte am Hub und direkt am iMac mitein­ander verglichen – passt soweit, zumindest lieferten beide Anschlüsse die gleichen Schreib- und Lesege­schwin­dig­keiten. Achtet bei der Instal­lation nur wirklich darauf, dass der USB-Stecker des Hubs anständig im iMac sitzt – ansonsten erkennt macOS ihn nur als USB 2.0 Hub. Versucht es in dem Falle, zuerst die „Nasen“ des Hubs vor den Mac anzubringen, dann den Stecker einzu­stecken und dann den Hub mit den „Nasen“ zu fixieren. Dann klappt’s auch mit dem Speed.

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Bei dem Sabrent USB-Hub für den iMac handelt es sich von Haus aus um einen passiven USB-Hub, sprich es gibt keine externe Strom­ver­sorgung. Wer sich jedoch die Bilder aufmerksam angesehen hat, der wird einen kleinen Anschluss auf der Rückseite entdeckt haben: über diesen lässt sich ein passendes Netzteil anschließen. Das Sabrent PS-5V4W liefert wie der Name schon vermuten 5V/4A und kann somit auch leistungs­hung­rigere Geräte mit Strom versorgen. Leider gibt es das Netzteil nur über US-Shops (wie zum Beispiel auf Amazon.com) zu kaufen, ein Adapter wird ebenso benötigt. 

Ich hatte besagtes Netzteil nicht zur Verfügung, kann also nur etwas zur passiven Funktion des Hubs werfen. Hierbei ist die Leistungs­fä­higkeit natürlich begrenzt, die angeschlos­senen Geräte dürfen zusammen nicht mehr als 900 mAh verbrauchen. Logisch, immerhin hängt der Hub letztlich nur am einem iMac-Anschluss und dieser liefert schlicht nicht mehr Leistung. Zwei externe Festplatten ohne Netzteil, ein iPhone und ein iPad? Wird nicht funktio­nieren. Ansonsten funktio­nierte aber alles: USB-Sticks wurden erkannt, Festplatten konnte man nutzen, das Kopieren und Verschieben von Daten funktio­nierte, auch die Synchro­ni­sierung von iPhone und iPad stellte kein Problem dar. 

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Fazit zum USB-Hub von Sabrent? Solides Teil. Die Verar­beitung ist ohne große Kritik­punkte, lediglich in Sachen Materialien hätte man mit Alu eine noch passendere und hochwertige Wahl treffen können – hätte den Hub dann aber auch wieder teurer gemacht. Die bei Amazon angeschla­genen 25 Euro für den Hub sind kein Schnapper, wenn man bedenkt, dass es dafür schon aktive USB-Hubs (wie zum Beispiel von Anker) gibt. Aller­dings passt dieser nicht zum iMac wie die Faust aufs Auge und benötigt eben zusätz­lichen Platz. Wer also ein wenig auf die Optik achtet und lediglich kleinere Geräte wie USB-Sticks, Smart­phones und Co. am USB-Hub nutzen möchte, der kann ohne große Bedenken zuschlagen. Ihr benötigt nur selten USB-Geräte am Mac und würdet mit einem Steck­platz zufrieden sein? Dann schaut euch die eingangs erwähnten USB-Hilfen an.