Scanner Pro 6 von Readdle: Scanner-App mit einigen Neuerungen

Am 02.07.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:10 Minuten

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Das papierlose Büro ist immer wieder mal in aller Munde und egal wie man es auch für sich selbst umsetzt, so ist der erste Schritt eigentlich immer der gleiche: Das Scannen der Todholz-Dokumente. Hier werden viele sicherlich auf spezielle Hardware in Form eines „echten“ Dokumenten-Scanner setzen, ebenso viele aber nutzen sicher eine Scanner-App für ihr Smart­phone – auch ich bin vor einiger Zeit auf eine App umgestiegen, bislang ist Scanbot mein absoluter Favorit. Mit Scanner Pro gibt es aber auch eine entspre­chende App aus der Feder von Readdle, die für hochwertige Apps bekannt sind. Und eben jene App hat aktuell ein (für Bestands­nutzer kosten­loses) Update auf die Version 6 erhalten, womit nicht nur kleinere Verbes­se­rungen Einzug gefunden haben, sondern auch ein paar recht inter­es­sante Features imple­men­tiert wurden. Einmal ein kurzer Blick auf die markan­testen Neuerungen der Version 6. 

An der eigent­lichen Oberfläche hat man gar nicht so viel getan, diese hat man lediglich in kleineren Punkten etwas optimiert und angepasst. Eine der größten Neuerungen taucht bereits direkt zum Start der App auf, denn mit dem „Radar“ benannten Feature scannt Scanner Pro 6 euren Aufnahme-Ordner und kann so einfach abfoto­gra­fierte Dokumente finden und in Scanner Pro impor­tieren. Natürlich inklusive der obliga­to­ri­schen Nachbe­ar­bei­tungen wie die Korrektur der Bildränder und der Ausrichtung, den Farbmodus, das Seiten­format, sowie die Helligkeit und den Kontrast. Im Falle von neuen Scans über die App selbst dürfte auffallen, dass Scanner Pro nun, sobald es ein Dokument vor der Linse erkannt und die Seiten­ränder ausge­richtet hat, automa­tisch den Auslöser betätigt, was durchaus eine praktische Sache sein kann. 

Die hochge­la­denen Dokumente lassen sich nun auch automa­tisch in die Cloud laden, zur Auswahl stehen neben Dropbox, Google Drive, Evernote und ein WebDAV-Server neuer­dings auch OneDrive und OneNote. Auf der Start­seite von Scanner Pro findet ihr wie gewohnt alle eure gescannten Dokumente, könnt diese einfach per Drag’n’Drop zusam­men­fügen, löschen oder auch öffnen. Aus der Detail-Ansicht heraus könnt ihr die Dokumente nachträglich um weitere Scans ergänzen, mit anderen Apps teilen, umbenennen oder auch – per Tap auf das Bild – nochmal etwas nachbe­ar­beiten, wobei euch hier die gleichen Möglich­keiten an die Hand gegeben werden, wie auch bei neuen Scans. 

Das also einmal so als schnellen Überblick über die neue Version von Scanner Pro 6. Die Oberfläche ist schick und übersichtlich, die Features sind schnell erreichbar und auch die Scan-Qualität ist aufgrund der immer besser werdenden iPhone-Kameras für Textdo­ku­mente mehr als in Ordnung. Im Grunde wäre Scanner Pro 6 sogar mein Favorit vor Scanbot, aller­dings hat letzteres einen enormen Vorteil, der in meinen Augen einfach ein „must have“ für Scanner-Apps darstellt: Die OCR-Texter­kennung. Scanner Pro legt zwar PDF-Dokumente eurer Scans an, macht diese aber eben nicht durch­suchbar – was ich aber zur digitalen Verwaltung zwingend benötige. Nun könnte ich die Scans natürlich nochmal auf dem Mac durch eine Texter­kennung jagen, aber wieso nicht etwas faul sein, wenn es doch entspre­chende Alter­na­tiven gibt?