Setapp Mobile: Alternativer App Store für iOS geht an den Start

Marcel Am 14.05.2024 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:03 Minuten

Der ukrainische Software-Dienstleister MacPaw hat seinen im März angekündigten App Store “Setapp Mobile” für iOS (beziehungsweise fürs iPhone) innerhalb der EU nun offiziell an den Start gebracht.

Dem ein oder anderen wird der Name Setapp sicherlich ein kleiner Begriff sein. Früher als “Netflix für Apps” bezeichnet wäre der beispielhafte Video-Dienst zwar austauschbar, dennoch trifft die Kurzbeschreibung doch ganz gut das, was Setapp anbietet. Für 9,99 US-Dollar gibt es eine Reihe an Mac-Apps, die sich während eines laufenden Abos nutzen lassen. Unter den über 240 Apps ist natürlich einiges an Geröll dabei, es gibt aber auch zahlreiche namhafte Apps wie Bartender, BetterTouchTool, BusyCal, Espresso, ForkLift, Gemini, iStat Menus, MindNote oder Yoink. Die Anwendungen sind grundsätzlich Vollversionen der Apps, auch wenn diese über den App Store nur mit Abonnement nutzbar sind. Ursprünglich ging Setapp für macOS an den Start, vor fast vier Jahren hat man zusätzlich auch iOS-Apps ins Portfolio aufgenommen. Der Katalog ist zwar nicht ganz so umfangreich und die Umsetzung der Freischaltung etwas umständlich, aber für zusätzliche 3,49 US-Dollar pro Monat gibt es da noch ein paar Apps oben drauf.

MacPaw war früh mit einer Ankündigung für Setapp Mobile dabei, als bekannt wurde, dass Apple mit dem Update auf iOS 17.4 die EU-Vorgaben zum Digital Markets Act umsetzen und alternative App-Marktplätze erlauben wird. Nun ist der Setapp-Store für iOS offiziell an den Start gegangen und kann von Nutzern mit einem aktiven Setapp-Abo (entweder macOS plus iOS oder iOS-only) genutzt werden. Voraussetzung dazu ist, dass die Apple-ID innerhalb eines EU-Mitgliedstaates erstellt wurde und der reguläre Aufenthaltsort in der EU liegt. Außerdem ist das ganze aktuell nur auf dem iPhone möglich, eine entsprechende Umsetzung der EU-Regularien fürs iPad wird aber wohl im Herbst folgen. Grundsätzlich ist es so, dass auch Apps, die über alternative App Stores vertrieben werden, der Überprüfung durch Apple stand halten müssen. Insofern dürften die angeblichen Sicherheitsbedenken, die Apple bei der Installation von Drittanbieter-Stores prominent einblendet, nur die halbe Wahrheit sein.

Das ganze ist dann recht einfach gestrickt und Setapp Mobile ist auch recht übersichtlich gehalten. Was die Auswahl an Apps betrifft, ist sie zum jetzigen Zeitpunkt eher mau und fällt noch kleiner aus, als bei der bisherigen Umsetzung für iOS-Apps, die aber natürlich für Nicht-EU-Nutzer beibehalten wird. Bei den 17 verfügbaren Apps handelt es sich bei dem Großteil um die MacPaw-eigenen Apps, abgesehen davon empfinde ich auch die Qualität als nicht so hoch. Aber: Das wird sich sicherlich noch mit der Zeit ändern, denn auch Setapp für macOS ist mit einer kleinen Auswahl gestartet und kann inzwischen besagte 240 Apps vorweisen. Natürlich hängt der Erfolg von Setapp Mobile an der Größe der Auswahl. Grundsätzlich kann sich das Setapp-Abo durchaus lohnen, letztlich kommt es aber auf den einzelnen Nutzer an, wie viele Apps er aus dem Katalog nutzt und was diese regulär kosten beziehungsweise auf welches Preismodell sie setzen.

Zur Infoseite von Setapp Mobile

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