Shut Up für iOS: Inhalts-Blocker befreit mobilen Safari von Kommen­taren

Am 24.09.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:27 Minuten

Vergangene Woche ist iOS 9 erschienen und damit drängten auch die Inhalts-Blocker in den App Store: Entwickler können Apps entwi­ckeln, mit denen sich beim Surfen bestimmte Inhalte blockieren lassen. Ganz klassisch ist dies natürlich bei Werbe­blo­ckern wie Blockr der Fall, was eine enorme Diskussion ausgelöst hat. Leider ging diese meiner Meinung nach zum Teil in die falsche Richtung, denn die recht verbreitete Arsch­loch­werbung wird in der Diskussion häufig ignoriert – statt sich wirklich einmal Gedanken darüber zu machen, wieso die Nachfrage da ist, wird schlicht drauf­ge­hauen, wie so oft. 

Dass die Inhalts-Blocker von iOS 9 und Safari aber auch in eine andere Richtung schlagen können, zeigt zum Beispiel die App Shut Up. Statt Werbung und andere Skripte zu blockieren, blendet dieser Inhalts-Blocker Kommentare auf Webseiten aus.

Kennt sicherlich jeder, es gibt etliche Webseiten, auf denen man sich die Kommentare absolut gar nicht geben kann, YouTube ist das beste Beispiel für unend­liche Dummheit. Manche scrollen einfach nicht weiter, andere möchten diese aber Ausblenden um erst gar nicht in Versu­chung zu geraten. Eine beliebte Lösung stellt hierbei Shutup.css von Steven Frank dar, für die auch Erwei­te­rungen für Safari und Firefox zur Verfügung stehen. Die iOS-App nutzt ganz offiziell eben jenes Style­sheet zum Ausblenden der Kommentare, hat aber ansonsten nichts mit diesem zu tun. 

In der App selbst könnt ihr dabei Webseiten angeben, auf denen Kommentare nicht ausge­blendet werden sollen, standard­mäßig sind bereits ein paar URLs eingeben, diese können aber bei Bedarf auch wieder gelöscht werden. Natürlich sind Webseiten so unter­schiedlich, dass keine 100%tige Quote erreicht werden kann. Disqus-Kommentare zum Beispiel werden aktuell zwar noch angezeigt, ein Update des Style­s­heets kommt aber – wer Lange­weile hat, der kann auf GitHub auch weitere CSS-Klassen für weitere Webseiten vorschlagen.

Ansonsten funktio­niert Shut Up aber wie es soll, kommt eben darauf an, welche Webseiten ihr so besucht und ob „eure“ bereits erfasst wurden. Der Inhalts-Blocker ist aber kostenlos verfügbar, bei Bedarf kann also munter auspro­biert werden.

Shut Up: Comment Blocker
Entwickler: Richard Romero
Preis: Kostenlos
  • Shut Up: Comment Blocker Screenshot
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via MacStories