Snipaste: Umfang­reiches Screenshot-Tool für Windows mit Editor für Markie­rungen

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Tools um auf bequeme Art und Weise Screen­shots zu erstellen, gibt es sowohl für Windows, als auch für macOS wie den sprich­wört­lichen Sand am Meer. Hinzu kommt natürlich auch noch die Tatsache, dass beide Systeme auch von Haus aus mit einer Screenshot-Funktion ausge­stattet sind, zumindest mit einer sehr rudimen­tären, denn eine direkte Bearbei­tungs­mög­lichkeit oder diverse Annota­tionen wie Pfeile, Texte und andere Markie­rungen sucht man vergebens, mehr als ein Speichern ist nicht möglich. Mit Snipaste möchte ich euch trotz der zahlreichen Alter­na­tiven ein weiteres Tool vorstellen, welches kostenlos für Windows zu haben ist und trotz des „Free“-Labels sehr umfang­reich und einige praktische Features bietet. 

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Erst einmal: Snipaste ist ohne Instal­lation nutzbar, einfach herun­ter­laden, entpacken und ausführen. Nach dem Start nistet sich das Tool in den System-Tray von Windows ein und wartet dort auf eure Aufgaben. Per Linksklick auf das Icon (oder per Shortcut, siehe Einstel­lungen) aktiviert ihr den Aufnah­me­modus. Hier bietet euch Snipaste nun verschiedene Möglich­keiten, die allesamt von einer Faden­kreuz-Vergrö­ßerung mit Color Picker unter­stützt werden. Erst einmal könnt ihr natürlich wie gewohnt den Aufnah­me­be­reich mit der Maus manuell festlegen. Snipaste erkennt aber auch einzelne Fenster oder UI-Elemente (wie Buttons, Textfelder und dergleichen) und markiert diese bei Mausüber­fahrt – ein Klick führt dann die Aufnahme eben dieses markierten Bereiches durch. 

Direkt nach der Aufnahme des gewünschten Bereiches zeigt Snipaste diese an und blendet dazu eine Toolbar ein, die euch ein paar Werkzeuge für Markie­rungen an die Hand gibt, darunter Boxen, Linien, Hinweistexte, Pfeile, Striche, Freind­hand­pinsel und auch das Verpixeln von Bereichen ist möglich. Zu jedem Werkzeug gibt es noch ein paar Optionen, wie Farbe, Strich­dicke und dieses und jenes. Praktisch: Wollt ihr zum Beispiel um einen bestimmten Button ein Rechteck zeichnen, könnt ihr einfach mit der rechten Maustaste auf den Button klicken und schon wird das Rechteck oder die Ellipse automa­tisch um das gewünschte Element gezogen. 

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Außerdem könnt ihr den bearbei­teten Screenshot über die Toolbar auch direkt abspei­chern oder aber auch „auf dem Desktop anzeigen“. Hierbei wird eure Bildschirm­auf­nahme nicht gespei­chert, sondern als „floating Window“ über allen anderen Fenstern auf eurem Desktop angezeigt. Praktisch um zum Beispiel etwas zu vergleichen oder ähnliches. Per Kontextmenü könnt ihr den Screenshot auch wieder speichern, die Größe auf dem Desktop skalieren und die ein oder andere Kleinigkeit mehr. Des Weiteren könnt ihr verschiedene Bildschirm­auf­nahmen auch in er Gruppe ablegen und so zum Beispiel mehrere zusam­men­ge­hörige Aufnahmen per Trayicon nach vorne holen oder verstecken. 

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Zu guter letzt kann auch ein Blick in die Snipaste-Einstel­lungen nicht schaden. Hier könnt ihr das Tool zum Beispiel bei System­start starten lassen, die Farbe für das Trayicon festlegen, Shortcuts bearbeiten und so weiter und so fort. Meiner Meinung nach gehört Snipaste zu den besten Tools seiner Art, vor allem die Perfor­mance und die Bedienung machen Spaß. Hier hätte der Entwickler auch locker ein paar Euros für nehmen können, gibt etliche kosten­pflichtige Tools, die deutlich schlechter funktio­nieren und weniger bieten. Bislang steht Snipaste nur für Windows (ab XP) zur Verfügung, eine Portierung für macOS und Linux soll aber folgen – ich bin gespannt.

Snipaste für Windows herun­ter­laden