Social Media Finger­print: Finde heraus, bei welchen Diensten du einge­loggt bist

Am 24.10.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:16 Minuten

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Ich bin sicherlich nicht der einzige, der im Web zig Dienste nutzt und auch wenn man sich ein wenig zurückhält, kann doch einiges zusam­men­kommen: Facebook, Twitter, Google+ und YouTube, das Mail-Konto, Dropbox und und und. Oftmals ist man dabei auch zu bequem, sich immer und wieder aufs Neue einloggen zu müssen, weswegen man entweder gerne die Checkbox „Einge­loggt bleiben“ aktiviert oder schlichtweg nur den Browser-Tab schließt, statt sich ordentlich abzumelden. Dies stellt im Fall der Fälle aber eine enorme „Sicher­heits­lücke“ dar, denn auch ohne große Skripte können Dritte so erkennen, welche Türen ihr offen gelassen habt. 

Und hier kommt nun der „Social Media Finger­print“ ins Spiel und zeigt euch auf einen Blick an, bei welchen Diensten ihr einge­loggt seid und bei welchen eben nicht. Dazu macht das kleine Web-Tool nichts anderes, als schlichtweg URL-Redirects zu prüfen, sprich es prüft Direkt­links zu Bereichen, die nur einge­loggt das gewünschte Resultat liefern. Zwar fehlen in der Auswahl der „unter­stützen“ Dienste noch etliche bekannte Namen (zum Beispiel aus dem Hause Microsoft und Apple) und kleinere Services wie den Hochschul-Bereich und dergleichen, dennoch behaupte ich mal, dass bei den meisten ein bis zwei Hände voll zusam­men­kommen.

Was ist daran nun so „kritisch“? Das wird im unteren Teil des Tools kurz erläutert. Im besten Fall können Dritte lediglich heraus­finden, bei welchen Diensten ihr angemeldet und aktuell noch einge­loggt seid. In schlim­meren Fällen lassen sich Accounts auf diese simple Art und Weise de-anony­mi­sieren und auch Click­Jacking, Profi­le­Jacking und das „gute, alte“ Phishing „profi­tieren“ davon. Bleibt zu wünschen, dass die Zahl der abgefragten Dienste des Web-Tools in Zukunft noch weiter ausgebaut wird – oder auch nicht, denn der letztlich wäre es das beste, dass die Dienste diese „Lücke“ schließen, so wie zum Beispiel Stack­Overflow.

via mobiFlip