SofaPlay: Videos vom Mac auf UPnP-/DLNA-fähige Empfänger streamen

Marcel Am 15.03.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:45 Minuten

Es gibt ja so einige Möglichkeiten, um Videos vom Mac auf den größeren Fernseher im Wohnzimmer zu bringen. Am (bei Apple-Nutzern) bekanntesten ist sicherlich der Weg über einen Apple TV – hatte ich in all den Jahren eigentlich nie Probleme mit. Allerdings sehen viele in der schwarzem Box keinen weiteren Mehrwert, die 180 Euro für das Modell mit 32 GB zu investieren. Zumal es eben nicht unwahrscheinlich ist, dass man sowieso einen so genannten Smart TV im Wohnzimmer stehen hat, zumindest wenn man kein Gerät nutzt, welches 10 Jahre oder älter ist. Und bei diesen ist es äußerst wahrscheinlich, dass sie nicht nur (zugegeben sehr rudimentäre) Apps für Netflix, Amazon Prime und Co. besitzen, sondern sich auch auf die Protokolle UPnP beziehungsweise DLNA verstehen und so als Empfänger fürs Streaming herhalten können. Warum also aufrüsten, wenn man bereits kompatible Hardware herumstehen hat und es eigentlich nur einer kleinen Software bedarf?

Wie zum Beispiel die Mac-App SofaPlay des österreichischen Entwicklers Fabian Pimminger. Kurz und schmerzlos: SofaPlay liefert lediglich ein kleines Anwendungsfenster, in das nahezu beliebige Medien (egal ob Videos, Musik oder Bilder) per Drag’n’Drop hineingezogen werden können. Im Anschluss daran kümmert sich SofaPlay um die Herstellung der Verbindung und alle nötigen Einstellungen und das Streamen auf den Fernseher kann beginnen. Einzige Voraussetzung ist eben ein UPnP- oder DLNA-fähiges Empfangsgerät, also wohl die meisten aktuell genutzten Fernseher, aber auch diverse BluRay-Player oder auch Konsolen wie die Xbox 360/One oder die PlayStation 3 und 4. Darüber hinaus unterstützt SofaPlay auch das Apple TV der 4. Generation, hierzu wird aber eine AppleTV-App namens SofaPlay TV benötigt, die sich kostenlos auf der Streaming-Kiste installieren lässt.

SofaPlay
SofaPlay
Entwickler: Fabian Pimminger
Preis: 5,49 €

Außerdem lassen sich Geräte, sollten sie einmal nicht automatisch im Netzwerk gefunden werden, mithilfe der IP-Adresse direkt ansprechen und auch die Touch Bar der neuen MacBook Pro wird unterstützt. Funktionierte im kurzen Test mit meinem LG-TV überraschend flott und zuverlässig, ist also durchaus eine Alternative zur AirPlay-Funktion des Apple TV. Da aber sicherlich niemand die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen möchte (5 Euro sind immerhin auch 5 Euro), findet sich im Mac App Store neben der regulären Version auch eine zweite App mit dem Namen SofaPlay Lite, die zwar einige Einschränkungen hat, die aber völlig ausreichend ist um vor dem Kauf zu schauen, ob eure heimischen Geräte mit SofaPlay kompatibel sind. Wer sich hingegen lediglich fürs Streamen auf einen AppleTV oder Chromecast interessiert, der kann sich auch einmal das (noch) kostenlose AirFlow anschauen.

SofaPlay Lite
SofaPlay Lite
Entwickler: Fabian Pimminger
Preis: Kostenlos

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