Super Status Bar für Android: Benachrichtigungsleiste auf Steroide

Marcel Am 07.04.2020 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:04 Minuten

Die Benachrichtigungsleiste hat in den Jahren eine stetige Wandlung durchgemacht und ist ein zentraler Bestandteil von Android. Die Leiste informiert euch nicht nur über eingegangene Benachrichtigungen, sondern auch über Netzverbidung, Uhrzeit und bietet darüber hinaus dank der Quick Actions auch einen Schnellzugriff auf häufig genutzte Einstellungen des verwendeten Gerätes. Früher gab es noch einen Benachrichtigungsticker, der einen schnellen Blick auf den Inhalt einer Benachrichtigung eingeblendet hat, inzwischen muss man mit der reinen Icon-Darstellung leben. Oder aber man greift auf Apps von Drittentwicklern zurück, wie beispielsweise Super Status Bar. Die App von Tom Bayley bringt nicht nur die Vorschau als einzeiligen Ticker zurück, sondern rüstet die Benachrichtigungsleiste auch mit allerhand weiterer Funktionen und Schnellzugriffen auf.

Rein technisch ersetzt Super Status Bar nicht die reguläre Benachrichtigungsleiste, was den Vorteil hat, dass zur Nutzung erstmal kein Root-Zugriff benötigt wird. Optisch fällt dies aber so gut wie nicht auf und falls euer Gerät Besonderheiten wie stark abgerundete Displayecken, eine Notch oder ähnliches besitzt, lässt sich die Zweitleiste entsprechend anpassen. Eine der prominentesten Funktionen ist besagter Benachrichtigungsticker, der den Text einer eingegangenen Benachrichtigung kurz anzeigt. Dazu könnt ihr die sonst üblichen Popups bei neuen Benachrichtigungen deaktivieren, ebenso könnt ihr Farbe, Geschwindigkeit, Verzögerung  und Anzahl der Textzeilen des Tickers anpassen. Wollt ihr Benachrichtigungen bestimmter Apps, App-Kategorien oder Prioritäten nicht angezeigt bekommen, könnt ihr auch eine Blacklist pflegen und so Apps blockieren.

Ein weiteres ausgedehntes Feature ist die Steuerung bestimmter Funktionen per Geste. So könnt ihr zum Beispiel die Displayhelligkeit und Lautstärke per horizontalem Wisch entlang der Benachrichtigungsleiste justieren – besitzen einige Herstelleroberflächen bereits von Haus aus und kann durchaus nett sein. Darüber hinaus könnt ihr aber auch auf verschiedene Gesten zurückgreifen um flott Einstellungen ein- und auszuschalten, Apps zu öffnen, Schaltflächen der Navigationsleiste zu simulieren, den Bildschirm zu teilen und derlei Dinge. Je nach Android-Version gibt es die ein oder andere Funktion mehr, unter Android 9 könnt ihr unter anderem auch den Bildschirm ausschalten oder einen Screenshot erstellen. Als Gesten stehen euch beispielsweise ein einmaliges, doppeltes oder längeres Tippen auf die Leiste oder auch ein Wisch nach links oder rechts zur Auswahl.

Zu guter Letzt könnt ihr auch festlegen, welche Statusicons im rechten Teil der Leiste angezeigt werden sollen und auch eine Anzeige des Akkustands gibt es. Heißt in der deutschen Lokalisierung „Batteriestange“ und macht nichts anderes, als den Akkustand per  farbigen Balken über der Leiste anzuzeigen. Funktionell vergleichbar mit PowerLine oder EnergyBar. Und wenn ihr die Standard-Icons von Android sattgesehen habt, gibt es auch eine kleine Theme-Funktion, die zum jetzigen Stand Statusleisten-Icons von iOS 13, der MIUI 11 von Xiaomi (ist ja quasi iOS) und Android Q zur Auswahl stellt. Recht viele Funktionen und Optionen, ist sicherlich für jeden etwas dabei. Die Grundversion lässt sich kostenlos ausprobieren, wer aber alle Features und Einstellungen nutzen möchte, der muss per In-App-Kauf einmalig 2,29 Euro über die virtuelle Ladentheke reichen.

via XDA Devs

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