Telegram Messenger mit dickem Update: Videonachrichten, Bot-Payments und Instant View

Marcel Am 19.05.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:26 Minuten

Der Messenger Telegram hat ein dickes Update auf die Version 4.0 spendiert bekommen, welches die Entwickler vollmundig als „die Mutter aller Telegram-Updates“ bezeichnen.

Der Telegram Messenger gehört seit Jahren zu den beliebtesten Messenger-Diensten, auch wenn die Nutzerzahlen gegen jenen von WhatsApp vergleichsweise gering ausfallen und ich Telegram eher in eine Nische packen würde. Dennoch trumpfen die Entwickler immer mit neuen Funktionen auf, die man in der Form in anderen Apps vergeblich sucht oder die erst mit großer Verzögerung von WhatsApp und Co. implementiert werden. Nun gab es mit dem Sprung auf die Version 4.0 wieder einmal ein recht umfangreiches Update mit drei großen Neuerungen, mit denen die Entwickler Telegram einen weiteren Schritt weg von der reinen Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Nutzern machen und den Dienst weiter zu einer Messaging-Plattform ausbauen.

Telegram Messenger
Telegram Messenger
Entwickler: Telegram LLC
Preis: Kostenlos
Telegram
Telegram
Preis: Kostenlos

Videonachrichten: Bei den Videonachrichten handelt es sich laut den Entwicklern um „visuelle Sprachnachrichten“ und sind ebenso schnell aufgenommen und versendet. Zur Aufnahme klickt ihr einfach auf das Mikrofon-Symbol im Chat, woraufhin auch das Kamera-Symbol angezeigt wird. Solange ihr dieses gedrückt haltet, wird aufgezeichnet – alternativ dazu könnt ihr auch einmal hochwischen, wodurch der Freisprechmodus aktiviert wird und ihr das Symbol nicht dauerhaft drücken müsst. Die Videos werden bereits während der Aufnahme komprimiert gesendet, der Empfänger erhält diese aber erst, wenn ihr die Aufzeichnung beendet. Beim Betrachter werden sie als runde Videos automatisch abgespielt – klappt auch mit dem Telegram-eigenen Bild-in-Bild-Modus.

Telescope: Im Anschluss an die Videonachrichten gibt es noch eine weitere Neuerung, nämlich der neue Dienst namens Telescope. Wer einen öffentlichen Kanal betreibt, der kann Videonachrichten nach der Veröffentlichung über eine „Telesco.pe“-URL verbreiten, außerdem können Nutzer über eine Channel-URL á la „telesco.pe/channel_name“ bestimmten Kanälen folgen und bekommen so immer die aktuellsten Videonachrichten geliefert. Besonders praktisch, da das Anschauen von Videonachrichten aus öffentlichen Kanälen kein Telegram-Konto benötigt.

Instant View Platform: Bei den neuen Schnellansichten handelt es sich um Telegrams Antwort auf Googles AMP oder Facebooks Instant Articles. Bekommt ihr in einem Chat einen Link gesendet, taucht dort ein neuer Button auf, über den sich die Webseite wie gewohnt direkt innerhalb Telegram öffnet. Der große Unterschied: Die Webseite wird frei von Werbung und anderen „störenden“ Elementen angezeigt, die Sofortansichten bieten mit Dunkel, Grau und Sepia drei Themen zur Auswahl und Texte lassen sich direkt in der Schnellansicht kopieren und wiederum innerhalb Telegram teilen. Die Entwickler betonen, dass die neuen Schnellansichten bereits mit tausenden Webseiten funktionieren und dass jeder über den Instant View Editor eine Artikelvorschau erstellen kann. Um Seitenbetreiber zusätzlich zu motivieren, hat man einen mit 200.000 US-Dollar dotierten Wettbewerb gestartet.

Bot Payments: Zu guter Letzt können Bots nun auch Zahlungen von Nutzern akzeptieren und verarbeiten. So könnte der Bots eines Pizza-Lieferdienstes zum Beispiel zunächst die Bestellung aufnehmen, gleichzeitig aber auch die Zahlung durchführen – wobei es hier sicherlich tausende Szenarien für Bot Payments gibt. Wer die Tw-factor Authentication von Telegram nutzt, der kann seine Zahlungsinformationen auch direkt im Messenger speichern und zukünftig mit nur zwei Taps die Zahlung anstoßen. Telegram selbst hat aber mit den Zahlungen nichts zu tun, man transferiert lediglich die Informationen von A nach B. Hierzulande werden Zahlungen via Kreditkarte akzeptiert, international ist auch Apple Pay möglich, weitere Zahlungsdienste sollen folgen. Wer es einmal ausprobieren möchte, der kann den Telegram-Donation-Bot nutzen.

Quelle Telegram I, II und III

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