Telekom mit neuen AGB zur Drosselung, aber ohne Zusatzinformationen

Marcel Am 02.05.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:24 Minuten

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Seit heute ist es so weit, die Drosselkom Telekom verknüpft alle Neuverträge mit einer neuen AGB, welche die angekündigte Drosselung mit sich bringt. Punkt 2.3 der neuen AGB geht auf diese Volumengrenze ein und diktiert sich dabei wie folgt:

Ab dem im Folgenden für das jeweilige Produkt aufgeführten übertragenen Datenvolumen (Down- und Upload) wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs auf 384 kbit/s (Down- und Upload) begrenzt. Die Zählung des übertragenen Datenvolumens beginnt jeden Monat mit dem Kalendertag der betriebsfähigen Bereitstellung des aktuellen Call & Surf-Produktes. Am gleichen Kalendertag des Folgemonats wird eine gegebenenfalls erfolgte Begrenzung wieder aufgehoben.

Dabei wird das in den Tarifen enthaltene Volumen nach der verfügbaren Geschwindigkeit des Breitbandzugangs gestaffelt:

  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Was man in den AGB nicht findet? Eine technische Umsetzung der Drosselung. Laut Telekom wäre man erst 2016 so weit, die Drosselung der Geschwindigkeit auf 382 kbit/s auch wirklich umzusetzen, dennoch geht man auf Nummer sicher und bringt eben ab sofort diesen Zusatz. Ebenfalls fehlen sämtliche Informationen über zubuchbares Volumen, für den Fall der Fälle, dass man mal nicht mit dem Inklusivvolumen über die Runden kommen sollte – was sicherlich mit Abstand mehr als die von der Telekom angeschlagenen 3% sein dürfte, gerade im Jahre 2016.

Wie man sich als Kunde gegen diesen Rückschritt wehren kann? Easiest way für Nicht-Telekomkunden: Sucht euch einen anderen Provider, der nicht drosselt oder bisher keine Drosselung angekündigt hat – was bei fast allen Mitbewerbern der Fall ist. Bestandskunden sollen nach bisherigem Stand der Dinge bis 2018 auf einen neuen Anschluss umgepackt werden, auch hier würden die neuen AGB fällig werden. Hier aber habt ihr als Kunde zwei Möglichkeiten: Entweder ihr fordert die alten AGB ohne Drosselparagraphen ein (was die Telekom sicher nicht mitmachen wird) oder aber ihr macht von eurem Sonderkündigungsrecht gebrauch, welches jedem Vertragspartner bei einseitiger Vertragsänderung gesetzlich zusteht. (via)

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