Tempbox für Mac: Mail-Client für Wegwerf-Mail-Adressen als Open Source

Marcel Am 26.11.2021 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:32 Minuten

Wenn man nicht aufpasst (wobei, selbst dann) landen im eigenen Posteingang nicht nur wirklich relevante Mails, sondern auch allerhand Newsletter, Bewertungsanfragen und viel Spam. Abhilfe gibt es hier seit Jahren schon in Form von temporären Mail-Adressen, die allesamt nach dem selben Prinzip arbeiten: Ihr erstellt euch eine zufällig generierte Mail-Adresse, nutzt diese für jegliche Anmeldungen und deaktiviert die Mail-Adresse dann wieder – wobei letzteres in der Regel automatisch nach Ablauf eines Countdowns geschieht. In den letzten Jahren habe ich schon den ein oder anderen Dienst vorgestellt und zuletzt hat Apple eine derartige Spam-Adresse in iOS 15 und macOS Monterey integriert. Nutzer im Apple-Cosmos benötigen also unter Umständen gar keine andere Lösung mehr, dennoch möchte ich an dieser Stelle einmal auf Tempbox verweisen, welches für macOS zu haben ist.

Das Open-Source-Tool lässt sich im Kern als Mail-Client klassifizieren, wobei dieser eine Besonderheit besitzt: Denn statt den üblichen Mail-Konten setzt Tempbox auf den Dienst Mail.tm auf beziehungsweise bringt die Web-Oberfläche in Form einer nativen App auf euren Mac. Mit dieser könnt ihr zufällig generierte oder manuell eingegebene Mail-Adressen mitsamt eines Passwort-Schutzes erzeugen, bei Bedarf auch in mehrfacher Ausführung. Mails landen direkt im Posteingang von Tempbox, von wo aus Mails und deren Anhänge (sofern notwendig) gesichert werden können. Nicht mehr benötigte Mail-Adressen lassen sich archivieren um später wieder zurückgeholt zu werden, alternativ steht auch eine Löschfunktion parat.

40 MB an Mails stehen euch für den Posteingang über alle erzeugten Mail-Accounts hinweg zur Verfügung, ansonsten lässt sich die App und der Dienst komplett kostenlos nutzen. Findet sicherlich Freunde, sofern man regelmäßig entsprechende Temp-Mails benötigt. Bedenken muss man bei Nutzung solcher Dienste natürlich immer, dass Mail-Inhalte komplett einsehbar wären. Zwar betonen die Betreiber hinter dem Dienst, dass die Privatsphäre höchste Priorität besitzt und Mails und andere Daten nur vorübergehend gespeichert werden – sobald eine Mail-Adresse gelöscht wird, werden auch alle damit verbundenen Daten gelöscht. Allerdings ist das ganze nicht nur für euch anonym gehalten, sondern auch für die Betreiber – im Zweifel sollte man Tempbox also bedacht einsetzen, wobei viele Zwecke auch keine kritischen Inhalte darstellen.

Tempbox für macOS herunterladen

Quellcode GitHub via PH

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