Tops und Flops: Mein Technik-Jahr 2014

Am 30.12.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:23 Minuten

Hach ja, so schnell kann es gehen – da ist auch schon wieder ein Jahr rum. Ein Jahr, in dem es nicht nur eine Menge an inter­es­santen Apps anzutreffen war, auch in Sachen Technik und Gadgets gab es so einige neue und überar­beitete Gerät­schaften – auch in meinen vier Wänden. Ich habe einmal ein wenig zurück geblickt und mal geschaut, welche Dinge mich wirklich langfristig überzeugt haben – und welches Teil ich mir wirklich hätte sparen können. Kann und wird natürlich bei jedem anders sein, daher seht es einfach als meine subjektive Meinung an. ;) Aber bevor ich anfange, an dieser Stelle einmal ein Aufruf: Wer Bock drauf hat, der kann mir ja einmal seine Liste in die Kommentare kredenzen – ich würde mich freuen mal so zu hören, was so eure Tops und Flops aus dem Technik-Jahr 2014 waren.

Flop: Gramofon

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Beginnen wir einmal mit meinem persön­lichen Flop des Jahres 2014: Die Streaming-Kiste Gramofon, die noch in diesem Jahr bei Kickstarter finan­ziert wurde. Spotify, Rdio und Co. direkt von der Box aus an eine Sound­anlage streamen – klang sehr vielver­spre­chend. Die Finan­zierung stand bereits vor Ablauf der Frist, danach aber gab es Liefer­ver­zö­ge­rungen noch und nöcher – was bei derar­tigen Crowd­funding-Projekten nicht unbedingt tragisch ist, dennoch hätte man ein wenig mehr Kommu­ni­kation erwünscht. Aber irgendwann kamen die Teile dann bei den Unter­stützern an, aber statt Freude machte sich eher Enttäu­schung breit. 

Die Einrichtung war mehr als holprig, die dazuge­hören Apps hässlich, verspro­chene Dienste fehlten, Spotify lief nur über Spotfy Connect und dem Smart­phone (statt direkt und völlig unabhängig die Box), dazu gab es noch den Zwang, am weltweiten FON-Netzwerk teilzu­nehmen und über die Gramofon-Box ein offenes WLAN laufen zu haben. Potential war definitiv vorhanden, dieses hat man aber durch zahlreiche Dinge über Bord geworfen, sodass die Gramofon-Box mein persön­licher Fehler des Jahres 2014 darstellt. → Mein Review zu Gramofon.

Hit: Vorwerk Kobold VR200

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Mein Technik-Hit des Jahres 2014? Ganz klar der Vorwerk Kobold VR200. Ein Staub­sau­gerr­o­boter? Ein Staub­sau­gerr­o­boter! Ich bin inzwi­schen an dem Punkt angelangt, an dem Technik nicht nur „cool“ sein muss, sondern mir vor allem eine Erleich­terung bringen sollte. Und genau das macht der Kobold VR200. Wenn ich mal so durch­rechne, wie viel Zeit mir das Teil schon so erspart hat… Nun ist Staub­saugen keine Angele­genheit von mehreren Stunden, dennoch gehört es definitiv nicht zu meinen Lieblings­auf­gaben und dank dunklem Laminat und Hund musste ich mindestens einmal am Tag durch die Wohnung flitzen.

Das hat sich nun aber dank des Roboters erledigt. Einmal program­miert saugt mein kleiner Wall-E nun immer während unserer Abwesenheit die Wohnung – und das so zuver­lässig, dass ich den großen Staub­sauger nur noch einmal die Woche heraus­holen muss um gleich­zeitig einmal gründlich zu saugen und den Boden zu wischen. Mit 750 Euro sicherlich kein Schnapper, dennoch stellt das Teil durch die Arbeits­er­leich­terung MEIN persön­liches Highlight dar. → Mein Review zum Kobold VR200.

Top-Upgrade: iPhone 6 und iOS 8

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Ab und an ersetzt man auch schonmal nahezu identische Geräte – wie in meinem Falle der Wechsel vom iPhone 5s auf das neue iPhone 6 mitsamt iOS 8, welcher sich definitiv gelohnt hat. Generell stellt das iPhone 6 (mal vom Preis abgesehen) auch gleich­zeitig eines der besten Smart­phones des Jahres dar – denn Apple hat in meinen Augen ein sehr starkes Paket präsen­tiert: Größeres Display, ordentlich Power unter der Haube, eine verbes­serte Kamera, nahezu perfekte Verar­beitung und eine tolle Materi­alwahl.

Es macht einfach nur Laune, während mir persönlich das iPhone 6 Plus doch eine Nummer zu groß ist. Auch iOS 8 macht im Kern einen tollen Eindruck, nicht zuletzt dank der zahlreichen neuen APIs und Exten­si­bility-Features. Ja, es gibt noch immer die ein oder anderen, nervigen Kinder­krank­heiten, im Großen und Ganzen bin ich mit der neusten Iteration aber zufrieden – ein großer Mehrwert gegenüber iOS 7. → Mein Review zum iPhone 6.

Top-Deal: Amazon Fire TV

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Mein Top-Deal des Jahres? Ganz klar der Amazon Fire TV. Regulär für 99 Euro zu haben (und damit schon eine günstige Sache), konnten Prime-Kunden die Streaming-Box in den ersten Tagen für schmale 49 Euro erwerben. Zugriff auf den gesamten Katalog von Prime Instant Video, duzende Apps zum Erweitern des Funkti­ons­um­fangs (Media­theken der öffentlich-recht­lichen Sender, Watchever, Netflix, …) – noch dazu auch Sideload-fähig, sodass sich zum Beispiel das Medien-Center Kodi (aka XBMC) oder auch das AirPlay Mirroring auf der Kiste nutzen lassen. Das ganze läuft so rund, dass ich nach kurzem Auspro­bieren meinen Apple TV der zweiten Generation verscherbelt habe.

Top-Spielerei: LEO SmartKey

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Es gibt auch immer wieder mal Spiele­reien, die klar in die Nische „Braucht eigentlich niemand, sind aber ganz nett“ fallen. Hängen geblieben ist dabei der LEO SmartKey – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein smarter Schlüs­selbund aus dem Hause TrekStor/LEO. Bis zu sechs Schlüssel lassen sich im Gehäuse unter­bringen, welche auf Knopf­druck heraus und wieder herein fahren – wer weniger Schlüssel besitzt, der bekommt inzwi­schen auch einen USB-Stick, Flaschen­öffner und dergleichen. 

Prakti­scher Nutzen? Er hat LEDs! Sicherlich kein Teil, was man nun unbedingt haben muss, ich fand die Idee aber ganz nett. Kompakt, nichts klimpert und falls man den SmartKey doch mal aus versehen in eine Tasche mit dem Smart­phone oder Tablet packt, werden diese nicht gleich von den Schlüsseln kastriert. Meine bessere Hälfte schüt­telte nur den Kopf, für mich aber die Spielerei des Jahres. Mein Review zum LEO SmartKey.

Bonus: Sony NEX-5T

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Zwar nicht in diesem Jahr erschienen, dennoch dabei: Die System­kamera Sony NEX-5T. Bislang war ich immer mit einer Sony RX100 unterwegs, die für die überaus kompakte Größe eine mehr als ordent­liche Bildqua­lität mit sich brachte und die (sieht man einmal vom hohen Preis ab) sicherlich die beste Kompakt­kamera auf dem Markt darstellt. Dennoch wollte ich irgendwie mehr und habe etliche Kameras durch­pro­biert, eine Zeit lang auch eine Canon EOS genutzt. 

Wirklich glücklich geworden bin ich mit dieser aber nicht, mir war einfach das Gehäuse noch eine Nummer zu groß. Möglichst kompakt sollte sie sein, dazu Wechsel­ob­jekte bieten und so bin ich dann irgendwann bei der NEX-5T gelandet. Dazu ein paar Hobby-Objekte für Makros, Landschaften, Zoom und FishEye und fertig ist meine Kameraus­rüstung. Sicherlich keine Lösung für Profis, für mich aber voll und ganz ausrei­chend.

Idee MobiFlip 2013