Totgesagte leben länger? Musicload und Gamesload finden Käufer, bald mit Streaming-Angebot

Marcel Am 30.04.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:58 Minuten

Musicload

Anfang des Monats hat die Deutsche Telekom angekündigt, Deutschlands ersten legalen Musik-Downloaddienst Musicload und seinen Spiele-Ableger Gameload nach rund elf Jahren einzustellen. Aus wirtschaftlicher Sicht sei eine Fortführung der beiden Dienste nicht mehr tragbar – iTunes hat sicherlich viele Kunden zu sich gezogen, außerdem wandern immer mehr Nutzer zu Streaming-Diensten wie Spotify und Rdio ab. Und so wird der Kauf von Musiktiteln (übrigens seit ein paar Jahren ohne DRM) und Spielen zum 28. Mai dieses Jahres nicht mehr möglich sein, lediglich der Download soll weiterhin noch funktionieren. Nun aber die halbe Kehrtwende, denn kurz vor Toreschluss konnte man wohl doch noch einen Abnehmer für Musicload und Gamesload finden: Die Die Dixero Media GmbH, eine Tochtergesellschaft des Schweizer Medienunternehmens Dixero International SA – in der Musikbranche kein unbekanntes Unternehmen, konnte man in der Vergangenheit bereits das Major-Label Universal Music Group als Partner für sich gewinnen.

„Das Team hinter dem neuen Musicload und Gamesload besteht aus Insidern der Musik- und IT-Industrie. Mit Musik wird es losgehen. Mit Hilfe unserer hervorragenden Beziehungen in die Künstler-Community und die Musik-Industrie werden wir einen herausragenden „music everywhere“-Service für den Konsumenten von heute entwickeln.“Tim Bowen, Geschäftsführer der Dixero Media GmbH

Dabei sollen beide Dienste wie angekündigt am 28. Mai 2014 erst einmal geschlossen werden, aber schon zwei Tage später dann soll es mit einem runderneutem Auftritt und unter einem neuen Dach weitergehen. Das runderneute Musicload wird zunächst als wie gehabt als Download-Service starten, ein Streaming-Dienst ist ebenfalls geplant und dürfte sicherlich auch die einzige dauerhafte Lösung zur Rettung des Dienstes darstellen. Weiterer wichtiger Punkt der Roadmap für Musicload: Nutzer der neuen Angebote sollen alles über ihre favorisierten Künstler, ihre Lieblingsmusik und Lieblingsspiele erfahren und konsumieren können. Und dies immer und überall, heißt also man wolle auch mobile Plattformen wie iOS, Android und Co. stärker ins Auge fassen – was im Falle eines kommenden Streaming-Dienstes wohl aber auch nicht anders möglich wäre.

„Wir freuen uns, dass Dixero die Marken Musicload und Gamesload weiterführt und wünschen Dixero viel Erfolg bei ihren Plänen, runderneuerte Services unter den Brands zu launchen und überzeugende Unterhaltungsangebote für digitale Endkunden anzubieten.“Matthias Schmidt-Pfitzner, Senior Vice President BU Digital Media

Ebenso soll auch Gamesload auf kurz oder lang runderneuert werden und mit einem modernen Look & Feel, sowie neuen Features und Funktionen auf Kundenfang gehen, wobei es hierzu aktuell noch keine neuen Details gibt. Ich persönlich habe Musicload lediglich zur Anfangszeit einmal genutzt, immerhin gab es damals an allen Ecken Gratis-Songs abzugreifen – ansonsten stand der Dienst bei mir hoch im Kurs, Gamesload noch weniger.

Was meint ihr? Könnte das Ruder mit einem neuen Design, mobilen Apps und einem Streaming-Dienst nochmals herumgerissen werden oder sind Spotify, Rdio und Co. schon zu weit vorgesprescht?

Quelle Pressemitteilung via ComputerBase

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • HTC U Ultra Smartphone (14,48 cm (5,7 Zoll), 16 MP Frontkamera, 64GB Speicher, Android) Cosmetics Pink
  • Neu ab EUR 613,36, gebraucht schon ab EUR 511,05
  • Auf Amazon kaufen*