Twitterrific 6 für iOS bringt verbesserte Medien-Darstellung und neue Preise

Marcel Am 13.06.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:42 Minuten

Die Zeiten, in denen Third-Party-Apps für Twitter noch der absolute Renner waren, dürften inzwischen vorbei sein. Zwar gibt es auch weiterhin Nutzer, die auf Apps von Drittanbietern setzen, aber seit der Abschaltung diverser Schnittstellen (unter anderem der Echtzeit-Sync) dürften viele der vormaligen „Original-App-Verweigerer“ mit der offiziellen Twitter-App unterwegs sein – die zugeben auch gar nicht mehr sooo schlecht ist. Trotz der Gängelungen seitens Twitter haben sich vor einigen Monaten die Macher von TweetBot an einer Neuauflage ihrer früheren Vorzeige-App versucht, nun folgt auch Twitterrific für iOS. Die Entwickler der Iconfactory haben jüngst die Version 6 in die freie Wildbahn entlassen, die eine ganze Reihe an Neuerungen mit sich bringt.

Twitterrific: Tweet Your Way
Twitterrific: Tweet Your Way
Entwickler: The Iconfactory
Preis: Kostenlos+

Was die Oberfläche betrifft, hat man keine allzu gravierenden Änderungen am Status Quo vorgenommen, die wohl größte Neuerung sind die fünf neuen Themes Dove, Akikiki , Puffin, Falcon und Parakeet, die allesamt verschiedene Farbschemen mitbringen – von hell bis dunkel dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch eine neue Schriftart mit dem Namen San Francisco Compact Rounded an Board, außerdem gibt es einen neuen High Contrast-Modus für Texte, drei neue App-Icons und diverse Einstellungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Auswahl, ob Tweets den Nutzernamen, den Klarnamen oder beides des Autors anzeigen sollen. Darüber hinaus gibt es nun auch eine Integration des GIPHY-Dienstes zum einfachen und schnellen Einfügen von GIFs aller Art in Tweets und Direktnachrichten.

Viele Neuerungen hat auch die Timeline selbst erhalten, in dieser werden eingebettete Videos und GIFs nun automatisch beim Scrollen durch die Timeline wiedergegeben. Wird sicherlich nicht jedem gefallen, glücklicherweise wird der Ton erst durch manuelles Zutun wiedergegeben und die ganze Autoplay-Geschichte lässt sich in den Einstellungen der App auch deaktivieren. Vorschau-Bilder in eurer Timeline und in Direktnachrichten werden nun mit dem richtigen Seitenverhältnis angezeigt, wodurch keine Bildelemente mehr abgeschnitten werden. Bei Tweets mit zwei oder mehr Bildern wird das Seitenverhältnis angepasst, wobei die App Gesichter auf Bildern erkennt und diese entsprechend so zuschneidet, dass diese auf der Vorschau sichtbar bleiben. Dazu gesellen sich eine Vielzahl an weiteren Verbesserungen und Fehlerkorrekturen, die vollständige Liste gibt es hier.

Bereits mit der Version 5.7 hat Twitterrific ein Abo-Modell spendiert bekommen, dieses wird grundsätzlich beibehalten. Heißt also, dass sich die App ohne Funktionseinschränkungen kostenlos nutzen lässt, muss sich aber mit eher auffallenden Werbebanner und Abo-Erinnerungen herumplagen. Was sich aber geändert hat sind die Preise: Satte 32,99 Euro werden fällig, wenn man die App per Einmalkauf von Werbung befreien möchte. Wem das zu teuer ist, der kann auch auf ein Abonnement ausweichen, in diesem werden 0,99 Euro für einen Monat bzw. 10,49 Euro für ein ganzes Jahr fällig. Dies betrifft auch Nutzer, die Twitterrific 5 per In-App-Kauf freigeschaltet haben, wobei es dabei einige Abstufungen gibt: Nutzer, die Twitterrific kürzlich freigeschaltet haben, sehen keine Werbebanner und die Abo-Popups werden für sechs Monate unterbunden. Bei einer Freischaltung nach der Version 5.7 gibt es ebenfalls keine Banner und der Intervall an Abo-Popups ist geringer – bei einem Kauf vor dem 25. März 2014 geltet ihr immer als Free-Nutzer.

In meinen Augen ein recht faires Upgrade und Preismodell, auch wenn Abos nicht gern gesehen werden. Die 30 Euro für einen Einmalkauf sind sicherlich gezielt hoch angesetzt, aber wer Twitterrific gerne nutzt, der wird wohl auch die 0,99 Euro per Monat sicherlich investieren wollen/können – oder man lebt eben mit Werbung. Immerhin ist das letzte Bezahlupdate rund fünf Jahre her und in der Zwischenzeit hat sich so einiges getan. Abo-Modelle für Apps sind immer mehr im Kommen, vor allem aber dürfte die Tatsache eine Rolle spielen, dass Twitter die Daumenschrauben immer weiter andreht, wodurch natürlich eine große Zahl an bestehenden Nutzern und potentiellen Neukäufern wegfällt. Daher lasst doch gerne mal einen Kommentar hier: Nutzt ihr inzwischen die offizielle Twitter-App oder doch noch eine Drittentwickler-App? Wäre euch Twitterrific das Abo wert?

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