txt.edit: TextEdit für iPad und iPhone mit Syntax-Highlighting

Marcel Am 26.06.2020 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:40 Minuten

Es dürfte nicht wenig Nutzer geben, die sich von Haus aus eine TextEdit-Alternative fürs iPhone und iPad wünschen. Keine umfangreiche Schreib-App wie iA Writer oder Ulysses, sondern ein einfach gestrickter, reiner Texteditor. Eigentlich unverständlich, wieso Apple hier nicht schon lange etwas in petto hat – gleichzeitig aber auch Glück für Entwickler, die so noch eine nicht vom System bedachte Lücke haben. Gab ja in der Vergangenheit schon zwei wirklich solide Lösungen: Textor ist aber leider nicht mehr verfügbar da der Entwickler inzwischen bei Apple untergekommen ist, während Pretext mit Markdown-Unterstützung noch vorhanden, aber auch nicht mehr so wirklich weiterentwickelt wird. Die jüngste Alternative von Entwickler Tim Broddin hört auf den Namen txt.edit.

Broddin hat sich vor nicht all zu vielen Wochen ein iPad Pro mitsamt des neuen Magic Keyboard gekauft, in der Hoffnung dieses als Notebook-Ersatz nutzen zu können. Allerdings fehlte ihm (sicherlich unter anderem, auch wenn sich viele Arbeiten bereits ganz gut auf dem iPad erledigen lassen) eine ordentliche App zur Bearbeitung simpler Textdateien. Ein Blick in den App Store brachte zwar die ein oder andere App zu Tage, allerdings entsprach keine seinen Bedürfnissen – vor allem die Integration in den Dokumentenbrowser von iOS empfand er oft als unschön gelöst. Und was macht man so als Entwickler? Richtig, man setzt sich selbst dran und entwickelt seine eigene App. Herausgekommen ist besagter txt.edit, für den die klassische Notepad.exe von Windows beziehungsweise der TextEdit von macOS als Benchmark herhalten mussten. Das Ziel: Dateien öffnen, bearbeiten und wieder speichern. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Editor wurde so tief wie möglich in iOS bzw. dem iPadOS integriert, sodass ihr Dateien entweder lokal oder aus mit der Dateien.app verbundenen Diensten öffnen könnt. Auf dem iPad gibt es eine Unterstützung für Tastaturkürzel und es lassen sich zwei Dateien nebeneinander öffnen. Optisch bietet txt.edit knapp 90 Farbschema, darunter natürlich auch bekannte Farbgestaltungen wie Monokai, XCode & Visual Studio. Größter Clou ist aber wohl die Syntaxhervorhebung, rund 185 Sprachen hat der Entwickler implementiert, sodass diesbezüglich keine Wünsche offen bleiben dürften. Einstellungen sucht man vergeblich, diese sind in meinen Augen aber auch nicht notwendig. Sehr schlanke und gefällige App, wenn man auf der Suche ist oder noch keinen Favoriten gefunden hat, gerne anschauen. Preislich gibt es mit 2,29 Euro nicht viel zu meckern.

‎txt.edit
‎txt.edit
Entwickler: Tim Broddin
Preis: 2,29 €
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Quelle @timbroddin via PH

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