uBar: Dock-Alter­native für den Mac, die Windows-Taskbar lässt grüßen

Am 08.12.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:25 Minuten

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Windows hat die Taskbar, Mac OS X das Dock – so war es seit jeher und mit Einführung der Superbar unter Windows 7 gibt es zwischen beiden nativen Launchern eigentlich keine großar­tigen Unter­schiede mehr, wenngleich ich die Optik des Docks einfach bevorzuge, zumal dieses einfach zu OS X gehört wie der leuch­tende Apfel auf der Rückseite des MacBook-Displays. Dennoch bin ich auf eine inter­es­sante Alter­native namens uBar gestoßen, die die Idee und Umsetzung der Taskleiste von Windows auf den Mac portiert, durch die Integration von zusätz­lichen Features aller­dings ein gutes Stück funktio­naler ist. 

Erst einmal: Während der Einrichtung benötigt uBar eine Freigabe in den Bedie­nungs­hilfen eures Macs, außerdem wird das Dock vor dem Start ausge­blendet und an die rechte Bildschirm­seite verschoben – das nur einmal dazu. In erster Linie zeigt euch uBar nun alle geöff­neten Apps im Stile der Taskbar inklusive Text an, außerdem werden euch mehrere geöffnete Fenster einer App oder ungelesene Nachrichten als Icon angezeigt. 

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Ganz links findet ihr dabei eine Art Start­button vor, über den ihr ganz Windows-typisch Zugriff auf alle instal­lierten Apps, wichtige Ordner, Einstel­lungen und dergleichen erhalten könnt, des Weiteren lassen sich Apps auch über das Kontextmenü zum schnel­leren Starten rechts neben dem uBar-Button anzeigen – leider kann es dabei vorkommen, dass ihr eben favori­sierte und geöffnete Apps doppelt angezeigt bekommt, denn eine Zusam­men­führung beider Icons wie bei der Suparbar von Windows gibt es hier (leider) nicht. 

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Rechts in der uBar findet ihr ein Papierkorb-Symbol, daneben dann eben das aktuelle Datum mitsamt der Uhrzeit – ein Klick auf diese öffnet einen kleinen Kalender, in dem aller­dings keinerlei Termine angezeigt werden, wäre vielleicht auch noch eine Überlegung. 

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Haltet ihr die Control-Taste gedrückt, so wechselt uBar in den so genannten „Activity Mode“ und zeigt statt des Fenster­titels oder App-Namen die aktuelle CPU-Last und den RAM-Verbrauch der entspre­chenden Anwendung an, außerdem lässt sich die Höhe der Leiste auf bis zu fünf Reihen verändern und natürlich unter­stützt die Leiste auch das Drag’n’Drop von Dateien auf angezeigte Apps, um diese schnell und einfach in eben dieser öffnen zu können. 

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Tjoa und sonst? Das war es dann eigentlich auch schon – zumindest von der funktio­nellen Seite her. Denn die Einstel­lungen bergen dann noch eine ganze Reihe an Anpas­sungs­mög­lich­keiten. So gibt es zum Beispiel auch ein dunkles Theme, die Titel der geöff­neten Anwen­dungen und Fenster lassen sich ausblenden, die Gruppierung von Fenstern deakti­vieren, die Uhrzeit ausblenden und dergleichen. Auch lassen sich Apps, die zwar im Hinter­grund laufen sollen, aber nicht in der uBar angezeigt werden sollen ausblenden und das uBar-Menü noch ein wenig mit eigenen Ordnern aufstocken. 

Letztlich richtet sich uBar in einer Linie an Mac-Nutzer, die ihre Oberfläche von OS X ein wenig perso­na­li­sieren wollen – funktionell bietet man zwar inter­es­sante und sicherlich auch nützliche Funktionen, aller­dings auch nichts, was nicht auch das Dock selbst bietet. Zwar hätte man das ein oder andere Feature noch ein wenig ausbauen oder weiter­denken können (zum Beispiel die angespro­chene Anzeige von Terminen im Hover-Kalender), dennoch lohnt sich ein Blick, sofern ihr mit dem Dock nicht gänzlich zufrieden seid oder aber die Optik der uBar-Taskleiste einfach als schicker empfindet. uBar lässt sich rund 30 Tage lang kostenlos auspro­bieren, danach werden runde 20 US-Dollar fällig – wer’s braucht, ich halte es aber mal weiterhin im Auge, vielleicht tut sich ja noch etwas spannendes.

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via iFun