Mobile Browser: Vivaldi ab sofort auch für Android verfügbar

Marcel Am 09.09.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:37 Minuten

Der auf Chromium basierende Browser Vivaldi war schon häufiger hier im Blog zu Gast: Ein rundum gelungener Browser mit vielen Funktionen und noch mehr Anpassungsmöglichkeiten, der leider im Schatten von Chrome, Firefox und sogar Opera steht. Bisher gab es Vivaldi nur für Desktop-Systeme, mobile Pendants fehlten und so mussten potentielle Nutzer mobil auf Lesezeichen, Chronik, Passwörter und Co. verzichten. Natürlich gibt es für einen größeren Marktanteil viele Gründe, die fehlenden mobilen Versionen sind aber sicherlich einer der Gründe. Nun aber hat man ein kleines Puzzleteilchen mehr an den Start gebracht – Vivaldi für Android. Zunächst noch als Beta im Play Store, versprechen die Entwickler einen mobilen Browser, der seiner Desktop-Verwandtschaft in Nichts nachstehen soll.

Natürlich erfindet man das mobile Browser-Rad nicht neu, der grundsätzliche Aufbau unterscheidet sich im Vergleich zu anderen Android-Browsern nicht großartig. Es gibt eine Adressleiste, ein Hauptmenü und Buttons für die Navigation und den Tab Switcher. Optisch hat man sich am Desktop-Vivaldi orientiert, Nutzer werden sich sicherlich sofort heimisch fühlen. Auf der Startseite werden euch eure Speed Dial-Einträge angezeigt und die Adressleiste dient nicht nur der Eingabe von URLs, sondern kann auch als Suchleiste für verschiedene Suchmaschinen und zum Durchsuchen eurer Lesezeichen herangezogen werden – wie man es inzwischen gewohnt ist. Kleiner Clou: Via Keywords könnt ihr flott zwischen den Suchdiensten wechseln, z.B. ein „d“ für DuckDuckGo und „e“ für Ecosia.

In der unteren linken Ecke der Navigationsleiste findet ihr auch einen Panel-Button vor, der euch ganz flott zu euren Lesezeichen, Verläufen, Notizen und Downloads bringt. Geöffnete Tabs lassen sich über das Hauptmenü flott duplizieren, so erspart man sich nerviges Copy & Paste, wenn man nachträglich einen Artikel geöffnet lassen, aber die Seite weiter durchstöbern möchte. Auch private Tabs sucht man natürlich nicht vergeblich, wie üblich werden bei Nutzung privater Tabs keine Verläufe, Cookies, temporäre Dateien und andere Spuren auf dem Gerät hinterlassen. Als letztes großes Feature gibt es dann auch noch die vom Desktop-Browser bekannte Screenshot-Funktion, mit deren Hilfe sich ganze Webseiten oder auch nur ein markierter Bereich ohne zusätzliche Tools erstellen und speichern lassen.

Zur flotteren Bedienung haben die Entwickler einige Wischgesten implementiert, beispielsweise könnt ihr horizontal durch Panels und Schnellwahl-Bildschirm springen oder vertikal den Tab-Switcher aufrufen. Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick in die Einstellungen. Dort lässt sich neben dem hellen Standard-Theme auch ein dunkles Theme aktivieren, der Lesemodus kann aktiviert und angepasst werden und diverse Feinjustierungen mehr. Natürlich bringt Vivaldi für Android auch eine Sync-Funktion mit, sodass sich Lesezeichen, Speed Dials, Passwörter und und automatischer Ausfüllinformationen, Verläufe und Notizen zwischen verschiedenen Geräten und Plattformen abgleichen lassen – alles Ende-zu-Ende verschlüsselt. Man betont, dass Daten zu keinem Zeitpunkt eingesehen können und nicht verkauft werden. Gut, dass macht letztlich fast jeder.

Hier und da findet sich sicherlich noch Optimierungsbedarf und -potential, alles in allem ein durchaus gelungener Erstauftritt auf mobilen Geräten. Wird interessant sein zu sehen, ob man unter Android Nutzer von sich überzeugen kann und ob sich die Verfügbarkeit des mobilen Ablegers auch auf die Marktanteile des Desktop-Browsers auswirken wird. Allzu große Sprünge darf man aber sicherlich nicht erwarten. Der Browsermarkt ist halt ein extrem schwerer Markt, vor allem auf mobilen Geräten dominieren die vorinstallierten Browser Chrome und Safari. Apropos: iOS-Version ist übrigens noch nicht erwähnt worden, früher oder später wird man aber sicherlich auch etwas präsentieren. Angesichts der selbst auserkorenen Zielgruppe der „Power User“ erwartet man im Hause Vivaldi zumindest kurzfristig sicherlich auch keine zweistellige Prozentzahl. Wie sieht es denn so bei aus aus? Konnte euch Vivaldi bereits überzeugen und habt ihr nur auf die mobile Version gewartet?

Vivaldi Browser Beta
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Preis: Kostenlos
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Quelle Vivaldi

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