Vivaldi Preview: Neuer Webbrowser des ehema­ligen Opera-Gründers

Am 28.01.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:40 Minuten

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Mit Vivaldi gibt es einen Browser-Neuan­kömmling des ehema­ligen Opera-Gründers für Windows, Mac OS X und Linux in einer ersten Testversion zum Download.

Seit der Veröf­fent­li­chung von Chrome vor einigen Jahren hat sich in Sachen Browser nicht mehr wirklich viel getan. Der Firefox ist moderner geworden und hat sich wieder zu einer wirklichen Alter­native entwi­ckelt, Opera hat die hauseigene Engine gestrichen und setzt inzwi­schen auf den WebKit-Fork Blink – aber wirklich Neues gab es bislang nicht. Nun aber sieht es so aus, als könnte der Markt doch nochmal frisches Leben einge­haucht bekommen, denn nachdem Microsoft mit dem Spartan-Browser von Windows 10 einen den Demos nach recht stimmigen Browser zusam­men­ge­schustert hat, ist nun auch eine erste Vorschau-Version des neuen Vivaldi Browsers für Windows, Mac OS X und Linux veröf­fent­licht worden. Dieser stammt aus der Entwick­lungs-Feder eines neuen Teams, welches Jon Stephenson von Tetzchner, ehema­liger Gründer und CEO von Opera, um sich geschart hat. 

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Optisch macht der Browser einen recht schicken und minima­lis­ti­schen Eindruck, vor allem die Färbung der Tabs sieht doch ziemlich schniecke aus, in Sachen Engine setzt man ebenfalls auf die Google’sche Blink-Engine. Funktionell gibt es aktuell wie von einer Tech Preview nicht anders zu erwarten erst einmal nur die grund­le­gendsten Funktionen, zu denen unter anderem eine Gruppierung von Tabs, Lesezeichen, Speed Dial und eine Notiz-Funktion gehört. Wie man anhand letzterer aber sicherlich schon erahnen kann, möchte von Tetzchner Vivaldi zu einer Art „alten Opera“ machen, welcher zahlreiche Features in einer Anwendung bündelt – dazu soll später auch ein Mail-Client, eine Kontakt-Verwaltung und Extension-Support gehören, quasi eben das, was Opera mal vor der Konzen­tration auf den Browser darstellte. 

Ob es funktio­niert und Vivaldi wirklich eine Konkurrenz werden kann? Ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Zwar gibt es in den Weiten des Web natürlich noch immer ein paar treuge­bliebene Opera-Fans der alten Schule, ob man damit aber eine großflä­chige Verbreitung finden wird, sei einmal dahin­ge­stellt. Ich persönlich bevorzuge eher einen schlan­keren Browser, dessen Features ich mit Erwei­te­rungen an meine Bedürf­nisse anpassen kann – eine Notiz- und Mail-Funktion gehört hier definitiv nicht dazu. Aber wer weiß: Vielleicht hat man ja noch ein paar inter­es­sante Features in der Hinterhand – und Alter­na­tiven sind bekanntlich nie wirklich verkehrt, immerhin bringen diese oftmals frischen Wind und den kann man auf dem Browser­markt immer gebrauchen. 

Download der Tech Preview von Vivaldi

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via Product Hunt