Vivaldi: Version 1.5 bringt Anbindung an Philips Hue und kleinere UI-Verbes­se­rungen

Am 24.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:03 Minuten

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Neues vom Vivaldi-Browser. Zwar tut sich auf dem Browser­markt eigentlich recht wenig, dennoch zeigt sich zum Beispiel Opera in den letzten Monaten recht „innovativ“ und mit Vivaldi gibt es neben den bekannten Browsern noch einen Frischling – auch wenn der Browser nun schon seit fast zwei Jahren verfügbar ist. Der Browser entspringt der Entwicklung unter der Leitung von Jon Stephenson von Tetzchner, ehema­liger Gründer und CEO von Opera und zielt vor allem auf die „alten“ Opera-Fans und -Nutzer ab, man möchte sich mittels „vielen Zusatz­funk­tionen und umfang­reichen Perso­na­li­sie­rungs­mög­lich­keiten“ etwas von Chrome, Firefox und Co. abheben. Die Markt­an­teile dürften zwar verschwindend gering sein, dennoch macht der Browser in der Benutzung Spaß und bringt frischen Wind ein. 

Nun ist in den vergan­genen Tagen die Version 1.5 veröf­fent­licht worden – und mit dieser dürfte Vivaldi der erste Browser sein, der mit Philips Hue kommu­ni­zieren kann. Habt ihr eine Hue-Leuchte im Raum oder einen LED-Strip hinterm Monitor kleben, so passt sich die Farbe der Beleuchtung der jewei­ligen Akzent­farbe der aktuell geöff­neten Webseite an. Klingt ein wenig verrückt, sieht aber im Demo-Video recht gelungen aus. Natürlich ist es eher eine nette Spielerei und natürlich kann man sich über den Sinn und Unsinn streiten. Aber hey: es leuchtet und es zeigt, dass die Entwickler doch recht kreativ sein können. Falls ihr es einmal selbst auspro­bieren wollt, müsst ihr dazu in den Theme-Einstel­lungen die Hue-Option aktivieren. 

vivaldi-1-5-hue_setting vivaldi-1-5-reader-button

Aber auch die Chromecast-Integration wird sicherlich Freunde finden – mit dieser lassen sich Videos von YouTube und Co. direkt auf einen Chromecast-Empfänger streamen. Ohne Erwei­terung, was ja auch im Google-eigenen Chrome-Browser noch immer von Nöten ist. Des Weiteren gibt es auch einige Verbes­se­rungen an den Tabs: diese lassen sich nun einzeln in ein anderes Fenster ziehen, außerdem lassen sich nun auch mehrere Tabs gleich­zeitig markieren und in einen Stapel umwandeln – quasi ein Tab-Ordner mit mehreren Tabs. Und zu guter Letzt gibt es dann auch noch eine neue Lesean­sicht (siehe Button in der Adress­leiste) und erstellt man aus einem kopierten Text eine neue Notiz, so hängt Vivaldi auch direkt einen Screen­shots der Seite an. 

Das komplette Changelog der veröf­fent­lichten Version 1.5 ist natürlich noch deutlich länger und umfasst auch noch zahlreiche Optimie­rungen und Fehler­kor­rek­turen, bei Interesse schaut mal auf dieser Seite vorbei. Zugegeben: Das Surfen mit dem Vivaldi-Browser ist zwar ganz spaßig und geht flockig von der Hand (auch, weil der Browser eben „frisch anders“ ausschaut), aber ohne mobilen Gegen­stücken bringt es alles nichts. Leider ist man im Hause Vivaldi davon noch weit entfernt, auch wenn man dies natürlich ebenfalls im Kopf hat. Aber als nächstes steht zunächst einmal der (wie früher in Opera) integrierte Mail-Client an, der mit dem nächsten Majorupdate folgen soll – mit etwas Glück gibt es noch im Dezember eine erste Vorschau­version.

Vivaldi für Windows, OS X und Linux

Quelle Vivaldi