VMware Fusion 13 veröffentlicht: Offizielle Unterstützung für Macs mit Apple Silicon und Windows 11

Marcel Am 18.11.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:43 Minuten

Die Virtualisierungslösung VMware Fusion 13 ist offiziell veröffentlicht worden und erlaubt unter anderem die Virtualisierung von Windows 11 – sowohl für klassische x86-Prozessoren als auch die ARM-Version.

Um auf dem Mac weitere Systeme laufen zu lassen, gibt es inzwischen reichlich Auswahl. Mit Vorstellung von Apple Silicon und den M1-/M2-Chips fielen viele der Lösungen aber zunächst weg, da auf diesen keine native x86/x64-Virtualisierung möglich ist, sondern auf Windows 11 für ARM zurückgegriffen werden muss – was entsprechend tiefgehende Eingriffe in die Virtualisierungssoftware notwendig macht. Parallels ist als erster vorgezogen, die kostenlosen Open-Source-Tools UTM und VirtualBox sind nachgezogen und nun ist auch VMware Fusion in Version 13 offiziell im Reigen der ARM-Virtualisierungen gelistet, nachdem es zuvor lediglich Technical Previews zu nutzen gab. Die Pro-Version von Fusion 13 ist wie auch Parallels Desktop kostenpflichtig, für viele Privatnutzer dürfte aber der Fusion Player ausreichend sein, welcher nach vorheriger Registrierung kostenlos ist und im Gleichschritt mit der Pro-Version aktualisiert wurde.

VMware Fusion 13 ist sowohl auf Intel- als auch auf Silicon-Macs lauffähig, je nach genutztem Chip wird aber eben eine andere Version von Windows 11 notwendig. Damit die aktuellste Betriebssystemversion aus Redmond den Dienst nicht verweigert, haben die Entwickler und Entwicklerinnen ein neues virtuelles Trusted Platform Module 2.0 entwickelt, welches Windows als gültiges TPM erkannt wird. Zwar wurde dieses virtuelle Gerät für Windows 11 entwickelt, kann aber grundsätzlich zu jeder VM hinzugefügt und verwendet werden. Einhergehend mit dem neuen vTPM 2.0-Gerät gibt es auch einen neuen „schnellen“ Verschlüsselungstyp, der nur die Teile der VM verschlüsselt, die für die Unterstützung des TPM-Geräts erforderlich sind, wodurch die Leistung erhöht und die Sicherheit beibehalten wird. Das Verschlüsselungspasswort wird auch im Schlüsselbund des Macs gespeichert.

Trotz offiziellem ARM-Support wird die Intel-Plattform aktuell noch besser unterstützt: dort sind beispielsweise Host-Gast-Interaktionen wie Drag & Drop oder Copy & Paste sowie gemeinsame Ordner und USB- und Kamerageräte-Passthrough möglich. Auf Apple Silicon wiederum bieten die VMware Tools virtuelle Grafiken und Netzwerke, weitere Funktionen und Annehmlichkeiten sollen aber nach und nach folgen, da es sich bei diesem Release nur um den ersten Schritt handelt. Bezüglich der 3D-Hardwarebeschleunigung bietet Fusion 13 in Windows- und Linux-VMs auf Intel und in Linux-VMs auf Apple Silicon eine Unterstützung von OpenGL 4.3; auf Intel-Macs wird auf DirectX 11 zurückgegriffen. Hiervon solltet ihr euch aber nicht zu viel versprechen: Ältere Games werden unter Umständen ganz gut laufen, aktuelle Blockbuster oder jene aus den letzten Jahren machen aber nur bedingt Laune.

Quelle VMware

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