Virtualisierung: VMware Fusion Pro und Workstation Pro für Privatanwender kostenlos, Player-Versionen eingestellt

Marcel Am 14.05.2024 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:56 Minuten

Wie Broadcom, neuer Eigentümer von VMware, bekanntgegeben hat, sind die Virtualisierungslösungen VMware Fusion Pro (macOS) und VMware Workstation Pro (Windows) nun für die private Nutzung kostenlos.

Um auf einem Mac Windows zum laufen zu bringen, gibt es einige Wege. Wenn euer Mac von einem Intel-Chip befeuert wird könnte man direkt auf das Apple-eigenen Boot Camp zurückgreifen, möchte man Windows aber innerhalb macOS nutzen oder hat man einen neuen Mac mit Apple-Silicon-Chip, muss man auf Lösungen von Drittentwicklern setzen. VirtualBox, UTM Virtual Machines, Parallels oder auch VMware Fusion sind da nur vier der bekannteren Namen und inzwischen sind alle größeren Lösungen auch mit Windows für ARM kompatibel. Von vielen gerne genutzt, da kostenlos und technisch recht potent unterwegs: Der VMware Fusion Player beziehungsweise dessen Windows-Pendant VMware Workstation Player. Dieser kann im Vergleich zu Fusion Pro bzw. Workstation Pro zwar nur eine Instanz eines Gastsystems starten und verzichtet auf Kleinigkeiten, ist ansonsten aber für private Anwender kostenlos nutzbar und daher eine gute Alternative.

Nachdem VMware Ende des Jahres durch Broadcom übernommen wurde, sorgte eine Änderung des Preismodell für die Pro-Versionen für ordentliche Kritik und führte sogar zu einem offenen Brief des des deutschen Bundesverband der IT-Anwender VOICE an die Europäische Kommission. Denn mit der Übernahme verabschiedete man sich vom bisherigen Einmalkauf und führte wie auch Parallels ein Abonnement ein. Ob im Zuge dessen oder geplant hat man seitens Broadcom nun abermals das Lizenzierungsmodell von VMware Fusion Pro und VMware Workstation Pro geändert. Für kommerzielle Nutzer ändert sich jedoch nichts, für sie bleibt es weiterhin bei rund 120 US-Dollar pro Kalenderjahr für die Nutzung. Privatanwender erhalten beide Tools nun aber kostenlos. Es gibt nun also zwei Lizenzmodelle, wobei für die privaten Versionen kein Lizenzschlüssel mehr notwendig ist. Wichtig: Die Benutzer müssen selbst anhand ihres Anwendungsfalls entscheiden, ob ein kommerzielles Abonnement erforderlich ist.

In dem Zuge hat man jedoch auch das Software-Angebot zusammengestrichen, denn die Player-Anwendungen – namentlich VMware Fusion Player für macOS und VMware Workstation Player für Windows – werden nicht mehr weiterentwickelt und die Downloads entfernt. Klar: Durch das kostenlose Angebot der Pro-Versionen für Privatnutzer gibt es keinen wirklich Sinn mehr für die Player-Varianten, gleichzeitig spart man sich so auch die Entwicklungskosten für Software, die außer gutem Willen keinen monetären Ertrag mit sich bringt. Aber: Die App Workstation Player wird weiterhin mit Workstation Pro gebündelt bleiben – sprich das Einzelprodukt fällt dem Rotstift zum Opfer, nicht aber die App. Ich würde aber mal spekulieren, dass der Workstation Player zukünftig aber auch noch wegfallen wird. Benutzer des Fusion Player mit Lizenzen für den persönlichen Gebrauch können einfacher wechseln (siehe hier), für den Workstation Player für Windows und Linux muss Workstation Pro neu heruntergeladen und installiert werden.

Quelle Broadcom

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