watchOS 6: Konzept zeigt viele, viele neue Features und Watch-Apps

Marcel Am 03.05.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:41 Minuten

Designer Jake Sworski hat sich einmal ein paar Gedanken zum kommenden watchOS 6 gemacht und diese in ein Konzept gepackt. Sollte Apple die Vielzahl an Ideen umsetzen wollen, hätte man wohl bis watchOS 10 genügend Stoff.

In genau einem Monat startet die diesjährige WWDC im San Jose Convention Center. Apples Entwicklerkonferenz ist in den letzten Jahren wieder zu ihrem thematischen Ursprung zurückgekehrt und konzentriert sich rein auf die Software des Apple-Ökosystems. Neben der ersten Vorstellung von iOS 13 und macOS 10.15 wird es sicherlich auch eine neue Version des watchOS zu sehen geben – jenem iOS-Ableger, der auf der Apple Watch zu finden ist. Die Updates zwar etwas kleiner aus, aber gerade deswegen hat Apple noch viel Luft nach oben, wenngleich die Apple Watch deutlich produktiver ist, als Android Wear OS, das Google eher etwas stiefmütterlich behandelt. Was Apple für das watchOS 6 plant, dazu gab es in den letzten Monat nur wenig aussagekräftige Gerüchte. Aber das hat Designer Jake Sworski nicht davon abgehalten ein Konzept zu erstellen, welches mit einer ganzen Latte an neuen Features auftrumpft.

Der große Fokus des Konzeptes liegt auf dem Thema Gesundheit, Ernährung und Fitness. Eine überarbeitete Heart.app mit Zugriff auf die aktuelle Herzfrequenz, die Tageswerte und das EKG, eine Activity.app mit einer größeren Auswahl Ringen und personalisierten Zielen, eine neue Body.app mit der sich Größe und Gewicht direkt von der Uhr hinterlegen und aufrufen lassen, eine besser bedienbare Workouts.app und zu guter Letzt gibt es auch eine neue Ernährungs.app, in der Nutzer ihre Mahlzeiten und Getränke hinterlegen können. Ebenfalls im Konzept: Eine Schlaf.app, die euren Schlaf auswertet – was wieder ein paar Apps zu Grabe tragen dürfte. Gerade die Schlafanalyse und Ernährungshinweise dürften gar nicht so abwegig sein, immerhin sind dies aktuell noch zwei Punkte, die Apple bis dato nahezu vollständig ausgeblendet hat – die aber wohl ganz gut den sprichwörtlichen Zahn der Zeit treffen dürften.

Für mich interessanter wirken die restlichen Spielereien, die Sworski in seinem Konzept untergebracht hat. Hierzu gehört zum Beispiel ein Control Center, dessen Buttons und Schalter sich in einem größeren Umfang anpassen lassen und das auch neue Funktionen zur Steuerung anderer Apple-Geräte mit sich bringt – beispielsweise das Entsperren/Sperren des iPhone oder Steuerung der Musikwiedergabe bei verbundenen AirPlay 2-Geräten. Außerdem sehr cool: Watch Faces, die sich je nach Zeit oder Standort automatisch aktivieren lassen. Fände ich wirklich ganz dufte, denn so erübrigt sich der manuelle Wechsel der Watch Faces – und ja, ich habe tatsächlich unterschiedliche Anzeigen für Arbeit, Privates, Ausflüge und dergleichen. In eine ähnliche Kerbe schlagen auch die Siri Kurzbefehle, die sich auch aus dem Watch Face oder dem Control Center heraus aufrufen lassen sollen oder aber von Siri zu einem passenden Zeitpunkt beziehungsweise Standort vorgeschlagen werden.

Für den Homescreen stellt sich Sworski neben dem (in meinen Augen) notwendigen Löschen der Standard-Apps auch noch Ordner vor. Müsste man definitiv erst einmal ausprobieren, dürfte aber für mehr Ordnung und Überblick auf dem Handgelenk sorgen. Aber das ist noch nicht alles, denn auch nahezu alle restlichen Apple-Apps haben in dem Konzept eine Überarbeitung erfahren oder den Sprung auf die Apple Watch geschafft, darunter Kalender, Notizen, Fotos, eBooks, ein mobiler Mini-Safari, Sprachnotizen, Taschenrechner und die Home.app zur Steuerung des Apple’schen Smart Home wird von einer Ergänzung zum iPhone zu einer vollständigen App aufgewertet. Abgerundet wird das ganze dann noch durch die für Apple typischen neuen Watch Faces, darunter animierte Zifferblätter von Star Wars, Marvel und The Simpsons oder auch dynamische Ziffernblätter á la iOS.

Macht jedenfalls alles einen recht plausiblen Eindruck, wenngleich Apple sein Watch-System sicherlich nicht in diesem Umfang aktualisieren wird. Was haltet ihr von dem Konzept und was würdet ihr euch für watchOS 6 wünschen?

Quelle Behance via CultOfMac

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