WeDo: ToDo-Liste für iOS, macOS, Android und Web mit Fokus auf gemeinsamen Listen und Aufgaben

Marcel Am 24.03.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:04 Minuten

Auch wenn eigentlich jede Plattform mit einer vorinstallierten Aufgabenverwaltung daherkommt: wer wirklich ausgiebig auf To-Do-Listen setzt, der wird sicherlich nicht auf die hauseigenen Lösungen von Apple, Google und Microsoft setzen, sondern sich nach einer umfangreicheren Alternative umschauen. Ich persönlich setze momentan auf Wunderlist (okay, wäre Microsoft), aber auch Any.Do und vor allem TodoIst können auf zahlreiche freundlich gesinnte Nutzer blicken – und wenn man mit diesen dreien nicht warm wird, dann gibt es ja auch noch eine Menge Insellösungen, je nach persönlichen Anforderungen. Ganz frisch im Getümmel befindet sich nun auch eine Aufgabenverwaltung namens WeDo, deren Entwickler glauben, dass ihre Lösung viele Dinge für viele Nutzer besser macht. Was eigentlich jeder Entwickler von seinem Schätzchen sagt.

WeDo ist vor einigen Tagen offiziell in Form einer App für den Mac, iPhone, iPad und sogar der Apple Watch veröffentlicht worden, darüber hinaus lässt sich WeDo aber auch komfortabel im Browser nutzen und eine Android-App befindet sich (wenn auch als „unveröffentlichte“ Beta) ebenfalls im Play Store zum Download bereit. Im Grunde kann man also von einer plattformübergreifenden Lösung sprechen, wobei das Fehlen einer nativen Anwendung für Windows besonders auffällt und in meinen Augen ein wenig unverständlich ist, da so wohl ein Großteil potentieller Nutzer außen vor bleibt. Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden und zumindest schwirrt eine Windows-App bereits in den Köpfen der Entwickler umher, auch wenn es noch nichts spruchreifes zu vermelden gibt.

WeDo: Your second brain.
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Entwickler: Onus, Inc.
Preis: Kostenlos
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WeDo: Gemeinsam mehr erledigen
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Entwickler: WeDo
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Optisch präsentiert sich WeDo auf allen Plattformen identisch, wobei man die Ansicht auf den mobilen Geräten logischerweise angepasst hat – im Kern ist das Design und der Aufbau aber gleichsam geblieben: ein minimalistisches, helles Design mit recht knalligen kontrastreichen Akzenten. Sicherlich Geschmacksache, mir persönlich gefällt der Look aber ganz gut, er ist aber in sich stimmig und die bedacht eingesetzten Farbakzente sind für die Übersicht nicht schädlich, ganz im Gegenteil. Was ein wenig schade ist, auch wenn es nicht viele schwierige Texte gibt: Bislang gibt es WeDo nur in englischer Sprache, eine deutsche Lokalisierung lässt sich (noch) nicht nutzen.

Die grundlegenden Funktionen von WeDo sind natürlich schon vielfach gesehen worden. So gibt es die Möglichkeiten, verschiedene Listen anlegen und diese auch mit anderen Nutzern teilen zu können (Stichwort Einkaufsliste :-D) und einzelne Aufgaben lassen sich mit Unteraufgaben weiter strukturieren, mit einem Fälligkeitsdatum und einer Erinnerung versehen, durch eine Notiz oder einen Anhang ergänzen oder (im Falle von geteilten Listen) auch anderen Personen zuordnen. Die einzelnen Listen lassen sich dann bei Bedarf nach dem Fälligkeitsdatum filtern, es gibt Benachrichtigungen für Aktivitäten anderer Nutzer und derlei Gedöns. Eben die Grundfunktionalität, die eine ToDo-App, die etwas von sich hält mit sich bringen sollte.

Die größten Unterschiede finden sich dann in der Struktur der To-Do-Listen, denn die unterschiedlichen Listen lassen sich zunächst einmal in verschiedene Gruppen einsortieren. Neben der Standard-Gruppe „Home“ könnt ihr so zum Beispiel unterschiedliche Gruppen für Berufliches, der Einkaufsliste und Co. anlegen, in die sich dann eben andere Nutzer einladen lassen – jede Gruppe wiederum kann eine beliebige Anzahl an Listen enthalten. Aber: Nur weil ihr die Gruppe „Berufliches“ (oder eine einzelne Liste in dieser Gruppe) noch für andere Nutzer freigegeben habt, sehen diese nicht zwangsläufig eure erstellten Aufgaben, denn Aufgaben lassen sich auch in einer privaten Liste ablegen, deren Aufgaben nur ihr sehen könnt. Klingt komplizierter als es ist, muss man einmal ausprobiert haben.

 

Eine weitere Besonderheit sind die so genannten „Habits“ in eurer privaten Home-Gruppe: Hier lassen sich Gewohnheiten und Vorhaben hinzufügen, die ihr täglich, wöchentlich oder monatlich ausüben wollt. Zum Beispiel jeden Tag mindestens 15 Minuten laufen, die Mutter anrufen, frisches Essen zubereiten und ähnliche Dinge. WeDo möchte euch mit der Liste etwas helfen, euren inneren Schweinehund zu überwinden – ob es wirklich hilft, ist eine andere Frage.  Die iOS-App besitzt darüber hinaus noch einen „Now Services“-Bereich, in diesem sollen euch Geschäfte und Dienstleister in eurer Nähe angezeigt werden, die für die Bewältigung eurer Aufgaben hilfreich sein können – zum Beispiel Supermärkte, Handwerker und ähnliches. Bislang aber (zumindest in Deutschland) aufgrund fehlender Einträge nutzlos.

WeDo benötigt für die Nutzung zwingenderweise einen Benutzeraccount, der sich entweder via Mail-Adresse (wird nicht kontrolliert, btw ) oder Facebook-Login erstellen lässt. Die Notwendigkeit eines Accounts ist logisch, immerhin synchronisiert WeDo Gruppen, Listen und Aufgaben zwischen allen Plattformen hin und her und auch für das Einladen von Nutzern ist ein Account natürlich von Nöten. Natürlich hätten die Entwickler eine Account-lose und rein lokale Nutzung erlauben können. Dies aber beißt sich mit der Zielsetzung der Aufgabenverwaltung, immerhin schöpft WeDo sein volles Potential erst mit den sozialen Funktionen aus. Für einen einzelnen Nutzer macht die Aufteilung mit Home, Gruppen und privaten bzw. allgemeinen Listen schlicht keinen Sinn. Nutzt man WeDo aber mit mehreren Nutzern unterschiedlichster Art, macht die Aufgabenverwaltung einen sehr durchdachten Eindruck.

Aktuell lässt sich WeDo komplett ohne Kosten nutzen, sowohl der Download der App, als auch die Nutzung ist kostenlos und werbefrei. Laut den Datenschutzinfos sammelt man zwar ein paar Daten von euch, diese dienen aber nur der Optimierung und Entwicklung des Dienstes – WeDo selbst gibt diese auch nicht an Dritte weiter: „We do not sell, trade, or otherwise transfer to outside parties your Personally Identifiable Information“. Wie man den Dienst finanzieren möchte? Die Gedankenspiele sind noch nicht gänzlich abgeschlossen, möglich (und wahrscheinlich) ist aber eine Pro-Version gegen Einmalkauf oder als Abo – beides findet sich auch bereits in den Nutzungsbedingungen von WeDo. Die Entwickler betonen aber, dass sich die Grundfunktionen kostenlos nutzen lassen, alles weitere wird man sehen.

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