WhatsApp: Web-Client verfügbar. Aber ein bisschen scheiße ist es schon.

Marcel Am 22.01.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:25 Minuten

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Hipp hipp hurra: WhatsApp lässt sich nun auch vom Rechner aus nutzen, denn die Entwickler haben am gestrigen Abend einen Web-Clienten veröffentlicht. Soweit die positive Seite der Meldung – und in meinen Augen auch die einzige. Aber fassen wir das ganze doch erst einmal zusammen: Über die Webseite web.whatsapp.com gelangen wir zu der Web-App, hier reicht es dann aus, einfach mit der WhatsApp-App den QR-Code abzufotografieren und schon wird die Web-Version mit eurem WhatsApp-Account verknüpft.

Die Web-Oberfläche selbst bietet letztlich alle wichtigen Funktionen und kommt einer Tablet-App schon recht nahe. Hier seht ihr eben eure Chatverläufe und Kontakte, könnt neue Chats beginnen, Fotos verschicken und so weiter und so fort. Bis hier hin also eigentlich keine schlechte Sache, die nach dem ersten Ansturm doch recht zuverlässig funktioniert.

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Trotzdem ist das ganze schon ein bisschen Scheiße, Teil I. Kann man nicht anders sagen. Denn die ganze Sache wirkt nett gesagt wie gewollt und nicht gekonnt. Dies fängt schon damit an, dass Nutzer des Firefox, Safari, Opera oder einem anderen Browser gar nicht erst auf die Webseite zugreifen können, da diese nur mit dem Google’schen Chrome-Browser funktioniert.

WTF? Web ist Web und Erweiterungen oder ähnliches benötigt man ebenso wenig – mir würde hier kein Grund einfallen, wieso man lediglich Chrome zulassen müsste. Aber gut, damit könnte man für den Anfang leben, denn ich behaupte einfach mal, dass nach und nach auch andere Browser unterstützt werden.

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Trotzdem ist das ganze schon ein bisschen Scheiße, Teil II. Denn der Web-Client ist kein „echter“ Client sondern eher eine Art zweiter Bildschirm für WhatsApp auf eurem Smartphone. Letztlich geschieht nach dem Scannen des QR-Codes folgendes: Die Web-App verknüpft sich mit eurer WhatsApp-App, die mobile App sendet Verläufe und Co. an den Rechner, wo diese eben im Browser angezeigt werden.

Erhaltet ihr nun eine neue Nachricht, so geht diese erst an eurem Smartphone ein und wird von dort an den Rechner weitergeleitet – sendet ihr eine Nachricht, so passiert das eben in umgekehrter Reihenfolge. Der Web-Client macht also nicht wirklich viel und ist nicht eigenständig nutzbar. Ist euer Gerät ausgeschaltet oder hat keine Internetverbindung, so funktioniert auch der Web-Client nicht.

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Trotzdem ist das ganze schon ein bisschen Scheiße, Teil III. Denn um den Web-Clienten nutzen zu können ist des Weiteren die aktuellste Version der mobilen WhatsApp-App erforderlich. Ist kein Beinbruch, dennoch werden nur die Apps für Android, Windows Phone, BlackBerry (10) und Nokia S60 eine Unterstützung für den Web-Clienten mit sich bringen. Ihr vermisst iOS in der Auflistung? Richtig, wird es auf kurz oder lang nicht geben. Die Macher selbst geben an, dass „es Limitierungen bei der Apple Plattform gibt“ durch die Stand jetzt kein Web-Client zur Verfügung gestellt werden kann – um welche Limitierungen es sich dabei handelt wird nicht erwähnt, irgendwie aber kommt es mir ein klein wenig merkwürdig vor.

Wie man bereits erahnen kann: Ich finde die Umsetzung doch ein bisschen scheiße. Nicht, dass es mich derart kratzen würde, dass iOS nicht unterstützt wird. Vielmehr finde ich die grundsätzliche notwendig des Smartphones grottig und kann eigentlich auch nicht Sinn der Sache sein. Mag sein, dass man diesen Schritt aufgrund der Verschlüsselung so gehen „musste“, dennoch haben es andere Messenger bekanntlich auch auf die Kette bekommen. Und so kann man kann man die bisherige Umsetzung höchstens als „Absichtserklärung“ bezeichnen, wirklich brauchbar ist das ganze in meinen Augen nicht. Leider…

 

Quelle WhatsApp via @oliv2r

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