[Wirre Gedanken] Wieso ich Apple’sche Hardware nutze – und mich dennoch nicht zu den „Fanboys“ zähle

Marcel Am 16.03.2012 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:45 Minuten

Bildquelle: Apfelbaum (Bearbeitet)

MacBook Pro. iPhone. iPad. iPod Classic. iPod Shuffle. AirPort Express. AirPort Extreme. Apple TV. In meinem Haushalt sind viele Apple-Geräte vorhanden. Die AirPort Express und Apple TV sogar mehrfach. Klaro, klassisch „overdressed“, aber notwendig oder vielmehr: hilfreich. Apple hat immer einen Ruf, der in die Richtung „kann wenig, sau teuer“ geht. Doch wie ist es wirklich?

Klaro, die MacBook Pro und die MacBook Air sind teuer. Verglichen mit anderen Geräten ist die Hardware nahezu 1:1 identisch – mal mit Ausnahme des genialen Displays der MacBook Pro Reihe. Jedoch habe ich bisher noch kein Notebook gesehen, dass an die Verarbeitungsqualität des Unibody-Design herankommt. Selbst mein vorheriges Sony Vaio AW21Z/B war damals für über 2.000€ zu haben – und von der Verarbeitung her kam es trotzdem nicht an die Pros heran. Plastik. Wo man hinsieht. Das Ganze sieht bei den iMacs nicht anders aus, auch wenn die Preise dort für einen großen, hochwertigen All-in-One-PC auch nicht übermäßig hoch sind. Mac OS X ist ein super System, Windows 7 ebenfalls. Welches hier besser ist – ich vermag es nicht zu sagen. Beide sind super und haben ihre  Vor- und Nachteile. Mac OS X. I like. Windows 7. I like.

Ebenso ist es beim iPad: Schaut man sich andere Tablets an, wird man feststellen, dass Apple mit dem „Einstiegs iPad“ sowohl leistungstechnisch, als auch preislich in nichts nachsteht. Und mit dem neuen Retina Display im „neuen iPad“ hat Apple noch ein Kaufargument, dass man bei anderen Herstellern vergeblich suchen dürfte, mehr. Klaro, Freaks vermissen am iPad etwas: USB, Kartenleser… Wayne? Wozu verwende ich mein iPad? Mails, surfen, lesen, Networken, Texte schreiben, Fotos anschauen. Dazu braucht man keinen USB-Anschluss oder noch mehr. Die klassische Zielgruppe von Tablets kennt diese Begriffe wohl fast durchweg nicht.

Same beim iPhone. Hochwertig, gutes Display. Preislich inzwischen gleich mit den neuen Geräten anderer Hersteller. Okay, es hat keinen Quad-Core und 100 MHz weniger. Trotzdem muss man einfach sagen, dass das Ganze System samt Apps flüssiger läuft, als unter Android auf Samsungs Vorzeigephone Galaxy S2. Google muss Android offen gestalten, viel Hardware unterstützen. Apple hingegen kann sein System exakt auf die entsprechenden Geräte zuschneiden. Das ist ein Vorteil, der die 100 MHz an Mehrleistung verpuffen lässt. Sieht bei Mac OS X nicht anders aus. Würde ich mich mit Windows Phone 7 anfreunden können, das Nokia Lumia 800/900 wäre meins. Ich liebe das Handydesign, aber ich mag kein WP7. Ist eben nicht meines.

Bildquelle: Death to the iEmpire

Den AirPort Extreme durfte ich zuletzt testen und bin darauf umgestiegen. Ein Test folgt. Nur soviel: Ich habe mir bisher keinem Router (FritzBox 7390, ASUS RT-N56U, …) solche Ergebnisse erzielen können. Ich schiebe meine Daten derzeit per WLAN mit gut 15.000 kB/s auf die Platten. Vorher war ich mit 4.000 kB/s zufrieden.

Die AirPort Express suchen derzeit noch nach Alternativen. Rein ins WLAN, Audiosystem anschließen, fertig. Schon könnt ihr mittels AirPlay-fähigem Sender Musik durch die gesamte Wohnung jagen. Nutze ich sowohl im Esszimmer, als auch im Wohnzimmer. Saubere Teile.

Lediglich beim Apple TV müsste ich kritisch werden. Klaro, gibt es bessere Geräte, wie zum Beispiel den Netgear NeoTV 550. Prinzipiell versucht Apple natürlich, seinen Posten als Media Store zu festigen und Medien zu verkaufen. Dazu ist das Gerät auch perfekt: Alles läuft flüssig, Bildqualität ist gut, Sound ebenfalls. Dennoch nichts für Streamingfans, es sei denn, man nutzt einen Jailbreak und den Media Player von Firecore. Und schon ist der Apple TV für mich das beste Streaminggerät, und auch nicht teurer als andere Geräte. Von der AirPlay-Funktionalität mal abgesehen – das ist für mich schon fast Pflicht.

Natürlich ist Apple in manchen Dingen vielleicht ein wenig teurer als andere. Dafür bekommt man aber auch wirklich hochwertig verarbeitete Hardware in seine Hände. Nicht zu vergessen ist natürlich die Unterstützung ältere Hardware. Während man bei Android immer wieder aufs Neue hoffen muss, ob Hersteller XY überhaupt ein Update für sein Smartphone herausbringt und es dann auch bei den neusten Geräten noch Monate dauern kann, bekommt man bei Apple sofort ein Update. Selbst das inzwischen fast drei Jahre alte iPhone 3GS bekam zuletzt noch das Update auf iOS 5.1 und läuft auch damit flüssig. Klaro, es gibt hier und da Einschränkungen, aber FaceTime ohne Frontkamera ist eben nichts. Lieber ein Update mit ein paar hardwarebeschränkten Einschränkungen, als gar kein Update oder erst Monate später.

Auch der Wiederverkaufswert von apple’scher Hardware ist wesentlich höher als bei anderen. Beispiel: Mein Sony Vaio habe ich damals für 1.900€ gekauft, ein Jahre später habe ich für das neuwertige Gebrauchtgerät 800€ bekommen. Das MacBook Pro, welches refurbished mit 1.750€ zu Buche schlug, kommt nach nun gut fast drei Jahren auf etwa 800-900€. So ist es auch mit iPad und iPhone – das 3GS habe ich im Oktober 2011 nach gut zwei Jahren mit deutlichen Kratzern und Macken für 300€ verkauft. Der Preisverfall ist einfach wesentlich niedriger – schaut einfach mal, was euer HTC, Samsung oder was auch immer neu gekostet hat und wie die Auktionen bei eBay so enden, dann habt ihr einen Vergleich.

Für manch einen mag es sich nun fast wie Fanboy-Gelaber anhören, aber ihr könnt es selbst kontrollieren. Rein in den Media Markt und Notebooks vergleichen. eBay anwerfen und nachschauen. What else. Derzeit überlege ich wirklich, ob ich nicht die Apple TV durch die neuen WD TV Live HD ersetzen soll – auch dazu folgt noch ein Test. Echt ebenfalls ein geiles Stück Hardware. Konkurrenz tut gut und belebt das Geschäft. Aber heutzutage interessiert das Innere von Hardware immer weniger. Und hier hat Apple mit allen Geräten eine perfekte Kombination. Und ein perfektes Öko-System um iDevices, Macs und den App Stores.

Bildquelle: Autographed Fanboys

Kunden und Verbraucher wollen etwas praktisches, was schick aussieht. Was sich hochwertig anfühlt. Etwas, was ihr Leben praktischer macht. Und hier müssen die Hersteller ansetzen und den Kunden vermitteln, was sie damit machen können. Quadcore, Dexacore. Wayne. Interessiert kaum einen reinen Konsumenten. Ansonsten wäre Apple nicht mit dem iPad der Platzhirsch und Amazon mit dem Kindle Fire – welches das schwächste der Android-Tablets ist – der schärfste Verfolger.

Jeder sollte das nutzen, was ihn persönlich am meisten hilft. In meinem Falle: Musik via AirPort Express per AirPlay (MacBook, iPhone, iPad) in sämtlichen Räumen, Apple TV samt Media Player in schicker Optik direkt über die gute AirPort Extreme. MacBook Pro, iPhone und iPad sind dabei immer synchron. Man darf nur eines nicht vergessen: Es gibt auch andere Hardware, der Tellerrand ist groß. Und sobald ich etwas finde, was meinen persönlichen Ansprüchen an SmartTec (gibt es das Wort überhaupt :D) gerecht wird, tzja, dann wird eben gewechselt. Aber so lange bleibt es bei Apple…

…und nun, hängt mich.

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