Windows 10 Build 9879: Update der Tech Preview mit zahlreichen Neuerungen

Am 13.11.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:33 Minuten

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Microsoft befindet sich im Wandel. Ich glaube, nie zuvor hat Microsoft so sehr auf seine Nutzer gehört und diesen Zugeständ­nissen gemacht wie in der heutigen Zeit. Unend­licher OneDrive-Speicher, kostenlos nutzbare Office-Apps – das sind nur zwei der Dinge, mit denen Microsoft überra­schen konnte. Windows 10 ist ebenfalls so eine Sache: Zwar gab es auch schon zu Zeiten von Windows 8 eine Vorschau für Entwickler, aber noch nie war diese so öffentlich zugänglich und wurde dabei in mehr oder minder regel­mä­ßigen Abständen aktua­li­siert. So ist am gestrigen Abend Build 9879 der Technical Preview veröf­fent­licht worden, welche mal wieder einige Neuerungen mit sich bringt. 

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Buttons in der Taskbar deakti­vieren: Die zusätz­lichen Buttons für die Suche und die Task-View-Ansicht in der Taskbar lassen sich nun über das Kontextmenü der Leiste deakti­vieren – umständ­liche Umwege wie dieser werden damit hinfällig. Hat viele Nutzer gestört, Microsoft hat diese Stimmen scheinbar erhört. 

Neue Gesten für’s Touchpad: Bereits vor einigen Tagen angekündigt, haben ein paar neue Gesten für Touchpads ihren Einzug in die Preview gefunden. So lässt sich mit einem 3-Finger-Wisch nach oben die Task-View-Ansicht öffnen, ein Wisch mit drei Fingern nach unten minimiert alle geöff­neten Fenster und so weiter. Eine Übersicht über die neue Gesten gab es bereits in diesem Artikel.

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OneDrive Sync: Bislang war es so, dass Microsoft mit Platz­halter-Dateien im OneDrive-Ordner gearbeitet hat. Sprich, Dateien, die im Explorer zwar angezeigt wurden, waren nichts anderes als ein Link zur Datei – was eben dafür sorgte, dass man zum Beispiel im Flugzeug (oder einem anderen Ort ohne Inter­net­ver­bindung) keinen Zugriff auf die Dateien hatte. Dies ändert sich aber nun dank der selek­tiven Synchro­ni­sation, bei der Dateien, die in eurem OneDrive-Ordner im Explorer angezeigt werden, auch wirklich lokal auf eurer Platte liegen. 

Nativer MKV-Support: Der Windows Media Player – und andere Apps – können nun von Haus aus und ohne irgend­welche zusätz­lichen Codecs MKV-Dateien abspielen. 

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Neue Rendering-Engine für den IE: Der Internet Explorer wird mit Edge eine neue Rendering-Engine spendiert bekommen, welche mit dem aktuellen Update für rund 10 Prozent der Nutzer freige­geben worden ist. Damit Nutzer Engine-Fehler einfacher melden können, hat die Toolbar einen kleinen Smilie-Button erhalten, über den man Fehler schnell und einfach melden kann. 

Ordner im Home-Ordner anzeigen: Standard­mäßig öffnet ein Klick auf das Explorer-Icon in der Taskbar immer den Home-Ordner, in dem zum Beispiel eure Biblio­theken und Laufwerke angezeigt werden. Zukünftig lassen sich hier nun auch beliebige Ordner über das Kontextmenü an den Home-Ordner pinnen. 

Arbeiten an der Oberfläche: Wie von Microsoft angekündigt, wird sich auch die Oberfläche von Windows 10 mit der Zeit verändern. So hat man aktuell bereits ein paar Ordner-Icons ausge­tauscht, ein paar Anima­tionen flüssiger gestaltet und dergleichen. 

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Das wären also einmal die Punkte, die Microsoft selbst in ihrem Blogeintrag erwähnen. Daneben scheint es aller­dings auch unter der Haube wieder etliche Neuerungen zu geben, die aller­dings noch nicht freige­geben sind. Die Jungs und Mädels von WinBeta zum Beispiel konnten bereits auf wundersame Weise den neuen Continuum-Start­screen freischalten, den Microsoft auf der Vorstellung von Windows 10 nur kurz angeteasert hat. Aller­dings ist dieser laut WinBeta noch sehr rudimentär und buggy – nähere Details dazu wird es mit Sicherheit Anfang 2015 geben, wenn Microsoft mehr zu Windows 10 für Tablets und Smart­phones preisgibt. 

Das Update – übrigens das letzte in diesem Jahr – erhalten alle Nutzer der Technical Preview früher oder später automa­tisch – wer nicht warten möchte, der kann den Download mitsamt Instal­lation über den Punkt “Update and recovery -> Preview Builds” in der ModernUI-App der PC Einstel­lungen manuell anstoßen. 

Quelle Microsoft