Windows 10 Build 9879: Update der Tech Preview mit zahlreichen Neuerungen

Marcel Am 13.11.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:31 Minuten

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Microsoft befindet sich im Wandel. Ich glaube, nie zuvor hat Microsoft so sehr auf seine Nutzer gehört und diesen Zugeständnissen gemacht wie in der heutigen Zeit. Unendlicher OneDrive-Speicher, kostenlos nutzbare Office-Apps – das sind nur zwei der Dinge, mit denen Microsoft überraschen konnte. Windows 10 ist ebenfalls so eine Sache: Zwar gab es auch schon zu Zeiten von Windows 8 eine Vorschau für Entwickler, aber noch nie war diese so öffentlich zugänglich und wurde dabei in mehr oder minder regelmäßigen Abständen aktualisiert. So ist am gestrigen Abend Build 9879 der Technical Preview veröffentlicht worden, welche mal wieder einige Neuerungen mit sich bringt.

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Buttons in der Taskbar deaktivieren: Die zusätzlichen Buttons für die Suche und die Task-View-Ansicht in der Taskbar lassen sich nun über das Kontextmenü der Leiste deaktivieren – umständliche Umwege wie dieser werden damit hinfällig. Hat viele Nutzer gestört, Microsoft hat diese Stimmen scheinbar erhört.

Neue Gesten für’s Touchpad: Bereits vor einigen Tagen angekündigt, haben ein paar neue Gesten für Touchpads ihren Einzug in die Preview gefunden. So lässt sich mit einem 3-Finger-Wisch nach oben die Task-View-Ansicht öffnen, ein Wisch mit drei Fingern nach unten minimiert alle geöffneten Fenster und so weiter. Eine Übersicht über die neue Gesten gab es bereits in diesem Artikel.

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OneDrive Sync: Bislang war es so, dass Microsoft mit Platzhalter-Dateien im OneDrive-Ordner gearbeitet hat. Sprich, Dateien, die im Explorer zwar angezeigt wurden, waren nichts anderes als ein Link zur Datei – was eben dafür sorgte, dass man zum Beispiel im Flugzeug (oder einem anderen Ort ohne Internetverbindung) keinen Zugriff auf die Dateien hatte. Dies ändert sich aber nun dank der selektiven Synchronisation, bei der Dateien, die in eurem OneDrive-Ordner im Explorer angezeigt werden, auch wirklich lokal auf eurer Platte liegen.

Nativer MKV-Support: Der Windows Media Player – und andere Apps – können nun von Haus aus und ohne irgendwelche zusätzlichen Codecs MKV-Dateien abspielen.

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Neue Rendering-Engine für den IE: Der Internet Explorer wird mit Edge eine neue Rendering-Engine spendiert bekommen, welche mit dem aktuellen Update für rund 10 Prozent der Nutzer freigegeben worden ist. Damit Nutzer Engine-Fehler einfacher melden können, hat die Toolbar einen kleinen Smilie-Button erhalten, über den man Fehler schnell und einfach melden kann.

Ordner im Home-Ordner anzeigen: Standardmäßig öffnet ein Klick auf das Explorer-Icon in der Taskbar immer den Home-Ordner, in dem zum Beispiel eure Bibliotheken und Laufwerke angezeigt werden. Zukünftig lassen sich hier nun auch beliebige Ordner über das Kontextmenü an den Home-Ordner pinnen.

Arbeiten an der Oberfläche: Wie von Microsoft angekündigt, wird sich auch die Oberfläche von Windows 10 mit der Zeit verändern. So hat man aktuell bereits ein paar Ordner-Icons ausgetauscht, ein paar Animationen flüssiger gestaltet und dergleichen.

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Das wären also einmal die Punkte, die Microsoft selbst in ihrem Blogeintrag erwähnen. Daneben scheint es allerdings auch unter der Haube wieder etliche Neuerungen zu geben, die allerdings noch nicht freigegeben sind. Die Jungs und Mädels von WinBeta zum Beispiel konnten bereits auf wundersame Weise den neuen Continuum-Startscreen freischalten, den Microsoft auf der Vorstellung von Windows 10 nur kurz angeteasert hat. Allerdings ist dieser laut WinBeta noch sehr rudimentär und buggy – nähere Details dazu wird es mit Sicherheit Anfang 2015 geben, wenn Microsoft mehr zu Windows 10 für Tablets und Smartphones preisgibt.

Das Update – übrigens das letzte in diesem Jahr – erhalten alle Nutzer der Technical Preview früher oder später automatisch – wer nicht warten möchte, der kann den Download mitsamt Installation über den Punkt “Update and recovery -> Preview Builds” in der ModernUI-App der PC Einstellungen manuell anstoßen.

Quelle Microsoft

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