Windows: TripMode kontrol­liert und blockiert die Daten­nutzung bestimmter Apps beim mobilen Surfen

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Im letzten Jahr habe ich für Mac-Nutzer schon einmal eine kleine App mit dem Namen TripMode vorge­stellt, die seither auf meinem MacBook Air läuft und dort ihren Dienst verrichtet. Zwar gab es in der Vergan­genheit immer mal wieder kleinere Updates, dennoch lief die weitere Entwicklung von TripMode irgendwie an mir vorbei, sodass ich eine recht inter­es­sante Veröf­fent­li­chung gar nicht wahrge­nommen habe, denn TripMode ist nun schon seit einigen Monaten auch für Windows 7, Windows 8.1 und natürlich Windows 10 zu haben. Aber von vorne. Was macht TripMode überhaupt? Kurz gesagt: Es kontrol­liert und blockiert die Daten­nutzung bestimmter Apps. 

Ist im heimi­schen WLAN sicherlich nur bedingt notwendig, anders sieht es aber aus, wenn man unterwegs mit dem Notebook surft. Hat man hier zum Beispiel das Smart­phone als Hotspot aktiv, kann man dem Daten­vo­lumen dabei zuschauen, wie dieses absinkt – mit einem Desktop-System lassen sich in kürzerer Zeit deutlich mehr Daten verbrauchen, als es mit dem Smart­phone der Fall ist. Und genau hier setzt nun TripMode an. Ist die App einmal instal­liert und aktiviert, werden erst einmal sämtliche Anwen­dungen daran gehindert, aufs Internet zuzugreifen – statt­dessen müssen Apps gezielt freige­schaltet werden. 

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So könnte man zum Beispiel dem Browser Zugriff gewähren, während man anderen Apps wie Wunderlist, Dropbox und Co. verbietet, Daten abzugleichen. Kurz: Anwen­dungen, die man unterwegs gerade benötigt können mit dem WWW kommu­ni­zieren, alles andere kann dann ja wieder in einem unbeschränkten WLAN geschehen. Das beste: TripMode merkt sich, in welchem WLAN ihr die App aktiviert habt und ebenso, welche Apps ihr freige­geben habt. Ist TripMode also einmal einge­richtet, passiert der Rest automa­tisch im Hinter­grund. Ihr verbindet euch mit dem Smart­phone-Hotspot, TripMode wird aktiviert. Seid ihr wieder zuhause, wird es automa­tisch deakti­viert.

Für mobile Surfer fast schon ein Pflicht-Download, läuft wie gesagt auf meinem MacBook seit jeher zuver­lässig. Die Testversion kann sieben Tage unein­ge­schränkt auspro­biert werden, danach lässt sie sich nur noch maximal 15 Minuten am Tag nutzen. Die Vollversion ist für etwas über 7 Euro zu haben (7,99 USD), dürfte man dank der hierzu­lande teuren Daten­vo­lumen-Pakete aber recht schnell wieder raus haben – sofern man natürlich zur Zielgruppe gehört und häufiger unterwegs mit dem Notebook arbeitet. 

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