[Wirre Gedanken] Apple Home als „epicenter of change“?

Am 14.04.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:49 Minuten

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Heute Mittag hat Apple die diesjährige WWDC angekündigt und dabei auch das Motto bekannt gegeben: „The epicenter of change“. Ein kleiner Gedan­kengang meiner­seits, ohne Anspruch auf Korrektheit oder Sortierung…

Wie immer bei einer Ankün­digung eines Apple-Events versuchen zahlreiche Personen aus dem Logo und dem Motto eine Richtung heraus­zu­lesen, was sich im Nachhinein oftmals auch als schlüssig erweist. Kann natürlich Zufall sein, genauso kann es aber auch sein, dass sich Apple wirklich etwas bei den verwen­deten Logos denkt. Ein einfach nur dahin gestelltes Logo oder weiteren Sinn würde meiner Meinung nach nur bedingt zu Apple passen, einem Konzern bei dem jede Keynote bis ins kleinste Details durch­ge­plant ist. Hier einmal meine (unsor­tierten) Gedan­ken­gänge rund um die kommende Eröff­nungs­keynote der WWDC 2015, die in den letzten Jahren immer mal wieder für eine Überra­schung gut war. 

Beginnen wir einmal mit dem Logo an sich. Ja, man könnte im Zentrum des Logos mit mehr oder weniger Phantasie die Form eines Apple TV erkennen. Außerdem ein breites Farbspektrum mit quadra­ti­schen Symbolen – könnten Apps sein. Ein Apple TV mit App-Unter­stützung? Wäre denkbar, ist ja immer wieder im Gespräch und nicht nur als Antwort auf den Fire TV von Amazon ein logischer Schritt. Lassen wir diesen Punkt einmal offen dahin­ge­stellt und kommen zu der sicherlich viel wichti­geren Nachricht: „The epicenter of change“. Hierzu lassen sich sicherlich zwei Dinge annehmen: Möglichkeit #1 wäre, dass Apple schlichtweg der Meinung ist, die WWDC stellt den Mittel­punkt von Änderungen dar – iOS 9, Mac OS X 10.11, Apple TV 4. 

Mein erster Gedan­kengang ging jedoch eher in die Richtung, als hätte Apple etwas in der Hinterhand. Ein neues Gerät, das „epicenter of change“. In Kombi­nation mit der zentralen Form des Logos – einem Apple TV – macht beides nur bedingt Sinn. Aller­dings nur dann, wenn man den Apple TV als das sieht, was er derzeit darstellt. Stellen wir uns mal einen Apple TV vor – oder besser gesagt, eine kleine, schwarze Apple-Box. Dank HDMI- und App-Unter­stützung lässt sich die Box wie gehabt ohne Probleme an den Fernseher anschließen. Serien, Musik, Filme, Apps – das gesamte Ökosystem Apples. Apps würden natürlich nur dann Sinn machen, wenn man dem ganzen zusätzlich einen ordent­lichen Speicher gönnt – 32 GB, 64 GB oder mehr, der Mac mini lässt grüßen. 

Da haben wir also unseren Apple TV, welcher so aller­dings noch keinen wirklichen Mittel­punkt darstellt. Was aber, wenn wir diesem eine AirPort-Funktio­na­lität spendieren, sprich wenn er direkt an ein Modem angeschlossen als WiFi-Router fungieren kann? So könnte iPhone, iPad und Apple Watch unter Umständen mit diesem verbunden werden, sodass im Grunde alle Kommu­ni­kation über diese schwarze Box läuft. Statt iTunes eben die Apple-Box zur Verwaltung der iGeräte. Könnte Sinn machen wenn man einmal bedenkt, dass das Geschäft der MacBooks und iMacs nur noch einen vergleichs­weise geringen Teil des Apple’schen Gewinns ausmachen. 

Und als wäre das noch nicht genug, werfe ich einfach mal HomeKit in den Raum. Die offene Apple-Lösung zur Hausau­to­ma­ti­sierung, die andere Hersteller in ihre Apps und Lösungen integrieren können – Philips Hue, Spülma­schinen, Kühlschränke. HomeKit wurde bereits auf der letzt­jäh­rigen WWDC angekündigt, seitdem ist aber Ruhe im Karton. Und hier schließe ich dann einfach mal den Kreis: Ein Apple-TV mit AirPort-Funktio­na­lität, mit dem sich alle „smarten“ Geräte im Haus oder in der Wohnung verbinden. Ein Gerät im Mittel­punkt über den alle Gerät­schaften einge­richtet und verwaltet werden können. Kein Apple TV, vielmehr Apple Home. 

Ja, ich weiß: In dem Artikel stecken sicherlich mehr Speku­la­tionen als alles andere. Dennoch denke ich, dass Apple HomeKit nicht ohne Grund bisher hat etwas unter­gehen lassen und auch das Motto ist nicht ohne Grund gewählt. HomeKit nur über ein iPhone oder iPad würde meiner Meinung nach ohne zentrale Anlauf­stelle nur bedingt anständig umsetzbar sein und ein Smart­phone ist kein zentraler Punkt. Daher kann man die Ansätze sicherlich als „Wunsch­vor­stellung“ meiner­seits betrachten – vielleicht aber auch nicht. Apple Home als „epicenter of change“, des „smarten“ Haushalts.