WordPress: Version 4.4 „Clifford“ veröf­fent­licht

Am 09.12.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:40 Minuten

wordpressmba

Die Entwickler von WordPress haben Version 4.4 „Clifford“, benannt nach dem Jazztrom­peter Clifford Brown, der Blogging-Plattform in finaler Version veröf­fentlich. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Wie immer bei einer Veröf­fent­li­chung gegen Jahres­wechsel kommt auch WordPress 4.4 mit einem neuen Standard-Theme daher, welches konse­quent benannt wird und in dieser Periode „Twenty Sixteen“ heißt. Das Theme spiegelt das ganz klassische Blog-Layout wieder und wurde von Grund auf für mobile Geräte entworfen, ist also auf alle möglichen Display­größen optimiert. Kann man nutzen. Die meisten dürften aber sicherlich eher ein eigenes Theme nutzen, sodass dies eher unter „nice to have“ fällt, für schnelle Blog-Erstel­lungen aber sicherlich praktisch und nicht zu verachten – dennoch kann das Standard-Theme gerne auch als Basis für eigene Theme-Arbeiten genutzt werden. 

Eine wesentlich größere Neuerung betrifft ebenfalls die Anpassung an mobile Geräte: Responsive Images. WordPress ermittelt nun anhand von verschie­denen Faktoren wie Bildschirm­größe, Viewport-Size und Auflösung die ideale Bildgröße und liefert eure einge­bet­teten Bilder automa­tisch in einer passenden Auflösung aus. WordPress setzt dabei auf den Tag „srcset“ und „sizes“ – wer etwas mehr über die neue Funktion erfahren möchte, sollte sich einmal diesen Artikel im WordPress-Dev-Blog zu Herzen nehmen. 

wordpress-4-4-respsonsive-images

Zu guter Letzt noch eine Änderung für Schreiber, denn auch das oEmbed-Feature hat man deutlich ausgebaut. Ab sofort lassen sich nicht nur YouTube-Videos, Twitter-Posts und andere Inhalte einfach per URL in einer eigenen Zeile in Artikel einbetten, sondern dies klappt nun quasi mit fast jeder Webseite. Einzige Voraus­setzung dafür ist, dass diese auf dem oEmbed-Standard setzt. Im gleichen Atemzug hat man natürlich jenen Standart für WordPress-Artikel imple­men­tiert, sodass sich nun eben auch WordPress-Artikel einbetten lassen. Mehr dazu an dieser Stelle.

Zu guter Letzt gibt es aber wie gewohnt auch viele kleinere Neuerungen und Änderungen für Theme- und Plugin-Entwickler. Die Funktion wp_title() gilt nun als veraltet (WordPress rendert den Titel-Tag <title> automa­tisch), Taxonomy-term-metadata ist wie auch die Infra­struktur des REST-API-Plugins direkt in die Version 4.4. integriert worden und Kommentar-Abfragen werden nun automa­tisch gesplittet, was für eine bessere Perfor­mance sorgen soll. 

Ich habe das Update schon durch­geführt, die Beta-Versionen waren berets recht stabil. Wie auch immer gilt aber auch hier: Vor dem Update Backup nicht vergessen – kann man nicht genug erwähnen.

Quelle WordPress