WordPress 5.2 „Jaco“ ist da

Marcel Am 08.05.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:18 Minuten

Das CMS WordPress ist in der Version 5.2 veröffentlicht worden. Gegen Ende des letzten Jahres gab es mit der Version 5.0 und dem neuen Gutenberg-Editor einen größeren Umbruch, die darauf folgende Version 5.1 konzentrierte sich auf Verbesserungen an eben jenem, das jüngst veröffentlichte Update führt den von den Entwicklern angekündigten Reigen an schrittweisen Verbesserungen und Optimierungen des neuen Editors weiter fort. So gibt es neben neuen Blöcken (u.a. für RSS-Feeds, Amazon Kindle Books, Kalender und Suche) auch einen neuen Block-Manager. Dieser listet alle zur Verfügung stehenden Blöcke auf und erlaubt es euch, nicht benötigte Blöcke aus dem UI ausblenden zu können – manchmal möchte man Kernfeatures von Plugin XY nutzen, aber nicht den anhängenden Block. Darüber hinaus hat man mal wieder an der Performance-Schraube gedreht, umfangreiche Beiträge sollen nun um ein Drittel flotter geladen werden.

Ebenso stehen auch die ursprünglich schon für WordPress 5.1 angedachten Features zur Verbesserung der Administration der WordPress-Installation im Fokus des Updates. Namentlich sind das erste Teile der Site Health-Analyse und des WSOD-Schutzes. Site Health (zu finden unter „Werkzeuge“) führt eine Reihe an Tests durch und weist euch im Anschluss auf etwaige Probleme hin – beispielsweise inaktive Plugins oder Themes, fehlendes HTTPS, veraltete PHP-Version und dergleichen. Interessant: Es gibt nicht nur die Standard-Tests von WordPress, vielmehr können Plugins und Themes eigene Tests hinzufügen oder auch bereits bestehende Tests via Filter überarbeiten oder gar gänzlich entfernen, sodass das Tool zukünftig sicherlich noch mehr Debugging- und Support-Informationen liefert.

Mein persönliches Highlight ist jedoch der neue Schutz vor dem White Screen of Death (WSOD) – einem fatalen Fehler im PHP-Code, bei dessen Auftritt sofort abgebrochen wird und die Seite lediglich einen weißen Bildschirm anzeigt. Kennt jeder sicherlich jeder, der hier und da mal etwas herumspielt oder munter Plugins ausprobiert. Bisher mussten derartige fatale Fehler direkt im Code behoben werden, was für Profis machbar, für den einfachen Nutzer aber fast unmöglich ist. WordPress 5.2 hingegen fängt solche Fehler zukünftig ab und zeigt statt einer leeren Seite nun die Fehlermeldungen von PHP. Behebt den Fehler zwar nicht, sorgt aber dafür, dass man eher weiß, wonach man suchen muss. Gleichzeitig schickt WordPress eine E-Mail an den Administrator raus, die einen speziellen Anmelde-Link beinhaltet, über den man sich trotz Fehler einloggen und vorherige Änderungen (z.B. ein Plugin aktiviert) rückgängig machen kann.

Bereits mit der Version 5.1 haben die Entwickler angekündigt, die Mindestanforderungen an die PHP-Version schrittweise zu erhöhen. Den ersten Schritt macht nun die Version 5.2, die mindestens PHP 5.6.20 voraussetzt – anderenfalls verweigert WordPress den Dienst. Der Schritt ist natürlich notwendig, denn die bisher geforderte Version 5.2.4 hat bereits zwölf Jahre auf dem Buckel, PHP 5.6.20 immerhin „nur“ drei Jahre. Freut Entwickler und die Sicherheit. Apropos Entwickler: Auch die bekommen mit dem Update neue Spielzeuge an die Hand. Zum Beispiel lässt sich via „wp_body_open()“-Funktion nun Code unmittelbar nach dem Body-Tag einbauen, sofern das Theme die Funktion bereits nutzt. Außerdem gibt es neue Content-Filter, Anpassungen des Login-Header und Verbesserungen an und rund um die Datenschutz-Seite von WordPress – inklusive neuem privacypolicy-Template. Eine Übersicht mit weiteren Infos und Beispielen findet ihr hier und hier.

Quelle WordPress

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