WordPress 6.2 „Dolphy“ veröffentlicht

Marcel Am 30.03.2023 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:22 Minuten

Das offene Content Management System WordPress ist jüngst in der Version 6.2 (Codename „Dolphy“) veröffentlicht worden. Das Update bringt insgesamt mehr als 292 Verbesserungen und 394 Fehlerbehebungen mit.

Wie auch bei den anderen größeren Updates in den letzten Monaten zielt auch das erste Major-Release im Jahre 2023 in Form der Version 6.2, deren Codename „Dolphy“ zu Eheren des Jazz-Multiinstrumentalisten Eric Allan Dolphy Jr. gewählt wurde, zu einem Großteil auf den Gutenberg-Blockeditor (und alles, was damit zusammenhängt) ab. So gibt es neue und mehr Möglichkeiten zur Bearbeitung der Webseite und eine neue ablenkungsfreie Art zu Schreiben. So wurde zum Beispiel die linke Seitenleiste im Site-Editor verändert, sodass dort nun zwischen Template und Template-Teilen hin und her gewechselt werden kann, ohne ein Ausblenden der Webseiten-Vorschau im rechten Teil der Ansicht – ein Klick auf die Vorschau schaltet umgehend in den Bearbeitungsmodus des jeweiligen Elements. Außerdem erleichtert eine neue Seitenleiste die Bearbeitung der Webseiten-Navigation: In dieser können Menüelemente schnell hinzugefügt, entfernt oder neu neu angeordnet werden – unabhängig von der Komplexität der Menüs.

Der neue, überarbeitete Block-Inserter soll für mehr Sichtbarkeit und einen einfacheren Zugriff auf die benötigten Inhalte liefern. Hier wurde nun die Bibliothek von Openverse mit ihren mehr als 600 Millionen kostenlosen, offen lizenzierten Stock-Fotos und Audiofiles integriert und ist direkt aus dem Editor heraus durchsuchbar. Der Tab „Medien“ ermöglicht es, Inhalte schnell per Drag’n’Drop aus der bestehenden Mediathek in den Beitrag einzufügen und beherbergt nun auch die die Bibliothek von Openverse mit ihren mehr als 600 Millionen kostenlosen, offen lizenzierten Stock-Fotos und Audiofiles, die sich ebenso direkt aus dem Editor heraus durchsuchen und einfügen lassen. Über die geteilte Ansicht lassen sich Vorlagen schneller auffinden. Aufgeräumt wurden auch die Block-Einstellungen in der Seitenleiste, die nun mit Tabs für Einstellungen und Stile organisiert ist und so die jeweiligen Werkzeuge leichter erkenn- und erreichbar machen.

Weiterführend gibt es ein neues Stilbuch, welches jeden Block in der Bibliothek eurer Webseite visualisiert und Block-Stile lassen sich zwischen Blöcken kopieren und einfügen. Um noch mehr Feinarbeit zu leisten, lässt sich nun CSS zu eurer Webseite oder einzelnen Blöcken hinzufügen. Gruppenblöcke der obersten Ebene können am oberen Seitenrand angeheftet werden, sodass sie auch dann im Blick bleiben, wenn Besucher auf der Seite scrollen. Bevorzugte Widgets aus klassischen Themen lassen sich in Block-Themes importieren und die Standard-Themes von WordPress bieten nun integrierte Google Fonts. Inzwischen doch ganz nett gemacht ist der ablenkungsfreie Modus, in dem sich nun sämtliche Bedienfelder und Steuerelemente ausblenden lassen.

Die oben genannten Neuerungen sind aber nur die für den „klassischen“ Benutzer sichtbaren Änderungen. Unter der Haube gibt es – vor allem natürlich für Entwickler von Themes und Plugins – natürlich noch viel mehr zu entdecken und nutzen. Größte Neuerung dürfte die neu eingeführte HTML API darstellen, mit der sich zum Beispiel HTML-Tags ohne viele Zeilen um Attribute erweitern lassen – weitere Features sollen mit folgenden Updates folgen. Darüber hinaus gibt es einen neuen Wrapper für l18N-Lokalisationen, die Filesystem API wurde um die Funktion move_dir() ergänzt und einiges mehr. Eine vollständige Liste mit allen Änderungen findet ihr wie gewohnt im Fieldguild zur Version 6.2. In diesem Sinne nun ein fröhliches Update, für das natürlich wie immer gilt: Ein vorheriges Backup schadet nicht – es kann immer mal irgendwas schief laufen oder quer setzen.

Quelle WordPress

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