Automattic veröf­fent­licht Mac-App für WordPress.com- und Jetpack-Nutzer

Am 23.11.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:56 Minuten

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Automattic, die Firma hinter WordPress.com, hat ihrer Blog-Plattform in einer völlig neuge­schrieben Version veröf­fent­licht und zeitgleich dazu auch eine „native“ Mac-App veröf­fent­licht.

Erst einmal zum kurzen Hinter­grund: Bei WordPress.com handelt es sich um einen Premium-Hoster, ähnlich wie Tumblr. Nutzer können sich schnell ihr eigenes Blog erstellen und bekommen ein paar Hilfs­mittel und Themes an die Hand – in der Basis­version kostenlos, aber natürlich mit größeren, kosten­pflich­tigen Paketen. WordPress.com setzt dabei – wie es der Name schon verrät – auf die offene Blogging-Plattform WordPress(.org), das sind aber auch fast schon die einzigen Gemein­sam­keiten. Und eben jenes WordPress.com ist heute in einer von Grund auf neuge­schrieben Variante veröf­fent­licht worden, statt PHP kommt hier nun primär JavaScript zum Einsatz. Im gleichen Atemzug hat man aber auch eine mehr oder weniger native Mac-App veröf­fent­licht, womit wir auch schon beim eigent­lichen Thema wären. 

Diese Mac-App ist jedoch nicht nur für WordPress.com-Nutzer inter­essant, sondern auch für all jene, die das Jetpack-Plugin oder einzelne Module von eben diesem nutzen, denn bekanntlich lassen sich so auch verein­zelte Features von WordPress.com mit einer eigenen WordPress-Instal­lation nutzen. Was bietet die Mac-App? Im Grunde nichts, was man nicht auch über den Browser erledigen könnte, im Vergleich zum Backend einer eigenen WordPress-Instal­lation ist man sogar noch ein wenig beschränkter, vor allem was die Integration von Plugins betrifft. Wer die mobilen WordPress-Apps für iOS und Android kennt, dem wird auch die Mac-App vertraut vorkommen. 

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Zugriff auf Blog-Artikel und Seiten, natürlich mit der Möglichkeit, diese Erstellen und Bearbeiten zu können. Des Weiteren gibt es die bekannten Jetpack-Statis­tiken, Kommentare und Inter­ak­ti­ons­mög­lich­keiten, ein paar Seiten-Einstel­lungen und den WordPress-eigenen Reader. Wirklich nativ ist die App dabei aller­dings nicht, letztlich handelt es sich nur um einen Wrapper für WordPress.com – dennoch reagiert die App aufgrund des neuen Unterbaus recht flott. Einzig wirklich „nativ“ wären zum Beispiel die Unter­stützung für den Vollbild­modus von OS X und Benach­rich­ti­gungen. Eine App für Windows und Linux fehlt aktuell noch, soll aber folgen. 

Für Besitzer eines Blogs auf WordPress.com sicherlich eine nette Sache mit einem (leichten) Mehrwert. Wer WordPress aller­dings auf seinem eigenen Server hostet, der dürfte sich trotz der Möglichkeit, mittels Jetpack ein paar Funktionen mitein­ander zu verknüpfen, eher etwas eingeengt fühlen, wobei das Erstellen von Artikeln auch hier ohne Weiteres möglich wäre. Der einzige Vorteil wäre eben, dass man nicht immer nur im Browser bezie­hungs­weise in einem Browser-Tab arbeiten muss – ist letztlich auch ein klein wenig Geschmack­sache… Was ich mir aber wüschen würde, wäre eine Imple­men­tierung der neuen Calypso-Basis für das Backend von WordPress.org.

WordPress-App für Mac OS X herun­ter­laden

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Quelle Jetpack via @ReneHesse