WordPress-Tipp: Eigene Bilder gegen Bilderklau mittels htaccess absichern

Marcel Am 03.07.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:02 Minuten

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Es kommt immer wieder mal vor, dass diverse Spackos komplette Feeds abgrasen und diesen Content als eigene Kreation auf der Webseite verbreiten. Nicht nur mehr als ärger- und lächerlich, hinzu kommt noch, dass zum Beispiel auch Bilder direkt mitgeladen werden, was zusätzlichen Traffic erzeugt. Eine andere Möglichkeit ist die, dass einfach nur eure Bilder direkt verlinkt und angezeigt werden – ebenso ohne Backlink, ebenso fällt das ganze auf euren Traffic zurück. Doch wer einen eigenen Webspace betreibt und Zugriff auf eine .htaccess besitzt, der kann sich wehren.

Dazu müsst ihr eure .htaccess bearbeiten – entweder befindet sie sich schon auf eurem Webspace, anderenfalls müsst ihr eine Textdatei erstellen, diese hochladen und dann in .htaccess umbenennen (der Punkt vorne ist wichtig). In diese Datei müssen nun die folgenden Zeilen eingefügt werden:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://(.+\.)?eureurl\.de/ [NC]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
RewriteRule .*\.(jpe?g|gif|bmp|png)$ euregrafik.jpe [L]

Was machen diese paar Zeilen? Im Grunde nichts anderes, als den Referrer abzufragen – sprich den Server, welcher auf eure Bilder zuzugreifen versucht. Ist dieser nicht eure URL, so wird eine andere, definierte Grafik ausgegeben (in meinem Falle: siehe oben ;-)). Natürlich müsst ihr den Part „eureurl\.de/“ und „euregrafik.jpg“ anpassen: Ersteres muss eure URL enthalten (ohne WWW oder ähnlichem), der zweite Part ist die URL zum gewünschten Bild. In meinem Falle sieht das ganze so aus:

Bildschirmfoto 2013-07-02 um 00.23.00

Ihr solltet nur beachten: Eure Ersatzgrafik sollte auf .jpe enden. Ansonsten gerät die Anfrage in einen Kreislauf und es passiert letztlich nichts: Die Bildanfrage wird erkannt, das JPG-Bild wird ersetzt, die Bildanfrage (der Ersatzgrafik) wird erkannt, das JPG-Bild (also die Ersatzgrafik) wird ersetzt – und so weiter und so fort. Das könnt ihr eben ganz einfach umgehen, indem ihr statt der Endung .jpg eben .jpe nutzt.

Allerdings gibt es bei dieser Sache auch ein größeres Problem: Denn nicht nur solche Content-Scrapper bekommen eure Ersatzgrafiken angezeigt, auch RSS-Reader wie Feedly bekommen diese zu spüren. Dagegen hat man nun zwei Möglichkeiten: Entweder man fügt für jede freigegebene Webseite eine weitere Zeile unter „RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http://(.+\.)?eureurl\.de/ [NC]“ ein und passt die URLs entsprechend an – dies hat den Nachteil dass es natürlich sehr viele Seiten gibt, die man freigeben müsste.

Eine andere Alternative wäre es, nur bekannte Seiten von solchen Spackos zu sperren. Dazu müsst ihr den Code, beziehungsweise die ersten beiden Zeilen etwas abändern. Genauer gesagt müsst ihr einmal ein Ausrufezeichen entfernen, zum anderen eine Zeile löschen. Sieht dann wie folgt aus:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?urldesspackos\.de/ [NC]
RewriteRule .*\.(jpe?g|gif|bmp|png)$ euregrafik.jpe [L]

Die zweite Zeile kann nun beliebig oft kopiert und mit URLs versehen werden – der Rest (zum Beispiel die Sache mit der Endung) ist identisch. So bekommen dann nur jene Seiten eure Ersatzgrafik angezeigt, die auch in der Liste stehen.

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