WWDC 2014: Ein kleiner Rückblick über die letzten 12 Jahre der Entwicklerkonferenz

Marcel Am 26.05.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:31 Minuten

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In wenigen Tagen beginnt die diesjährige Apple-Entwicklerkonferenz World Wide Developer Conference – kurz: WWDC. Trotz dessen, dass es eigentlich eine reine Veranstaltung von und für Entwickler ist (richtig: daher auch der Name), nutzte Apple zumindest die Eröffnungskeynote in der Vergangenheit eigentlich auch immer, um den anwesenden Entwicklern, aber auch den „einfachen Endnutzern“ die nächsten Versionen von iOS und OS X zu präsentieren und neue Hardware vorzustellen.

2002 stellte Apple das neue Mac OS X 10.2 „Jaguar“ mit QuickTime 6 vor und beerdigte symbolisch während der Keynote den Vorgänger von OS X Mac OS 9, welches ab diesem Zeitpunkt nicht mehr weiterentwickelt wurde. Das Video der (natürlich) getürkten Beerdigungszeremonie findet ihr zum Beispiel hier auf YouTube.

2003 gab es dann mit dem neu vorgestelltem Power Mac G5 einen ersten Mac mit 64-Bit-Technologie und eine ganze Reihe von noch heute bekannten Apple-Tools wurden erstmals in Version 1.0 auf dem Markt gebracht: Safari, iPhoto, iMovie, iDVD und iChat. Die knapp 3.000 Teilnehmer der WWDC konnten sich über einen kleines Geschenk freuen, denn für jeden Besucher gab es eine iSight-Webcam gratis.

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2004 schickte Apple einige Häme in Richtung Microsoft, denn eigentlich sollte der XP-Nachfolger mit dem Codenamen „Longhorn“ bereits Ende 2003 veröffentlicht werden, stattdessen war auch im Sommer 2004 noch nichts davon zu sehen („Longhorn“ aka Vista kam erst 2007) und so brachte Apple unter dem Titel „Introducing Longhorn“ Mac OS X 10.4 Tiger auf den Weg. Weitere Banner auf der WWDC, die gegen Microsoft schossen: “Redmond, start your photocopiers”, “Remond, we have a problem” und “This should keep Redmond busy”. Des Weiteren gab es aber auch neue  Cinema Displays in 20″-, 23″- und 30″-Widescreen und iTunes bekam eine Podcast-Unterstützung.

2005 konnte Apple nicht nur rund 75% Marktanteile für den iPod verkünden, sondern machte auch den bis dato größten technischen Schnitt in Sachen Hardware: Statt wie bisher auf die PowerPC-Architektur zu setzen, hat man sich nun Intel ins Boot geholt. Ein neues OS X gab es dafür jedoch nicht, lediglich eine Vorschau zu OS X 10.5 „Leopard“ wurde gezeigt.

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2006 machte Apple dann aus der Ankündigung aus dem Vorjahr ernst und brachte den neuen Mac Pro mit Intel-CPU für den eingestaubten PowerMac G5. Außerdem gab es mal wieder etwas Neues zu Mac OS X 10.5 „Leopard“, zu dem man bereits ebenfalls im Vorjahr eine kleine Vorschau gezeigt hatte – veröffentlicht wurde dieses jedoch noch immer nicht. Stattdessen stellte man erstmals die Time Machine und Boot Camp vor.

2007 dann aber war es endlich so weit und der Leopard wurde freigelassen (wenn auch final erst ein paar Monate später). Als „One more thing“ gab es die Ankündigung, dass man Version 3.0 des Safari-Browsers auch auf Windows portieren wolle, kurz darauf wurde die eine erste Beta für Mac OS X, Windows XP und Windows Vista scharf geschaltet. Neben diesem „One more thing“ gab es auch noch ein „One last thing…“ und hier ging man dann noch mal auf das iPhone ein, welches bereits rund ein halbes Jahr zuvor erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde: So wurde eine Möglichkeit vorgestellt, wie Entwickler eigene Apps für das iPhone OS entwickeln können – nämlich als Web-Apps mit Ajax und Co. Dies sorgte für lange Gesichter bei den anwesenden Entwicklern, viele haben auf ein „echtes“ SDK für Drittanbieter-Apps gehofft.

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2008 dann gab es dieses SDK, mit dem Entwickler eigene, native Apps für das iPhone OS  2.0 entwickeln können. An neuer Hardware wurde das iPhone 3G präsentiert, ebenso gab man bekannt, dass der .Mac-Service durch MobileMe ersetzt werden würde. Zu letzt gab es dann noch eine kleine Vorschau auf Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“. #FYI: Die WWDC 2008 war die erste WWDC, welche bereits im Vorfeld „ausverkauft“ war.

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2009 gab es dann wieder einmal ein neues iPhone: Das iPhone 3GS mitsamt des iPhone OS 3.0, welches fortan nur noch iOS heißt. In Sachen Mac gab es nicht nur eine ausführlichere Vorstellung von OS X 10.6 „Snow Leopard“, sondern auch ein Refresh der MacBooks, MacBook Pros und MacBook Airs.

2010 verkündete Apple rund vier Milliarden App-Downloads im App Store – auf einer riesigen Wand aus Cinema Displays, welche recht eindrucksvoll etliche App-Icons zeigten, säuberlich sortiert nach der Icon-Farbe. Der Fokus lag jedoch auf etwas anderes, nämlich dem iPhone 4, welches erstmals ein gänzlich neues Design erhielt – auch iOS 4, Safari 5 mit FaceTime erblickte das Licht der Welt. BTW: Das iPhone 4 war das letzte iDevice, welches auf einer WWDC vorgestellt worden ist.

2011 fand dann die letzte Keynote von und mit Steve Jobs ab, welcher am 6. Oktober desselben Jahres verstarb. Gezeigt wurde Mac OS X 10.7 „Lion“, welches einige Funktionen von iOS „zurück auf den Mac“ bringen sollte. Ebenso gab es eine Präsentation zu iOS 5 und die iCloud wurde ins Leben gerufen – dafür allerdings musste der 2008 eingeführte Dienst MobileMe weichen.

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2012 dann gab es eine kleine Überraschung, denn Apple warf das MacBook Pro mit 17 Zoll aus dem Hardware-Portfolio. Ersatz gab es in Form des MacBook Pro mit Retina Display und 15,4 Zoll. Bezüglich iOS gab es lediglich eine kleine Vorschau auf iOS 6 (erschien dann mit dem iPhone 5 im Herbst), der Sprachassistent Siri erblickte erstmals das Licht der Welt und mit den Apple Maps gab es den ersten großen Fail bei Apple.

2013 waren die Tickets für die 24. WWDC innerhalb von 71 Sekunden restlos vergriffen – neuer Rekord. Auf Hardware Seiten wurde ein neues MacBook Air vorgestellt, ebenso teaserte man den völlig neuen Mac Pro an. Außerdem gab es eine ausführliche Demonstration von iOS 7 mit seinem völlig neuen Design und auf OS X 10.9 „Mavericks“ – das erste OS X, welches auf die Benennung nach Raubkotzen verzichtete.

Und 2014? Hier dürfte man sicherlich iOS 8 und OS X 10.10 aka „Was-auch-immer“ vorstellen, würde zumindest in den Rahmen passen. Würde ich wetten auf eine Veröffentlichung der beiden Systeme abgeben müssen, so würde ich mal tippen, dass OS X 10.10 gegen Anfang/Mitte August erscheint, iOS 8 hingegen erst mit einem neuen iPhone im September oder Oktober. Neue Hardware? Hier rechne ich persönlich nur mit überarbeiteten MacBook Airs und Retina, was neue iPhones, iPads oder völlig neue Produkte betrifft, so glaube ich nicht daran – ist wohl eher was für ein eigenes Herbst-Event. Was aber sicherlich kommen kann: Die vierte Generation des Apple’schen Hobbys, dem Apple TV. Frage an euch in die Runde: Was erwartet ihr euch von der diesjährigen WWDC?

Bildquelle & via CultOfMac

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