Yo 2.0: Der wohl merkwür­digste Messenger geht in die nächste Runde

Am 16.06.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:37 Minuten

Yo Main Screens

Kann sich noch jemand an Yo für iOS, Android und Windows Phone erinnern? Vor rund einem Jahr ist er dermaßen durch’s Dorf gejagt worden, dass sogar die sprich­wört­liche Sau nur neidisch drein geschaut hat. Was und wieso konnte und kann niemand genau sagen, denn immerhin konnte der Messenger nichts anderes, als einem Kontakt mit einem kurzen Tap ein knappes „Yo“ zu übermitteln. Nichts anderes. Dennoch konnte man laut eigenen Angaben im letzten Jahr über 150 Millionen Nutzer für sich gewinnen. Wie es dann aber immer so ist, flachte der Hype enorm ab, sodass der Messenger inzwi­schen wieder etwas in Verges­senheit geraten ist. Und genau das wollen die Entwickler derzeit scheinbar wieder ein wenig umkehren, denn recht aktuell ist Version 2.0 des wohl kurio­sesten Messenger veröf­fent­licht worden. 

So haben mit dem jüngsten Update nun auch Gruppen­chats Einzug in die App gefunden, des Weiteren könnt ihr auch jenen Kontakten ein „Yo“ zukommen lassen, die den Messenger selbst nicht nutzen – diese können sogar antworten, ohne sich vorher Regis­trieren zu müssen. Des Weiteren hat man die Oberfläche etwas umgestaltet: Als Haupt­screen dient eure Yo-Inbox, per Wisch nach links könnt ihr entweder euren Standort oder neuer­dings auch ein Foto verschicken. Die Beson­derheit bei Letzterem: Es gibt keine Filter, keine Kommen­tar­funktion – und keine Möglichkeit, dass Bild nochmal aufnehmen zu können. Nehmt ihr also ein Bild auf, so wird dies zwangs­läufig verschickt, sollte man unter Umständen dran denken.

Ob man den Hype mit der Version 2.0 (die übrigens aktuell nur für iOS verfügbar ist) wieder­holen kann? Ich denke nicht. Spannend wäre es einmal zu wissen, wie viele von den 150 Millionen Nutzern den Dienst wirklich noch nutzen – ich behaupte einfach mal frei in den Raum, dass eine absolute Mehrheit den Dienst ungenutzt und ohne Account-Löschung vom Smart­phone gelöscht hat. Der Witz war eben, dass man nur ein simples „Yo“ verschicken kann – gegen „echte“ Messenger, allen voran natürlich WhatsApp und Facebook, dürfte man aber auch mit einem leicht erwei­terten Funkti­ons­umfang keinerlei Chancen haben. Oder was meint ihr? 

Yo.
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Info

Die Apps für Android und Windows Phone, sowie die Chrome-Erwei­terung haben (bislang) noch kein Update erhalten. 

Yo
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Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche
Yo
Entwickler: justyo.co
Preis: Kostenlos

Quelle Yo via Product Hunt