YouTube: „GEMA-Tafeln“ gesperrter Video sind rechtswidrig, müssen entfernt werden

Marcel Am 26.02.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:23 Minuten

gemayoutube

Viele Videos auf YouTube sind in Deutschland gesperrt, statt ein Bewegtbilder bekommt der Nutzer hier nur die allseits bekannte Aussage zu Gesicht: „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Hier suggeriert YouTube, dass Schuld bezüglich der Sperrung der Videos ganz allein auf Seiten der Verwertungsgesellschaft zu suchen ist, was laut GEMA so aber nicht ganz richtig ist.

Stattdessen sperrt YouTube zahlreiche Videos ohne ein Zutun der GEMA, was GEMA-Chef Harald Heker schon einmal als “reine Stimmungsmache” bezeichnet hat. Aus diesem Grunde hat man bereits vor etwas mehr als einem Jahr eine Unterlassungsklage vor dem Landgericht München eingereicht. Das Ergebnis der Richter: Stattgegeben, die Verwertungsgesellschaft werde durch die Sperrtexte herabgewürdigt und angeschwärzt, außerdem spiegeln sie eine “absolut verzerrte Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien zu Lasten der GEMA” wieder.

youtube-gema-sperrung

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, YouTube könnte natürlich noch Rechtsmittel einlegen, wodurch sich das ganze noch weiter in die Länge ziehen würde. Sollte das Urteil dann aber einmal rechtskräftig werden, muss YouTube die Texte der Sperrtafeln ändern und bei Zuwiderhandlung jeweils ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro zahlen. Soweit, so gut. Oftmals wird an diesen Stellen gerne gegen die GEMA geschossen, was meiner Meinung nach aber so nicht gänzlich haltbar ist – denn auch YouTube ist anscheinend nicht wirklich um eine Lösung des Problems bemüht.

Die GEMA verlangt eine Per-Stream-Minimumvergütung in Höhe von 0,375 Cent, YouTube will diese aber nicht zahlen und so schieben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Natürlich kann man gegen die GEMA schießen, immerhin konnte YouTube in anderen Ländern Einigungen erzielen, andererseits gibt es auch hierzulande zahlreiche Dienste, die sich wiederum mit der GEMA einigen konnten. Hat ein wenig was von Kindergarten, letztlich sind die Dummen aber immer die Nutzer.

Quelle GEMA Pressemitteilung via MobiFlip

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