Yunar: Neue Kundenkarten-App für iOS und Android der Deutschen Bank

Marcel Am 18.02.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:04 Minuten

Kundenkarten und Bonusprogramme wie Payback, IKEA Family, DeutschlandCard und Co. sind für einige eine lästige Angelegenheit, die sich zu vermeiden gilt. Für andere sind sie aus dem Shopping-Alltag nicht mehr wegzudenken – Payback beispielsweise kann in Deutschland rund 30 Millionen Nutzer vorweisen. Und ist man fleissig, sammeln sich ein bis zwei Hände voll mit Kundenkarten an – neben den genannten Karten gibt es ja auch noch Mitgliedskarten wie jene des ADAC, Shell und so weiter. In der Vergangenheit haben sich schon einige Apps daran versucht, dieses Sammelsurium in der Geldbörse zu reduzieren, indem man die Karten auch virtuell aufs Smartphone ablegt, Stocard dürfte diesbezüglich die bekannteste und zumeist genutzte App darstellen. Nun hat die Deutsche Bank mit ihrer App Yunar, die für iOS und Android zur Verfügung steht, ebenfalls einen solchen Versuch gewagt.

Ich konnte mir Yunar zuerst im November des letzten Jahres anschauen, zu diesem Zeitpunkt befand sich die App noch in der Beta-Phase und war nur bedingt zu gebrauchen. Es fehlten zu viele Kundenkarten und Bonusprogramme, es wurden nur selten scannbare Codes angezeigt und so weiter und so fort. Man hat aber stetig an der App gefeilt, sodass die erste Version nun an den Start gehen konnte. Die App erlaubt es euch, bis zu 200 in Deutschland verbreitete Bonusprogramme zu hinterlegen – darunter Payback, DeutschlandCard, BahnBonus, Miles & More, Ikea, Douglas und Karstadt. Ebenso ist es bei einigen Programmen möglich, sich direkt in der App die bereits gesammelten Treuepunkte anzeigen zu lassen und digitale Coupons zu aktivieren – beispielsweise ist das bei DeutschlandCard der Fall.

Auch eigene Karten lassen sich hinterlegen, leider werden in einem solchen Fall weiterhin keine scannbaren Codes angezeigt und es können nur wenig Informationen hinterlegt werden. Aber Yunar soll stetig gemäß der Nutzerwünschen weiterentwickelt und langfristig sogar zu einer virtuellen Geldbörse ausgebaut werden. Soll heißen, dass in weiteren Ausbaustufen auch Bankleistungen wie das mobile Bezahlen beziehungsweise die Multibank-Aggregation oder auch Nichtbank-Dienstleistungen wie die digitale Identität geplant sind. Halte ich persönlich für zu weit hergeholt, denn bezüglich des mobilen Bezahlen braucht es eigentlich keine weitere Insellösung und digitale Ausweismöglichkeiten müssten von anderer Stelle zunächst einmal legitimiert und beschrieben werden, damit dies auch wirklich nützlich sein kann.

Das sei noch erwähnt: Yunar ist zwar eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank, hat jedoch ein eigenes Management, eigenes Team, eigene IT und ist daher nicht mit der Bankenbilanz verbunden – so kann man freier agieren und entwickeln. Mal sehen, ob man sich hier nicht im Niemandsland verrennt, dies wird aber erst die Zeit zeigen. Das, was die App zum jetzigen Zeitpunkt aber verspricht, sieht im Vergleich zu anderen Lösungen wie Stocard in meinen Augen jedoch einiges frischer und moderner aus. Bitte im Hinterkopf behalten: Zwar akzeptieren die meisten Geschäfte inzwischen digitale Kundenkarten und sind mit Scannern ausgestattet, die auch Smartphone-Displays scannen können. Offiziell ist dies seitens vieler Programme aber nicht vorgesehen, erst recht nicht mit Third-Party-Apps…

Yunar – Kundenkarten-App
Yunar – Kundenkarten-App
Entwickler: Ambidexter GmbH
Preis: Kostenlos
Yunar – Kundenkarten-App
Yunar – Kundenkarten-App
Entwickler: Ambidexter GmbH
Preis: Kostenlos

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