Zens ZEDC01B angeschaut: Duales Qi-Ladegerät für zwei Geräte

Am 18.02.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:16 Minuten

Immer mehr Smart­phones und Tablets unter­stützten inzwi­schen das kabellose Aufladen mittels des Qi-Ladestan­dards, zumindest aber gibt es für nahezu sämtliche Modelle einen entspre­chenden Adapter, falls das Gerät mal nicht von Haus aus kabellos befeuert werden kann. Auch ich habe mich in der Vergan­genheit schon häufiger mal als Fan des kabel­losen Laden geoutet und habe hier im Blog auch schon die ein oder andere Qi-Ladestation vorge­stellt – allen voran mein bishe­riger Favorit, die Nokia DT-910. Nun aber habe ich meine zwei seltener verwen­deten Geräte, das Lumia 1020 und das Nexus 4, auf eine Ablage unter dem Schreib­tisch verfrachten wollen – wollte aber mangels Steck­dosen nicht unbedingt zwei Ladepads verwenden und habe ich mich somit mal auf die Suche nach einem Ladepad gemacht, welches gleich­zeitig zwei Geräte befeuern kann. Als einziger annehmbare Treffer stellte sich dabei eine Ladestation mit dem wenig sagenden Namen Zens ZEDC01B heraus, die ich mir daraufhin einmal etwas näher angeschaut habe. 

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Der Liefer­umfang des Zens Qi ZEDC01B kommt recht sparta­nisch daher, denn neben dem Dual-Ladepad selbst findet man lediglich noch das passende Netzkabel für den Betrieb in der Verpa­ckung vor. Dabei sind mir direkt einmal zwei Dinge negativ aufge­fallen: Zum einen verwendet Zens hier einen proprie­tären Anschluss, was aber auch nicht weiter tragisch ist, wenngleich ich mir einen USB-Anschluss gewünscht hätte – wobei fraglich wäre, ob dieser die gewünschte Ladung bringen kann. Zweiter Kritik­punkt: Scheinbar gibt es keine Einheiten mit einem Stecker für deutsche Steck­dosen – statt­dessen wird grund­sätzlich nur ein UK-Stecker mitge­liefert. Konnte Zufall sein, sodass ich einmal ein neues Gerät geordert habe – aber auch hier lag nur ein UK-Netzteil bei. Ist ebenfalls nicht ganz so tragisch, da brauchbare Adapter nicht mehr die Welt kosten – aber eben mehr als unschön, zumal die Ladestation mit rund 75 Euro auch nicht gerade günstig ist. 

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Okay, zur Ladestation selbst: Diese weist eine Fläche von etwa 21,5 x 19 Zenti­metern auf und ist durch­gehend gerade einmal 1,5 – 2 Zenti­meter dick. Während die Oberseite aus Glas bezie­hungs­weise Plexiglas besteht und dementspre­chend wertig aussieht und sich auch so anfühlt, ist der Rest des Gehäuses aus einem stabilen, matten und leicht angerautem Kunst­stoff gefertigt – was sich nicht weniger wertig anfühlt. Auch in Sachen Verar­beitung kann man nicht meckern, alles so, wie es soll und wie man es von einer hochprei­si­geren Ladestation auch erwarten kann.

An der Rückseite finden wir neben dem Stecker für das Netzteil auch noch einen USB-Anschluss vor, über den man auch Geräte befeuern kann, die nicht Qi-kompa­tibel sind. Auch eine nette Sache, spart man sich so unter Umständen sogar eine dritte Steckdose.

Und ansonsten? Nunja – das Laden der Qi-fähigen Geräte ist bekanntlich simpel: Auflegen, fertig. Dabei besitzt das Zens Qi ZEDC01B pro Seite sieben Ladespulen, sodass man das Gerät nicht wie bei den günsti­geren Ladepads genau­estens positio­nieren muss, sondern das Gerät meist schon bei dem ersten Versuch korrekt liegt – was letztlich über eine kleine blaue LED über dem Ladefeld angezeigt wird. Ist das Gerät dann vollständig geladen (was wie gewohnt einen Tick länger dauert als über Kabel), so erlischt die Leuchte. Verliert das Smart­phone dann im Laufe der Zeit wieder etwas an Akkuka­pa­zität, so beginnt das Qi-Pad erneut mit dem Laden, sodass ihr zum Beispiel am Morgen immer ein vollständig geladenes Gerät in den Händen haltet. 

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Durch die Glasober­fläche des Ladepads kann es natürlich gerade bei glatten und abgerun­deten Geräten passieren, dass sich diese durch die Induk­ti­ons­spannung verschieben – zumindest bei meinem Nexus 4 (Glasrück­seite) ist das nicht der Fall, hier blieb das Gerät passend liegen. Auch die Nutzung von Hüllen ist natürlich hinderlich, wobei das Zens Qi mit Taschen und Hüllen von bis zu 5 Milli­meter Dicke zurecht kommen sollte – zumindest war das bei den von mir getes­teten Lumia 1020 und dem Nexus 4 der Fall. Ein Summen des Netzteils oder Brummen des Ladepads war dabei konse­quent nicht zu hören. 

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Fazit? Mit angeschla­genen 75 Euro eine etwas hochprei­sigere Qi-Ladestation, wobei an bedenken sollte, dass man für anständige Single-Ladepads auch 30-35 Euro ausgeben kann. Und in Sachen Material und Verar­beitung gibt es an dieser Dual-Ladestation aus dem Hause Zens gar nicht viel auszu­setzen – lediglich der UK-Stecker könnte hier als Kritik­punkt dienen. Ansonsten aber macht die Ladestation genau das, was sie soll und das ist eben das Befeuern von zwei Geräten per Qi-Standard gleich­zeitig (wobei nicht nur Smart­phones geladen werden können, sondern auch kleinere Tablets), zusätzlich gibt es eben noch einen USB-Anschluss. Wer auf der Suche nach einer Dual-Ladestation ist, der kann hier beden­kenlos zuschlagen, klare Kaufemp­fehlung – alle anderen nutzen eben einzelne Ladesta­tionen.