1Password bekommt Familien-Abo mit eigenem Cloud-Speicher. Ein erster Wink mit dem Zaunpfahl?

Am 17.02.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:57 Minuten

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Der Passwort-Manager 1Password wird zukünftig auf ein Abo-Modell setzen, dieses ist aller­dings nur optional und nur für Familien mit bis zu fünf Famili­en­mit­gliedern nutzbar – oder nur ein erster Wink mit dem Zaunpfahl?

Das Preis­modell von 1Password war bislang mit wenigen Ausnahmen recht übersichtlich: Die Desktop-Varianten für OS X und Windows müssen grund­sätzlich (recht hochpreisig) bezahlt werden – etwa 50 US-Dollar werden für eine Version fällig, das Bundle mit der Mac- und Windows-Version gibt es für 70 US-Dollar. Die mobilen Versionen für iOS und Android (zukünftig auch für Windows 10 (Mobile)) werden kostenlos rausge­hauen, wer hier aller­dings Schreib­zu­griffe benötigt, der wird ebenfalls nochmals um zehn Euro erleichtert – den meisten dürfte es aber sicherlich ausreichen, mobil nur lesend auf seine Passwörter zuzugreifen. 

1password-families-2Nun aber hat man eine weiteres Preis­modell vorge­stellt: den Famili­enplan. Hierbei werden pro Monat rund 5 US-Dollar fällig, also in der Summe 60 US-Dollar pro Jahr. Dafür können bis zu fünf Famili­en­mit­glieder sämtliche Versionen von 1Password nutzen (egal ob Desktop oder Mobil), jedes Famili­en­mit­glied kann wie gewohnt seine eigenen Tresore anlegen und Passwörter können unter­ein­ander geteilt werden. Als zusätz­liches Feature gibt es nun auch eine eigene 1Password-Cloud, über die sich Tresore synchro­ni­sieren lassen – externe Dienste wie iCloud, Dropbox und Co. sind also nicht mehr notwendig, sofern man 1Password vertrauen möchte. 

Klingt im ersten Moment gar nicht so schlecht, immerhin sind es pro Famili­en­mit­glied 1 US-Dollar im Monat – sofern man fünf Famili­en­mit­glieder als Nutzer vorweisen kann. Bei zwei oder drei Personen schaut die Sache schon wieder etwas anders aus: Denn zum einen gibt es die Desktop-Versionen regel­mäßig für die Hälfte des regulären Preises (25 US-Dollar), zum anderen wird wie gesagt sicherlich vielen Nutzern die kostenlose Mobil-Version ausreichen, sodass sich der Kauf der entspre­chenden Desktop-Lizenzen schnell wieder ausgleichen würde. 

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Es gibt hier eben nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern es kommt schlicht auf verschiedene, persön­liche Faktoren an: Anzahl der Personen, die zu nutzenden Versionen, die bereits gekauften Versionen und dergleichen. Anders sieht die Sache natürlich aus, wenn man die Nutzer zukünftig für größere Major-Updates oder neue Features erneut zur Kasse bitten wird. Ebenfalls nicht völlig ausge­schlossen, dass man die Apps mittel- oder langfristig komplett kostenlos raushaut und diese nur noch durch ein Abo-Modell finan­ziert. AgileBits wären zumindest nicht die ersten, die den Sprung wagen – auch wenn ich es nicht hoffe, denn die einzige Recht­fer­tigung wäre der hauseigene Cloud-Dienst für die Passwort-Tresore und dazu sehe ich keine Notwen­digkeit.

Aber gut: Ist zumindest aktuell wohl noch nicht geplant, also halten wir erst einmal die Füße still, stehen den Famili­enplan als kleines Goodie und warten einfach mal ab. Würdet ihr denn für 1Password monatlich zahlen?

Quelle AgileBits