Media Player Philips HMP5000 im Test

Am 27.02.2012 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:47 Minuten

Philips HMP5000

Ich habe ja schon so einige Media Player durch­ge­testet, der letzte Test ist schon einige Zeit her. Ich muss dazu sagen, ich bin auch nicht mehr so stark auf der Suche nach „meinem“ Strea­m­in­gerät, seitdem ich mit dem AppleTV und dem Firecore Media Player meine persön­liche Nummer 1 gefunden habe. Nun habe ich aller­dings einmal den Philips HMP5000 in die Hände bekommen und konnte diesen ausführlich testen. 

Optisch macht der Player schon einiges her: Moderne Form, Klavierlack und eine schicke Status-LED, die ein wenig in die Breite gezogen ist. Während man seitlich Steck­plätze für USB 2.0 und SD-Speicher­karten findet, warten auf der Rückseite die üblichen Verdäch­tigen: Strom, AV, Optisches Audio, HDMI, Ethernet, sowie ein eSATA-Anschluss. Alter­nativ zu USB und Konsorten kann der Philips HMP5000 sich auch mit euren WiFi-Netzwerk verbinden. 

Die Fernbe­dienung ist irgendwie typisch Philips – könnte auch die von meinem alten DVD-Player sein. Jeden­falls sieht sie modern aus und ist relativ simpel gehalten – jeden­falls habe ich schon überla­denere Fernbe­die­nungen gesehen und überladen ist sie bei weitem nicht. Einzig und allein der Klavierlack stört. Aber das scheint ja auch bei alltäg­lichen Gebrauchs­ge­gen­ständen immer mehr in Mode zu sein: 

Das zum Äußeren Erschei­nungsbild. Kommen wir nun zu dem unange­nehmen Teil. Unangenehm? Ja – ich sag schon mal so viel: Meiner Meinung nach ist der Philips HMP5000 einer der schlech­teren Media Player. Begründung folgt. 

Startet man den Streamer, dauert es erst einmal ein wenig. Und dauert. Dann aber begrüßt euch der Philips HMP5000 mit einem modern wirkenden, farben­frohen und detail­reichen Start­screen. Modern? Farbenfroh? Detail­reich? Okay, sorry, falsches Gerät. Denn dieser Screen ist mehr als 2006: 

Wem der Screen ein wenig verpixelt vorkommt: Jap. Zwar kann der Player auch 1080p-Videos abspielen, aber sämtliche Anzeigen wirken schon mehr als SD. Aber gut, nicht jedem sind die Menüs so wichtig wie mir.

Wie man sieht kann man von dort aus direkt auf USB, Speicher­karte, eSATA, Netzwerk­geräte und auf die Inter­n­etapps zugreifen. Bleiben wir doch erst einmal bei letzterem – denn viele Apps stehen nicht zur Verfügung: 

Dabei muss ich sagen, dass die Facebook-App durch die virtuelle Tastatur nicht wirklich viel bringt, zumal sie auch noch extrem langsam und buggy ist. Ebenso die YouTube-App – bei mir klappte es nur mit einem Video, oftmals hat sich die App oder auch direkt das ganze Gerät aufge­hangen. Die Wetterapp hingegen klappt und ist das fast schönste Feature des Players: 

Kommen wir nun aber mal zu meinem Lieblingstest: Wie schlägt sich der Player im Netzwerk? Ich habe ja schon viele Möglich­keiten gesehen und bemängelt, aber hier muss man sich durchs komplette Netzwerk hangeln. Favoriten oder Schnellwahl anlegen? Fehlan­zeige:

Wie auch alle anderen gängigen Player zeigt auch der Philips HMP5000 für Ordner Cover­bilder an – und hält sich dabei jedoch (leider) nicht an den gängigen Standard, bestimmte Dateien als Ordnerbild zu nutzen, sondern er nimmt ein zufäl­liges Bild aus dem Ordner: 

Noch dazu kann man beobachten: Datei­namen bzw. deren Sortierung inter­es­siert dem Philips HMP5000 nicht. Völlig wirre Anordnung… WTF? Jeden­falls gibt es auch eine Sache, die mich dann doch positiv überrascht hat: Der HMP5000 spielt nahezu jedes Format ab. Egal ob Video, Audio oder Bilder – er „frisst“ wirklich alles. Und in Sachen Bild- und Tonqua­lität liefert das Gerät einen super Eindruck ab. Wenigstens etwas.

Fazit

Ich habe diesen Test mit Absicht nicht so ausführlich behandelt wie manch anderen. Denn ehrlich: Das Testen des Dingen hat nicht wirklich viel Laune gemacht. Bild- und Tonqua­lität, sowie die Vielfalt der Formate ist super, aber alles andere – Ladezeiten, Optik, Funktio­na­li­täten – ist mehr schlecht als recht. 

Wer also vor hat, sich den HMP5000 zuzulegen: Besser nicht. Ich würde eher den Netgear NeoTV 550 oder den WD TV Live HD empfehlen. Wobei der NeoTV 550 mein (nicht appl’sche) Favorit wäre. Demnächst bekomme ich auch noch den Xtreamer Sidewinder 3, sowie den neuen Western Digital TV Live in die Hände bekommen – ich bin sehr gespannt auf die Geräte, soviel sei gesagt.