2-in-1 Akku-Staubsauger ausprobiert: AEG Ergorapido CX7-2-35FFP

Marcel Am 17.02.2018 veröffentlicht Lesezeit etwa 12:23 Minuten

Eine der unliebsamsten Erfindungen der Menschheit: der regelmäßige Wohnungsputz. Staubwischen und Co. lässt sich ja noch auf einen wöchentlichen Turnus verlegen, das Staubsaugen aber wird fast jeden Tag fällig – wer Hund, Katze, Maus zuhause hat weiß wovon ich spreche. Nun ist auch das nicht mehr das große Problem, seitdem der Vorwerk VK200 (natürlich in Abwesenheit) täglich seine Runden dreht. Den meisten Schmutz bekommt der Roboter in den Staubbehälter, dennoch wird alle 1-2 Wochen ein gründlicheres Saugen fällig, denn es gibt immer ein paar Ecken, in die ein Staubsaugerroboter naturgemäß nicht hinkommt. Diesbezüglich kommt (oder besser kam) hier ebenfalls ein Vorwerk zum Einsatz, genauer gesagt ein VK135. Etwas betagteres Modell, dank 900 Watt und einer Elektrobürste wird aber wirklich jeglicher Schmutz in den Staubbeutel gezogen.

Der Nachteil: Die Größe, das Gewicht (rund 5,5 kg) und vor allem das notwendige Kabel laden nicht gerade dazu ein, schnell mal den Sauger hervorzuholen und flott durch zu saugen. Genau diesen Vorteil möchten inzwischen duzende Akku-Handstaubsauger für sich proklamieren. Irgendwie hat mich dann aber doch etwas von akkubetriebenen Saugern abgehalten, denn ich war weder von der Saugleistung, noch von der Akkuleistung überzeugt. Da passte doch das Angebot von AEG respektive Electrolux, mir einmal den AEG Ergorapido CX7-2-35FFP anschauen zu können. Ein 2-in-1 Akku-Staubsauger, der nicht nur mit einer ausreichend langen Laufzeit wirbt, sondern auch mit einer kräftigen Zyklon-Technologie und vielen Nettigkeiten. Meine Erfahrungen mit dem CX7-2-35FFP könnt ihr nun an dieser Stelle nachlesen. Kleiner Spoiler: Es gibt viel Licht, aber auch ein wenig (sehr dunklen) Schatten.

Den Ergorapido ausgepackt

Rein optisch macht der Ergorapido CX7-2-35FFP einen locker-leichten Eindruck, die Farbe Iron Grau wirkt dabei sehr unauffällig. Sämtliche Teile am Staubsauger sind aus Kunststoff, dieser ist aber ordentlich verarbeitet und gibt an keinem Punkt Mängel auf. Lediglich die auf Hochglanz polierten Oberflächen hätte man sich meiner Meinung nach sparen können: Empfinde ich schon bei „Mehr oder weniger“-Deko-Artikeln als eine Qual, bei Haushaltsgeräten ist es aber nochmals schlimmer, denn beim Leeren des Staubbehälters kommt es zwangsläufig zu einer minimalen Staubwolke, die man dann aber auf dem Hochglanz-Lack sehr deutlich sieht. Unschön, matt wäre die bessere Wahl gewesen. Dennoch: Rein optisch muss man den Staubsauger nicht verstecken. Ist bei Haushaltsgeräten und gerade Staubsaugern wohl eher zweitrangig, vor allem wenn man diesen eh in einer Abstellkammer untergebracht hat.

Werfen wir doch einmal einen kurzen Blick auf die einzelnen Teile des Saugers. Am oberen Stilende befinden sich zwei Schalter, mit denen der Sauger zum einen eingeschaltet wird, zum anderen aber auch die Saugleistung verstellt wird – zwei Stufen stehen dem CX7-2-35FFP zur Verfügung. In der Mitte befindet sich das Herz des Saugers: der Handstaubsauger. Dieser lässt sich bei Bedarf auch entnehmen, darum eben die 2-in-1-Bezeichnung. Der Handstaubsauger beinhaltet neben dem Akku und den Staubbehälter auch die erwähnte Zyklon-Technologie und ist mit einer Akkuanzeige ausgestattet. Das Einsetzen und Herausnehmen des Handsaugers ist schnell und ohne Verkanten möglich. Zu diesem aber in einem gesonderten Kapitel noch etwas mehr, denn bei allen Vorteilen eines Kombi-Gerätes gibt es eine kleine Sache die ich etwas nervig empfand.

Das Scharnier zwischen Bodendüse und Staubsauger ist um 180 Grad drehbar, sodass man beim Saugen ohne Probleme um Stühle, Tische und andere Hindernisse herumkommt, ohne den Sauger umständlich anheben oder sich anderweitig verrenken zu müssen. Die Bodendüse selbst besitzt an der Oberseite lediglich einen kleinen Fußschalter für die automatische Bürstenreinigung. Und eben diese Bürste würde ich als das zweite Herzstück des Saugers bezeichnen, denn gerade auf Teppichen geht ohne eine anständige Bürste nichts. Insgesamt ist auch die Unterseite der Bodendüse unauffällig, außer einer kleinen Verriegelung für die Bürste und den beiden gummierten Rädern gibt es ansonsten nichts weiter zu sehen. Obwohl doch, denn an der Front finden sich noch fünf kleine LEDs, die während des Saugens den Weg und Schmutz erleuchten.

Neben dem eigentlichen Sauger findet sich in der Verpackung aber auch noch die Ladestation für den Akkusauger, die entweder einfach auf den Boden gestellt oder an die Wand montiert werden kann. Der Sauger lässt sich schnell und einfach einrasten, sodass er bei Nichtbenutzung geladen wird und bei Notwendigkeit immer geladen ist. Auch die Ladestation ist aus Kunststoff gefertigt, macht aber einen ausreichend sicheren Eindruck – zumindest fällt der Sauger nicht bei der kleinsten Bewegung um. Clever gelöst: Die Aufsätze für den Handstaubsauger (Fugendüse und Bürste) können in der Ladestation sicher aufbewahrt werden, so gehen sie nicht verloren. Was aber nicht ganz zu Ende gedacht ist: Möchte ich nur den Handstaubsauger mit der Fugenbürste nutzen, muss ich den Sauger letztlich doch von der Ladestation heben.

Der Staubsauger im Praxiseinsatz

Nach dem Auspacken des Ergorapido CX7-2-35FFP sollte dieser zunächst einmal geladen werden. Insgesamt werden für eine komplette Akkuladung rund drei Stunden fällig, während des Ladevorgangs blinken die drei Leuchten an der Vorderseite, nach der vollständigen vollständigen Ladung erlischt die Leuchtanzeige und blinkt nur noch in regelmäßigen Abständen mit allen drei Leuchten auf. Sobald dieser dann einmal vollgeladen ist, kann auch schon losgelegt werden. Was direkt positiv auffällt, ist das geringe Gewicht von gerade einmal 2,5 Kilogramm. In Kombination mit den leichtgängigen Rollen und dem Doppelgelenk ist die Saugerei absolut nicht mit unserem dicken Vorwerk zu vergleichen – mit dem Ergorapido fühlt es sich fast schon wie Fegen an. Die Griffhöhe von etwa 115 Zentimetern ist für mich absolut ausreichend, für Personen über 1,85 Meter dürfte er aber sehr niedrig ausfallen.

Der Staubsauger besitzt wie erwähnt zwei Saugstufen, die sich in der Leistung doch schon ordentlich unterscheiden. Auf der ersten Stufe ist er angenehm leise, entsprechend fällt allerdings auch die Saugleistung aus – logisch. Wobei man hier klar differenzieren muss auf welchem Untergrund man den Sauger gerade nutzt. Auf glatten Untergründen wie Parkett, Laminat, Fliesen und Co. reicht die erste Saugstufe für fast alle herumfliegenden Schmutzpartikel aus – sprich Haare, Krümel, Dreck von den Schuhen und was sonst noch so alles auf dem Boden herumwirbelt. Lediglich mit feinerem Staub (beispielsweise nach dem Renovieren) hat der Staubsauger Probleme. Hier kommt aber auch der Vorwerk oftmals nicht weiter und der einzige Ausweg ist ein kurzes Nasswischen mit dem Mopp.

Auf Teppichen hingegen kommt man mit der ersten Saugstufe nicht mehr ganz so weit, hier muss schon auf Stufe II umgeschaltet werden. Macht schon deutlich mehr Lärm, würde ich aber noch immer als angenehm bezeichnen und einen Tick leiser als die mir bekannten Staubsaugerroboter. Anscheinend verliert meine bessere Hälfte täglich einmal ihr gesamtes Haar, sodass der Sauger gerade im Schlafzimmer als einzigen Raum mit (dunklem) Teppich ordentlich Arbeit hat. Arbeit, die er aber doch überraschend ordentlich erledigt. Natürlich muss man über eine Bahn schonmal zweimal (seltener dreimal) hinüberfahren, die Saugleistung reicht aber aus, um Flusen, Haare und Co. aus dem Teppich in den Staubbehälter zu befördern – natürlich auch dank der Elektrobürste. Überraschenderweise lässt sich mit dem Ergorapido sogar unser Kunstfell-IKEA-Teppich und der Langflor-Vorleger im Bad absaugen, ohne dass die Bürste blockiert.

Insgesamt bin ich von der Saugleistung also sehr positiv überrascht und angetan, allerdings gibt es zwei Dinge die negativ zu beanstanden sind. Der erste Punkt dürfte einfach in der Natur der Sache liegen: der Sauger saugt eben nur dort, wo ihr auch rüberfahrt. Der Vorwerk mit seinen 900 Watt saugt auf glatten Flächen auch noch etwas links oder rechts von der Bürste in den Staubbeutel, durch das Kabel ist halt einfach viel mehr Power (und weniger Geld im Portemonnaie) vorhanden. Der zweite Punkt betrifft jedoch das Design der Bodendüse, denn die Bürste und Saugöffnung geht schlichtweg nicht vom einen bis zum anderen Rand, sondern besitzt links und rechts jeweils etwa zwei Zentimeter beziehungsweise nach vorne hin einen halben Zentimeter Plastikrahmen.

Durch die Design- und Kontruktionsentscheidung ist es eigentlich unmöglich, wirklich bis an die Ränder zu saugen. Nicht auf glatten Untergründen und erst recht nicht auf Teppichen. Wer nun auf den Handstaubsauger verweisen möchte: Kann man machen, ist für mich aber nicht Sinn der Sache. Ein Punkt, den man seitens AEG für die nächste Modellgeneration unbedingt angehen sollte, denn damit disqualifiziert man sich bereits mit der Konstruktion für viele viele Haushalte als potentielles Hauptgerät.

Die Akkulaufzeit des 18 Volt-Akku wird von AEG mit etwa 35 Minuten auf erster und 13 Minuten auf zweiter Saugstufe angegeben. Beides Werte, die ich so bestätigen kann. Ich habe jedenfalls auch beim durchgehenden Saugen auf der Power-Stufe keine Probleme, die hiergegen 65 Quadratmeter zu befahren. Man ist mit dem Sauger eben doch recht flott unterwegs und kommt daher gut durch. Wer allerdings eine große Wohnung und mit viel Teppichfläche hat, der könnte in kleine Bedrängnis kommen – kann ich an dieser Stelle aber nur schwer einschätzen und es daher eben nur vermuten. Bleibt zu hoffen, dass die Akkulaufzeit auch nach ein paar Monaten noch so bleibt, aufgrund des verbauten Lithium-Ionen-Akkus bin ich aber recht zuversichtlich.

Der Handstaubsauger

Den herausnehmbaren Handstaubsauger habe ich ja schon angesprochen, möchte an dieser Stelle aber nochmal kurz gesondert auf diesen eingehen. Die Entnahme klappt völlig unproblematisch über einen Druck auf den entsprechenden Schalter am Staubsauger, auch das Einsetzen macht keine Probleme. Im Gegensatz zum „gesamten“ Staubsauger besitzt dieser jedoch nur eine Saugstufe, die für mein Befinden aber ausreichend ist. Gefühlt saugt der Handsauger mit einer Kraft, die in etwa der Power-Stufe des Vorwerk VC100 Akkusagers entspricht. Soll heißen: Man bekommt Krümel und Co. auch aus für die Bodendüse nur schwer erreichbare Stellen oder auch Schubladen. Aber das oftmals (oder eher immer) nur mit ausgesteckter Fugendüse, da der Handsauger sonst nur einen recht breiten Stummel besitzt, was in Kombination mit dem doch recht voluminösen Gehäuse eher beschränkte Möglichkeiten bietet.

Da sich die Fugendüse aber wie erwähnt in der Ladestation unterbringen kann (was eigentlich nicht schlecht gedacht ist), ist man immer dazu gezwungen, den Sauger von der Ladestation zu heben, die Fugendüse zu entnehmen und nach Gebrauch dann auch wieder alles in sich zu verstauen. Ist für einige vielleicht gar kein großes Problem, mich persönlich nervte die Prozedur aber bereits nach dem ersten Mal, sodass ich den Handstaubsauger eigentlich nur genutzt habe, wenn ich schnell mal ein paar Krümel vor der Küche aufsaugen wollte. Was hier eine große Hilfe wäre, wäre eine Art ausziehbare Düse, sodass ich den Handstaubsauger ohne großen Zusammenbau einsatzbereit habe. Nur mal so als Anregung. Insgesamt aber ist der Handstaubsauger absolut in Ordnung und durch die 2-in-1-Kombi spart man sich unter Umständen ein zusätzliches Haushaltsgerät.

Die Reinigung: Nichts für Allergiker

Ein angepriesener Vorteil von Zyklon-Staubsauger ist die Tatsache, dass diese ohne Beutel daherkommen. Stattdessen wird sämtlicher Staub und Schmutz in einem Behälter gesammelt, der dann in beständiger Regelmäßigkeit geleert werden muss. Etwas, worauf sich Hausstaub-Allergiker immer freuen und im Falle des CX7-2-35FFP noch mehr. Nicht. Zunächst muss über einen Druck auf die zwei seitlichen Buttons der eigentliche Staubbehälter aus dem Sauger entnommen werden (glücklicherweise funktioniert dies auch ohne das Handsauger-Modul entnehmen zu müssen) und nochmals über zwei Schnappfedern die Filter. Frühere Modelle haben eine Schnellreinigungsfunktion besessen, mit deren Hilfe sich der Staub schnell vom Filter lösen ließ – die neuen CX7-Modelle besitzen dieses Feature jedoch nicht mehr. Klar, den Teil des aufgesaugten Schmutzes kann man einfach ausschütten, aber gerade der dickere Staub bleibt gerne am Filter hängen und muss dann kurz mit der Hand abgenommen werden. Für Allergiker wohl ein No go.

Dafür besitzen die AEG-Akkusauger aber eine andere Funktion, die ich zu schätzen gelernt habe: das BrushRollClean-Feature. Eine Selbstreinigung der Bürstenrolle. Jeder, der einen Sauger mit Elektrobürste besitzt wird den Spaß kennen, dass man alle paar Wochen die Bürste entnehmen und in fusseliger Kleinarbeit Haare und Fäden entfernen darf, die sich schnell um die Rolle wickeln. Beim Ergorapido gehört diese Handarbeit aber der Vergangenheit an. Kurz nach dem Saugvorgang bei laufendem Staubsauger auf den Schalter an der Bodendüse drücken, schon werden umschlungene Haare und Co. automatisch von der Bürstenrolle entfernt. Macht zwar ordentlich Lärm, funktioniert aber überraschend gut und würde ich mir auch für andere Staubsauger und Roboter wünschen – wäre das Feature nicht in dieser Form patentiert. Daumen hoch.

Noch ein paar Kleinigkeiten

Meine grundsätzlichen Eindrücke vom Akku-Staubsauger findet ihr oben, dennoch möchte ich ein paar Dinge nicht unerwähnt lassen.

    • Der Staubbehälter fasst 500 ml, wohl aber abzüglich der Filter, die ja auch noch Platz in Anspruch nehmen. Für uns in Ordnung, wer aber häufiger mal verteiltes Katzenstreu aufsaugen muss oder eine größere Wohnung besitzt, der dürfte den Behälter fast täglich leeren müssen. Wenn man nicht Allergiker ist, ist es wie erwähnt kein Hexenwerk, aber auf Dauer schon einen Tick nervig.
    • Kurz mal den Saugvorgang unterbrechen weil es an der Tür geklingelt hat? Kein Problem. Der Ergorapido besitzt eine Parkfunktion, mit deren Hilfe das Gerät überall und jederzeit abgestellt werden, ohne das Gerät in die Ladestation stellen zu müssen. Ganz banale Sache, aber gerade die Dyson-Sauger besitzen diese Möglichkeit eben nicht.
    • In der Front der Bodendüse befinden sich vier LEDs, die während des Betriebes den Untergrund beleuchten und so jeden Schmutz sichtbar machen. Braucht man es? Nein, nicht wirklich. Würde man sie vermissen? Nope, denke ich auch nicht. Ist es ein nettes Gimmick? Ja, das schon.
    • Neben der mitgelieferten Fugendüse und einer Bürste für den Handstaubsauger gibt es auch noch weiteres Zubehör. Zum Beispiel die Matratzendüse oder auch das AKIT 360+, welches eine längere Fugendüse, eine Polsterdüse, einen flexiblen Saugschlauch und eine Aufbewahrungsbox besitzt.
    • Der CX7-2-35FFP ist natürlich nicht das einzige Modell der Ergorapido CX7-Reihe. Ganz im Gegenteil: AEG hat ein recht unübersichtliches Portfolio mit verschiedenen Geräten, die sich in erster Linie in der Farbe und dem mitgeliefertem Zubehör unterscheiden. Aber auch in Bezug auf die Akkulaufzeit gibt es kleinere Unterschiede, beispielsweise schafft der CX7-2-AN45 bis zu 45 Minuten.
    • Ihr blickt zwischen den duzenden Ergorapido CX7-Modellen nicht mehr durch? Dann freut euch sicherlich die Tatsache, dass beispielsweise der CX7-2-35FFP exklusiv auf Amazon vertrieben wird und auf diesem Grunde nicht auf der offiziellen AEG-Website zu finden ist. Nunja… 🙄

Fazit und tl;dr

Insgesamt muss ich sagen, dass sich meine Befürchtungen vor allem in Bezug auf die Saugleistung und Akkulaufzeit nicht bewahrheitet haben und ich mit dem AEG Ergorapido CX7-2-35FFP doch sehr zufrieden bin. Aber nicht, weil der Akku-Staubsauger keine Schattenseiten besitzt, sondern vielmehr weil er hier ins Umfeld passt. Aber dazu müssen wir das Feld einmal von hinten aufrollen. Wer erwartet, dass ein Akkusauger seinen fetten, kabelbetriebenen Sauger gleichermaßen ersetzen kann, der liegt falsch. Zwar gibt AEG an, dass der Ergorapido dank der Zyklon-Technologie die Kraft eines 2200 Watt (!) Saugers besitzt. Meine Meinung: Nein, ist nicht so. Ja, auch der CX7 schafft es, den Teppich vom Schmutz zu befreien. Der Vorwerk hingegen schafft dies beim ersten Rüberfahren und saugt dabei auch noch Schmutz in der direkten Umgebung mit.

Dafür aber ist der Wuppertaler Sauger (und vergleichbare Geräte) doppelt so schwer, doppelt so voluminös und drei- bis viermal so teuer. Und sie sind kabelgebunden. Das geringe Gewicht, die kompakten Maße und das 180 Grad-Scharnier sind sehr nett und sorgen für eine enorme Leichtigkeit beim Saugen. Aber gerade das Saugen ohne störendes Kabel ist ein echter Komfortgewinn, an den man sich unglaublich schnell gewöhnen kann. Da wie erwähnt bei uns der VR200 jeden Tag seine Runden dreht, benötigen wir aber auch keinen „großen“ Sauger mehr, der AEG-Akkusauger reicht aus. Sowohl was die Reinigungsleistung betrifft, als auch die Akkulaufzeit.

Für wen dürfte der AEG Ergorapido CX7 noch als Hauptgerät geeignet sein? Grundsätzlich: Für ältere und gebrechlichere Leute, alleine aufgrund der Handhabung. Tiere sind in Ordnung, wie erwähnt werden auch lange Tierhaare zuverlässig weggesaugt. Viele glatte Flächen sind auch von Vorteil, denn auf diesen gibt sich der Akkusauger keine Blöße. Ist man nicht zu träge unterwegs, dürfte man in 13 Minuten an die 80 bis 90 Quadratmeter gesagt bekommen, alles darüber wird eng und man kann zu nervigen Pausen gezwungen werden. Auch wenn die 70 Quadratmeter überwiegend mit Teppichen ausgelegt sind, kann es problematisch werden, da man eben mindestens zweimal über die Flächen gehen muss. Für kleine bis mittlere Haushalte könnte der AEG also durchaus eine Alternative zum kabelgebundenen Sauger darstellen.

Könnte aber fettgeschrieben, denn es gibt ein großes Problem und das ist die besagte Konstruktion der Bodendüse. Was bringen mir die ganzen Vorteile und Nettigkeiten, wenn es letztlich an den Rändern nicht 100% sauber wird? Nur wenig. Aus diesem Grunde ein sehr differenziertes Fazit: Wer seinen Kabelsauger einmotten möchte und auf einen leichten Akkustaubsauber wechseln möchte, der ist aktuell noch falsch beraten – vielleicht wird es ja was mit der kommenden Sauger-Generationen. Wer hingegen einen Saugroboter im Einsatz hat und mit diesem bereits zufrieden ist oder generell lediglich ein Zweitgerät fürs schnelle Saugen zwischendurch sucht, der wird mit dem AEG Ergorapido CX7 auf jeden Fall glücklich werden. Denn dann können auch die erwähnten Extras wie der herausnehmbare Handsauger, die einfache Handhabung, die Bürstenreinigung und die Kabelfreiheit ihre Stärken ausspielen.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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