[Wirre Gedanken] Wieso man die Schließung des Google Readers als positiv betrachten kann

Marcel Am 06.06.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:47 Minuten

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Der Aufschrei war groß, als Google Mitte März die Schließung des Google Readers bekannt gegeben hat – für viele war das das Ende des RSS Feeds, wiederum andere warteten erst einmal ab und auch ich bin noch mit dem Google Reader zugange, ich habe ja noch ein paar Tage Zeit. Über die Gründe wurde viel spekuliert – Richard Gringras, Googles Senior Director für News and Social Products, hat heute ein wenig Licht uns Dunkel gebracht und ausgesagt, dass der Google Reader einfach nicht mehr in die Art und Weise passt, wie wir heutzutage News konsumieren (mehr bei Caschy). Betrachtet man jedoch einmal das ganze Spektrum, so empfinde ich die Schließung des Readers inzwischen eigentlich nur noch als positiv.

Die Gründe dafür: Der Google Reader war mehr als nur der Platzhirsch unter den Feedreadern – er war unumstritten die Nummer 1, mehr noch: Google hatte fast schon eine Art Monopol. Und Monopole sind nie gut, Monopole bedeuten in der Regel eines: Stillstand. Und so erging es auch dem Google Reader, welcher über die Jahre hinweg kaum Neuerungen erhalten. Er war irgendwie ein schwarzes Schaf, FeedBurner ergeht es schon seit Jahren ähnlich. Natürlich gab es Alternativen, natürlich gab es sie auch schon vor dem Google Reader. Aber nutzte sie einer? Kannte man sie, wenn man nicht unbedingt bewusst über den Tellerrand geschaut hat?

Wohl eher nicht. Feedly war wohl noch einer der bekanntesten, Fever nutzte auch eine Hand voll Leute, aber sonst? Seit der Ankündigung von Google gibt es gefühlt wöchentlich neue Alternativen, sei es im Web oder als eigenständige App, das war vorher nicht so. Feedly drehte richtig auf, FeedBin, Pulse, NetVibes und auch Digg möchte in Zukunft mit einer Alternative durchstarten. Auch Entwickler mussten umdenken: boten gefühlt 99% der Feedreader-Apps nur eine Synchronisierung mit dem Google’schen Reader, so haben nun eine Hand voll bekanntere Entwickler bereits eine Integration von Feedly und anderen Diensten (Reeder bekommt zum Beispiel auch eine FeedBin-Integration) angekündigt.

Die vielen, vielen alten Nutzer des Google Reader verteilen sich so auf mehrere Alternativen (auch wenn Feedly sicherlich einen Großteil abgreifen konnte) – dadurch entwickelt sich eine kleine Konkurrenz, Dienste werden weiterentwickelt und optimiert, der Nutzer hat so mehrere brauchbare Alternativen zur Auswahl. Und um es zum Abschluss auch noch einmal wirtschaftlich zu sehen: Die Schließung bietet auch eine Chance, Dienste monetarisieren zu können, gut für die Wirtschaft.

Und nun einmal zu euch: Seid ihr schon umgestiegen? Welchen Dienst nutzt ihr denn nun oder welchen plant ihr, in Zukunft zu nutzen?

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Bildquelle googleappsforedu.com Feedly

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