Active Notifications á la Moto X: AcDisplay bekommt dickes Updates und wird zur vollwertigen Lockscreen-App

Marcel Am 23.05.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:42 Minuten

acdisplay-header

Vor ein paar Monaten habe ich einmal die Android-App AcDisplay vorgestellt, mit der sich die so genannten Active Notifications des Moto X auf fast jeden Androiden bringen lassen. Was macht AcDisplay? Im Grunde nichts weiter als eingehende Benachrichtigungen von Apps auf einem geschwärzten Hintergrund samt Vorschau bei einem Longtap anzuzeigen. Nun hat die App ein dickes Update auf die Versionsnummer 2 bekommen – und damit auch zahlreiche neue Funktionen bekommen, die aus AcDisplay fast schon eine neue App machen, wohl auch der Grund, wieso die App einen neuen Platz im Play Store gefunden hat. Zwar ist die Hauptaufgabe der App noch immer identisch, lässt sich dabei aber nun noch größer Anpassen und hat eine völlig neue Optik bekommen – laut Entwickler um rechtliche Probleme mit einer „bestimmten Firma“ aus dem Weg zu gehen.

AcDisplay
AcDisplay
Entwickler: Artem Chepurnoy
Preis: Kostenlos+

Zuerst aber einmal: AcDisplay lässt sich nun auch als komplett eigenständige Lockscreen-App nutzen lassen, über den wir nicht nur auf die Benachrichtigungen zugreifen und das Gerät entsperren können, ein doppelter Tap auf den Lockscreen schaltet das Display auch direkt wieder aus. Der Lockscreen ist natürlich optional, AcDisplay kann auch weiterhin wie gewohnt und nur bei neuen Meldungen genutzt werden.

Unter der Uhrzeit sehen wir hier nun wie gehabt die eingegangenen Benachrichtigungen beziehungsweise die entsprechenden Icons dazu, halten wir eines der Icons länger gedrückt, so bekommen wir eine kurze Vorschau zu Gesicht. Ziehen wir nun bei gehaltenem Icon nach unten, schalten wir das Gerät frei und gelangen direkt in die entsprechende App, wischen wir hingegen nach oben können wir die Vorschau anpinnen lassen und bekommen je nach App hier weitere Interaktionsmöglichkeiten geboten. Mails können als gelesen markiert und beantwortet werden, im Falle von Wunderlist lässt sich die Erinnerung als erledigt markieren oder auf später verschieben – im Grunde also genau die Möglichkeiten, die wir auch direkt aus der Benachrichtigungsleiste bekommen.

Was an den Screenshots ebenfalls direkt auffallen dürfte: Statt einem einfachen schwarzen Hintergrund ist es nun auch möglich, das auf dem Homescreen genutzte Wallpaper anzuzeigen, ebenso gibt es auch eine Option zwecks „aktivem Hintergrund“, hierbei wird bei berühren einer Vorschau ein eventuelles Bild als (gewollt stark unscharfes) Hintergrundbild genutzt – zum Beispiel ein Cover im Falle einer Benachrichtigung über den aktuell gespielten Song. Wer aber ein Gerät mit einem AMOLED-Display nutzt und aus Gründen der Akkuleistung lieber den gewohnten schwarzen Bildschirm haben möchte: Ist natürlich noch immer möglich.

Was ist sonst noch neu: Es gibt einen Aktivmodus, bei dem sich das Gerät automatisch einschaltet, wenn ihr es zum Beispiel aus eurer Tasche zieht oder in die Hand nehmt und bestimmte Apps können dank einer Blacklist von der Anzeige innerhalb AcDisplay ausgenommen werden. Hierbei habt ihr die Wahl, ob die ausgewählte App komplett vom Display verschwinden soll oder zwar angezeigt werden soll, aber nicht das Display aufweckt.

Ein insgesamt sehr geiles Update wie ich finde – bei mir bleibt AcDisplay direkt einmal als Lockscreen-Ersatz dauerhaft im Einsatz, die Optik finde ich richtig gelungen.

Wer die ganzen Spielereien nicht haben möchte, der kann Dinge wie Lockscreen, Aktiv Modus und Hintergrundbilder in den Einstellungen natürlich deaktivieren und erhält so das bekannte AcDisplay in all seiner Einfachheit. Aber im die App zu Kastrieren ist sie in meinen Augen einfach zu gut geworden, noch dazu ist sie kostenlos im Play Store zu haben. Wem bislang AcDisplay noch nicht gesagt hat, der sollte nun schleunigst einmal einen Blick drauf werfen – für mich ein „must have“ in Sachen Androiden.

Info zum Schluss: Im Play Store findet sich zwar die Angabe „Bietet In-App-Käufe“, diese beziehen sich jedoch lediglich darauf, dem Entwickler eine kleine Spende über den Play Store zukommen lassen zu können – was ihr übrigens immer machen solltet, wenn euch eine App gefällt und ihr sie täglich verwendet.

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