Airfoil für Mac und Windows: Multiroom-Musiksystem via Software – für AirPlay- und Bluetooth-Lautsprecher

Marcel Am 09.05.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:06 Minuten

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Musik im ganzen Haus: Wer seine AirPlay-Empfänger und Bluetooth-Lautsprecher zu einem Multi-Room-System umfunktionieren möchte, der sollte sich einmal die App Airfoil für Mac OS X und Windows anschauen.

Multi-Room-Soundsysteme sind eine wirkliche coole Sache, lassen sich so doch gleich mehrere Lautsprecher in verschiedenen Räumen mit einer einzigen Musikquelle synchron befeuern. Doch „echte“ Systeme gehen ordentlich ins Geld und so wirklich kommt man hierbei auch nicht an den Vorreiter Sonos vorbei. Also muss eine Softwarelösung her, mit denen man seine bestehenden Lautsprecher und Empfänger weiter nutzen, aber dennoch die Vorteile eines Multi-Room-Systems nutzen kann. Und eben jene Lösung bietet das Tool Airfoil, welches für Mac OS X und Windows zu haben und schon seit geraumer Zeit verfügbar ist, hier aber irgendwie noch nie so richtig Beachtung gefunden hat – unverständlicherweise.

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Airfoil greift die Soundausgabe einzelner Apps (iTunes, Spotify, Chrome und viele mehr ab, eigentlich fehlt keine) oder die normale System-Audioausgabe ab und sendet diese an verbundene Lautsprecher. Dabei werden nicht nur AirPlay-Lautsprecher und AppleTV unterstützt, sondern auch einfache Bluetooth-Lautsprecher. Mithilfe der Satellite-App, die für alle wichtigen Plattformen zur Verfügung steht (sprich OS X, Windows, iOS und Android), lassen sich sogar andere Rechner und Smartphones als externer Lautsprecher nutzen und auch die Wiedergabe steuern (zumindest mit der iOS-App). Ist übrigens auch ein praktischer Tipp, um den alten Android-Knochen noch irgendwie recyclen zu können.

Die verbundenen Lautsprecher lassen sich natürlich nicht nur einzeln ansteuern, sondern eben auch in Kombination – auch die Lautstärke lässt sich entweder an die Systemlautstärke von OS X und Windows koppeln oder auch hier einzeln für jeden Lautsprecher festlegen. Praktisch ist hierbei auch die Gruppen-Funktion, mit der sich Lautsprecher zu Gruppen zusammen fassen – zum Beispiel, wenn man im Wohnzimmer zwei getrennte Bluetooth-Lautsprecher stehen hat oder um bestimmte Räume schnell zusammen mit Musik befeuern zu können. Zu guter Letzt ist auch noch ein kleiner Equalizer an Bord, allerdings nur für die Wiedergabe an sich, nicht für die einzelnen Lautsprecher.

Fazit nach einigem Testen: Sogar mit Bluetooth-Lautsprechern konnte ich keine Aussetzer oder unsynchrone Wiedergabe feststellen, lediglich beim manuellen Wechsel von Songs kann es je nach Anzahl verbundener Geräte ein paar Sekunden dauern. Eine recht coole Sache, wenn man Musik zumeist vom Rechner aus wiedergibt und keine hunderte bis tausende Euros an Multi-Room-Lautsprecher ausgeben möchte. Mit den angeschlagenen 29 US-Dollar ist Airfoil deutlich günstiger und lässt sich zehn Minuten lang unbeschränkt ausprobieren und auf Kompatibilität zu den heimischen vier Wänden prüfen – nach Ablauf der Zeit fügt sich ein unschönes Rauschen zur Musik hinzu, dennoch kann man weiterhin verschiedenste Konfigurationen und Lautsprecher testen.

Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung. Wer es aber etwas günstiger bevorzugt und mit AirPlay-only-Empfängern zurecht kommt, der kann sich auch einmal das einfacher gestrickte Porthole anschauen.

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