Alloy für iOS: Häufig genutzte Arbeits­ab­läufe automa­ti­siert ausführen

Am 26.11.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:12 Minuten

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Bei Alloy handelt es sich um eine recht umfang­reiche und mächtige Automa­ti­sie­rungs-App für iPhone und iPad, mit denen sich wieder­keh­rende Aufgaben automa­tisch abwickeln lassen.

alloy-ios-1Was die Automa­ti­sierung von festge­legten Arbeits­ab­läufen (zum Beispiel das Twittern des zuletzt geschos­senen Fotos) gibt es zum einen Launch Center, zum anderen aber auch Workflow, welches nochmal eine ganze Spur mächtiger und umfang­reicher ist. Mit Alloy findet sich seit wenigen Wochen eine weitere App für diese Zwecke und rein funktionell muss sich die App mit Workflow vergleichen lassen, denn beide Apps sind sich sehr ähnlich, sowohl was den Umfang, als auch den Aufbau der Apps und Aktionen selbst betrifft. Alloy erinnert lediglich etwas etwas an einen Homescreen innerhalb der App inklusive Ordner und Favoriten – per einfachen Tap lässt sich die gewünschte Aktion schnell ausführen. 

Zur Erstellung von Aktionen bietet Alloy zahlreiche verschiedene Aufgaben aus den unter­schied­lichsten Bereichen wie Fotos, Web, Kontakte, Kalender, Erinne­rungen, Kommu­ni­kation, Cloud-Dienste und ähnliches zu einer großen Aktion zusammen klicken. Als Hilfs­mittel stehen euch des Weiteren unter anderem Textein­gaben und Auswahl­menüs, Meldungen und Abfragen, Variablen, sowie If/Else-Statements zur Verfügung. Die einzelnen Aufgaben werden Schritt-für-Schritt nachein­ander hinzu­gefügt und lassen sich innerhalb des Editors dann nach den eigenen Bedürf­nissen anpassen. Sieht recht sparta­nisch aus und erfordert wie auch Workflow einiges an Zeit, bis man sich einge­ar­beitet hat. 

Jede Aktion kann mit einem eigenen Icon (oder aber auch Kontakt­bilder oder Foto) versehen werden und es gibt die ein oder andere Option, mit denen ihr diese noch etwas anpassen könnt. Neben dem eigent­lichen Laufzeit-Arbeits­ablauf gibt es auch eine kleine Instal­la­tions-Routine, die letztlich die gleichen Aufgaben bietet, wie auch die Laufzeit-Routine. Der Unter­schied: Während der normale Arbeitslauf jedesmal auf’s neue ausge­führt wird, wird die Instal­la­tions-Anweisung nur beim ersten Aufruf durch­laufen. Praktisch, wenn man zum Beispiel bestimmte Dinge dauerhaft festlegen möchte – zum Beispiel in welchen Dropbox-Ordner man Bilder speichern möchte oder dergleichen. Zu guter Letzt lassen sich Aktionen auch mit einem Zeitplan versehen, sodass diese automa­tisch ausge­führt werden, sofern die App im Hinter­grund aktiv ist. 

Insgesamt ist Alloy durchaus umfang­reich, Workflow hingegen bietet noch einige Möglich­keiten mehr und ist zugleich wesentlich übersicht­licher. Alloy wirkt etwas altbacken, zumal man erst einmal viel auspro­bieren muss, bis die Lernkurve steil genug ist und man praktische Ergeb­nisse vorweisen kann. Ist bei Workflow nicht viel anders, aller­dings gibt es hier eine Galerie mit etlichen fertigen Arbeits­ab­läufen, sodass man zum einen direkt Anwen­dungs­bei­spiele findet, zum anderen aber auch fertige Aktionen zum „schnüffeln“ hat – die Standard-Aktionen von Alloy sind eher simpel gehalten und nicht wirklich auf Anhieb brauchbar. 

Letztlich sind beide Apps sehr speziell und dürften eher die „Pro-User“ ansprechen, die häufig durch­ge­führte Aktionen etwas komfor­tabler ausführen wollen. Aufgrund dessen, dass Workflow aber noch ein paar Schritte weiter ist, eine aufge­räumtere und anspre­chendere Oberfläche besitzt und inzwi­schen eine recht große Fanbase und vor allem fertige Arbeits­ab­läufe hat, wäre das 4,99 Euro teure Alloy momentan aber nur meine zweite Wahl… 

Alloy - launcher and automator

via Cult of Mac