Apple TV Futter: Update für Infuse, VLC Media Player veröf­fent­licht

Am 12.01.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:53 Minuten

vlcmediaplayerappletv4

Nutzer eines Apple TV der vierten Generation und Freunde des hausei­genen Streaming können sich freuen, denn für Infuse gibt es ein Update, während es der VLC Media Player nun final auf die Box geschafft hat.

Beginnen wir einmal mit Infuse – bereits auf dem alten Apple TV 2 unter dem Namen (aTV Flash black) Media Player mein Favorit. Die offen­sicht­lichste Änderung hier ist kosme­ti­scher Natur, wird aber sicherlich nicht wenige Nutzer freuen: denn statt Standard-Icons für die hinzu­ge­fügten Favoriten auf der Start­seite nutzen zu müssen, lassen sich nun eigene Bilder als Icons für die Favoriten-Ordner nutzen. Laut Firecore müsst ihr dafür nur entspre­chende Dateien „favorite.png“ oder „favorite-tv.png“ in den jewei­ligen Ordner schieben, klappt aber auch mit gängigen Namen wie „folder.jpg“ und dergleichen. Wollt ihr einen Ordner umbenennen oder das Artwork aktua­li­sieren, so könnt ihr nun einfach auf dem Start­screen länger auf die „Haupt­taste“ gedrückt halten. 

Daneben gab es aber auch eine ganze Reihe an Änderungen unter der Haube, wie zum Beispiel eine bessere Sortierung nach Datei­namen, eine Optimierung der Abfrage für Meta-Daten, mehr Zoom-Optionen (um zum Beispiel die schwarzen Balken entfernen zu können), einen flüssi­geren Vorlauf und Zurück­spulen und es lassen sich nun auch mit Hilfe der Remote-App für iOS Favoriten hinzu­fügen (Druck auf die rechte Seite des Displays). Recht solides Update, dass eben einige Fehler korri­giert und sich damit weiter von den restlichen Konkur­renten abhebt, vor allem in Sachen Optik gibt es nur wenig Streaming-Apps für’s hauseigene NAS, die mit Infuse mithalten können. 

Infuse 4
Entwickler: Firecore, LLC
Preis: Kostenlos+
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Kommen wir nun zu einer Neuerscheinung im App Store für Apple TV 4: der VLC Media Player. Vor einigen Wochen war bereits eine Beta-Version durch die Schranken gerutscht, die aber noch nicht hätte als finale Version erscheinen sollen, woraufhin sie auch schleu­nigst wieder entfernt wurde. Nun aber ist die App für das tvOS offiziell veröf­fent­licht worden, sodass sich Fans des Media-Players diesen nun auch auf den Fernseher werfen können. Wie gewohnt ist die App natürlich kostenlos zu haben und natürlich spielt das Ding nahezu sämtliche Medien-Formate ab, im Grunde gibt es nichts, was der VLC Media Player nicht frisst. 

Medien kommen hier natürlich primär vom hausei­genen NAS – es werden UPnP-, SMB- und FTP-Freigaben unter­stützt, außerdem kann auch auf laufende Plex-Server zugriffen werden – Cover werden bei Bedarf automa­tisch geladen, gleiches gilt auch für Unter­titel via OpenSubtitles.org. Wer gerne Internet-Streams konsu­miert, der kann dies ebenfalls machen, wobei euch auf dem Fernseher auch jene Streams angezeigt werden, die ihr auf dem iPhone oder iPad zuletzt geschaut habt – keine schlechte Sache, erspart die recht umständ­liche Eingabe der Stream-URL, sofern man nicht die Apple’sche Remote-App verwendet. 

Ganz nett ist auch die entfernte Wiedergabe, mit deren Hilfe man über Eingabe einer URL im Browser Videos direkt an den VLC Player schicken oder die Wiedergabe (fern-)steuern kann. Sobald ihr eine Datei ausge­wählt und abgeschickt habt, wird diese zum einen auf dem Apple TV wieder­ge­geben, zum anderen aber auch im App-Cache, also lokal auf dem Speicher der Box, abgelegt – zumindest solange, bis der Speicher des tvOS voll läuft und dieser dann eben automa­tisch geleert wird. Funktio­niert nicht nur mit Video- und Musik-Dateien, sondern auch zum einfa­cheren Starten von Video-Steams. 

Ein ordent­licher Port des VLC Media Players, funktio­niert sehr rund und ohne größere Probleme oder Perfor­mance-Einbußen. Ich persönlich bevorzuge zwar immer noch Infuse, wer aber eine einfache und schnelle Möglichkeit benötigt auf seinen Netzwerk-Server zugreifen zu können und keine Spiele­reien wünscht, der ist mit dem VLC Media Player bestens bedient. Ist natürlich auch eine Preis­frage, immerhin schlägt Infuse im vollem Umfang mit rund 10 Euro zu Buche, während sich VLC kostenlos nutzen lässt. Und das „Remote Playback“ ist eine mehr als brauchbare Sache, um ohne zusätz­liche App-Instal­la­tionen Videos zum Beispiel vom Android-Smart­phone oder einem belie­bigen anderen Endgerät auf dem Apple TV wieder­zu­geben.

VLC for Mobile
Entwickler: VideoLAN
Preis: Kostenlos
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