Bequem(er) Stromsparen: Brennenstuhl Master-Slave-Steckdose Secure-Tec 19.500A ausprobiert

Marcel Am 02.09.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:03 Minuten

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Gerade unter dem HiFi-Schrank in doppelter oder sogar dreifacher Ausführung zu finden: die Mehrfachsteckdose. Bleibt eben nicht aus, wenn man neben dem Fernseher auch noch weitere Gerätschaften wie Soundsystem, Receiver, SmartTV-Boxen wie das Apple TV, eine oder mehrere Konsolen und vielleicht noch eine passive (Deko-)Beleuchtung ans Stromnetz bringen möchte – denn mehr als ein oder zwei Steckdosen dürften nur in den wenigsten Buden an einer Stelle vorzufinden sein. Problem: Ist man zu allerdings zu faul, sämtliche Geräte mittels getrennt schaltbaren oder zentralem Schalter vom Stromnetz zu trennen, beziehen diese allesamt durchgehend Strom im Ruhemodus.

Nun ist der Stromverbrauch neuerer Geräte im Standby-Modus im Vergleich vor einigen Jahren deutlich gesunken, dennoch können es schonmal eine Hand voll Watt sein – auf die Anzahl der Geräte und die Tage im Jahr hochgerechnet, summiert sich da dann doch wieder einiges. Ist bei mir eben wie gesagt Faulheit und genau für solche Fälle gibt es Master-Slave-Steckdosen wie zum Beispiel die Secure-Tec von Brennenstuhl. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um eine handelsübliche Mehrfachsteckdose, dank der Master-Slave-Funktion sind diese aber ein wenig „intelligent“: So werden alle Elektrogeräte, die an den Slave-Steckdosen hängen, automatisch mit Einschalten des Master-Gerät ins Betrieb gesetzt beziehungsweise abgeschaltet.

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Aber von vorne. Zuerst einmal sollte man sich grob einmal ein paar kleine Gedanken machen, ob es ein Gerät gibt, welches zur Nutzung der restlichen Geräte dauerhaft von Nöten ist. In meinem Falle (und wohl auch in vielen anderen Szenarien) ist dies der Fernseher. Das wäre dann also unser Master-Gerät. Receiver, Apple TV, Spielekonsolen – alles nur mit laufendem Fernsehgerät sinnvoll und damit Slave-Geräte. LED-Beleuchtung und Ladegerät für meine Logitech Harmony? Sollten vom Fernseher unabhängig sein. Und damit ich nicht noch eine weitere Mehrfachsteckdose benötige, habe ich eben zu besagtem Modell gegriffen, denn neben der Master-Steckdose und den fünf Slave-Plätzen gibt es auch noch zwei permanente Steckdosen.

Nun ist die Wattzahl für Standby-Geräte unterschiedlich und von einer Vielzahl an Faktoren abhängig – im Falle des TV-Gerätes variiert diese je nach Größe, Hersteller und Alter. Schaltet man das Hauptgerät komplett ab, gibt es selten Probleme und die Slave-Geräte werden durch die Mehrfachsteckdose komplett vom Strom getrennt, mit einem Messgerät konnte ich keinen Stromfluss mehr feststellen. Anders sieht es hingegen aus, wenn man den Fernseher nur in den Standby-Modus versetzen möchte, denn dann reagiert die Steckdose unter Umständen nicht. Und genau hier kommt der Schaltschwellenregler ins Spiel.

Über diesen lässt sich die richtige Konfiguration manuell einstellen. Dazu wird das Haupt- bzw. Master-Gerät eingeschaltet und dann den Regler mit Hilfe eines kleinen Schraubendrehers so lange, bis die Kontrolllampe „Slaves on“ dauerhaft zu leuchten beginnt. Nun schaltet man das Hauptgerät aus (bzw. versetzt es in den Schlafmodus) und dreht den Regler erneut, diesmal aber so lange, bis sich die Kontrollleuchte ausschaltet. Von nun an sollte den Ein- und Ausschalten des Hauptgerätes mit einem Ein- und Ausschalten der zusätzlichen Slave-Geräte einhergehen. Ich habe die Leiste nun seit etwa drei, vier Wochen im Betrieb und bislang schalteten die Relais immer zuverlässig ein und aus.

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Noch ein paar nackte, technische Daten? Die Brennenstuhl Secure-Tec besitzt einen Überspannungschutz bis zu einem maximalen Ableitstrom von 19.500 Ampere und die maximale Gesamtlast aller Verbraucher sollte 3.500 Watt nicht überschreiten – also zumindest für Multimedia-Geräte sollte da genug Spiel sein. Die Schaltschwelle beträgt etwa 8 bis 80 Watt, das Zuleitungskabel ist runde drei Meter lang und die Steckdosen sind mit einem (nervigen) Kinderschutz versehen. Brennenstuhl erwähnt noch die „praktische 45°-Anordnung“ der Steckdosen – wer aber nun Geräte mit allzu fettem Netzteil besitzt, der kann dennoch den ein oder anderen Steckplatz verlieren, ein paar Zentimeter mehr Platz wäre top gewesen.

Die Master-Slave-Steckdose selbst hat im Leerlauf – also bei komplett ausgeschaltetem Master-Gerät und ohne die permanten Geräte – einen eigenen Energieverbrauch von etwa 2,2 Watt und damit je nach Ausstattung eures HiFi-Regals deutlich weniger, als ein halbes duzend Geräte im Standby. In meinem Falle waren dies bei Nichtnutzung locker mal etwa 15 Watt, jetzt sind es nur noch 5-6 Watt. Man sieht: es kann sich lohnen, ohne Verzicht auf die Bequemlichkeit des Standby. Mit den angeschlagenen 25 Euro ist die Steckdose auch gar nicht mal zu teuer, je nach Stromtarif und Geräten hat man die Anschaffungskosten fast nach einem Jahr schon wieder drin…

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