(Nicht nur) fürs MacBook: CableDeconn 4-in-1-Videoadapter mit USB-C-Stecker angeschaut

Marcel Am 18.09.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:26 Minuten

Wer ein neues Notebook besitzt (allen voran dürfte hier das MacBook Pro 2016 zu nennen sein), der hat es leicht: Nur noch einen Steckertypen für sämtliche Zwecke, egal ob Stromversorgung, Displayanschluss, USB-Geräte. Wer ein neues Notebook besitzt, der hat es schwer: Nur noch einen Steckertypen für sämtliche Zwecke. Die Ein-Stecker-Lösung ist natürlich gedanklich sehr geil, bis es soweit ist, dass man aber wirklich auf sämtliche andere Verbindungstypen verzichten kann, werden noch einige Monate ins Land ziehen – Stichwort Übergangszeit. Habe ich merken dürfen, als es in der Uni darum ging, das MacBook an einen Beamer zu befördern. Das HDMI-Kabel schnell mal anschließen? Möööp, ist nicht, zumindest ohne Adapter. Von diesen gibt es eine ganze Menge, egal ob man nun HDMI oder DisplayPort benötigt.

Plottwist: Die meisten Beamer besitzen einen HDMI-Anschluss, in dem ein oder anderen Raum (oder wenn ein Ersatzbeamer angeschlossen ist, weil die fest verbaute Technik mal wieder spinnt) gibt es jedoch auch DVI- oder sogar VGA-Anschlüsse. Nun habe ich keinen Bock für jeden Fall der Fälle einen entsprechenden Adapter mitzuschleppen und habe mich einmal auf die Suche nach einem USB-C-Videoadapter gemacht, der alle Anschlüsse in sich vereint – übrigens ganz explizit ohne USB-Anschlüsse und so einen Kram, benötige ich schlichtweg nicht. Die Suche gestaltete sich aber etwas langwieriger als gedacht, denn die gängigen Adapter besitzen zumeist nur zwei oder drei Anschlussmöglichkeiten – oftmals entfällt der DisplayPort-Anschluss.

Nach einigem Suchen bin ich dann aber fündig geworden, denn der CableDeconn 4in1-Videoadapter für USB-C (gibt es wohl auch baugleich von LidLife) bringt alle gewünschten Anschlüsse mit, sprich DisplayPort, HDMI sowie die alten DVI und VGA. Lediglich auf einen Mini-DisplayPort muss man verzichten, was aber sicherlich nicht allzu schwer fallen dürfte. Dazu fällt der Adapter mit seinen Gehäuseabmessungen von etwa 9,5 x 5 x 1,5 cm kompakt aus und das USB-C-Zuleitungskabel ist mit 9,5 Zentimetern ebenfalls nicht zu lang, da das Beamerkabel bereits zum Rechner verläuft. Das Plastikgehäuse bringt sowohl Vorteile, als auch Nachteile mit sich: Durch das geringe Gewicht von etwa 55 g fällt es in der Tasche nicht weiter auf, gleichzeitig macht der Adapter durch die Kombination aus beidem einen recht billigen Eindruck.

Letztlich ist die Verarbeitung aber besser als der erste Eindruck, auch wenn die diese wahrlich keine Weltklasse darstellt. Die Anschlüsse sitzen aber fest und sauber im Gehäuse und es gibt keine unerwünschten Spaltmaße oder Graten am Kunststoffgehäuse. In meinem kurzen Test mit unterschiedlichen Beamern und externen Displays gab es keinerlei Probleme, sämtliche Anschlussverbindungen wurden binnen Sekunden erkannt, das Bild fehlerfrei dargestellt. Wer noch etwas technische Daten an die Hand bekommen möchte: Der Adapter unterstützt maximal ein angeschlossenes Display und bietet 3.840 x 2.160 @ 30 Hz bei HDMI, DVI und DisplayPort (hier auch mit 60 Hz) beziehungsweise 1.920 x 1.080 @ 60 Hz bei VGA.

Angesichts der Materialien und der „okayen“ Verarbeitung fällt der Preis mit knapp 40 Euro gefühlt ungefähr einen Zehner zu hoch aus. Letztlich ist es eine Frage der Bequemlichkeit und natürlich auch wie häufig ihr entsprechende Anschlüsse benötigt. Mit den vier unterschiedlichen Videoanschlüssen bedient man halt eine kleine Nische, denn in freier Wildbahn werden wohl nur vergleichsweise wenig Nutzer auf DVI- und VGA-Anschlüsse stoßen beziehungsweise sollten diese Eventualität einplanen. Ich für meinen Teil bin mit dem 4-in-1-Videoadapter zufrieden, erledigt seine Arbeit halt zuverlässig – nicht mehr, nicht weniger.

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