[Quickie] Satechi Kartenleser ausprobiert: USB-C trifft MacBook-Farben

Marcel Am 17.05.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:19 Minuten

Mit den neuen MacBook Pro hat sich Apple nicht nur von den alten USB-Type-A Anschlüssen verabschiedet, sondern auch vom Einschub für eine SD-Speicherkarte. Dieser Wegfall sorgte für den etwas größeren Unmut, denn während man sich bei den USB-Anschlüssen mit einem einfachen USB-C-Kabel behelfen kann (sofern sich das Kabel austauschen lässt), muss man bezüglich des Speicherkarten-Slots auf ein zusätzliches Gadget zurückgreifen. Nun sind USB-Kartenleser wahrlich nichts neues, die Auswahl an USB-C-Geräten ist aber recht schmal und ein Kartenlesegerät mitsamt USB-A-auf-USB-C-Adapter ist nicht gerade die feinste Lösung, vor allem wenn man viel unterwegs ist.

Dank einer EyeFi-Karte benötige ich nur selten direkten Zugriff auf eine Speicherkarte, ab und an aber doch und so habe ich mich einmal auf die Suche nach einem USB-C-Lesegerät für MicroSD- und SD-Speicherkarten begeben. Dabei ist mir recht schnell ein 2-in-1-Kartenleser von Satechi ins Auge gefallen, vor allem aufgrund der kompakten Maße (etwa 5,0 x 1,7 x 0,7 Zentimeter und 10 Gramm) und dem äußeren Erscheinungsbild: Der gesamte Kartenleser besteht zwar aus einem Kunststoffgehäuse, welches allerdings mit einer dünner Aluminium-Ummantelung versehen wurde und in den gleichen Farben erhältlich ist, in denen auch Apple seine MacBook (Pro) anbietet – sprich Space Grey (mein bestelltes Modell), Silber und Gold. Vorab: Die Farbe des Apple-Notebook ist überraschend gut getroffen.

Die Verarbeitung ist in Ordnung, die Lackierung hielt zumindest in den bisherigen Wochen – ob sie aber robust genug ist, um dauerhaft einfach so im Rucksack herumzufliegen bezweifle ich mal. Die Einschübe für die MicroSD- und SD-Speicherkarten sind sauber gefräst, allerdings ein wenig „schwammig“, wenn man die Karten hineinschieben möchte. Was schade ist: Lediglich der Stecker besitzt eine Abdeckung, die Slots für die beiden Speicherkarte sind immer offnen – hier hätte ich mir irgendeinen Staubschutz gewünscht. Der USB-C-Stecker ist ebenso einwandfrei und sitzt zum einen fest im Gehäuse, ist aber auch passgenau und lässt sich ohne Probleme in einen USB-C-Slot packen.

Ich habe einmal Blackmagic Speed Test laufen lassen, die gemessene Geschwindigkeit lag hier bei etwa 57 MB/s schreibend und 73 MB/s lesend. Die Speicherkarte, eine Samsung PRO+ mit 32 GB, schafft offiziell lesend und schreibend min. 90 MB/s. Kann also als Flaschenhals ausgeschlossen werden, ebenso die USB-C-Anschlüsse des MacBook Pro. Aus den Gründen würde ich die gemessenen Werte mit leichten Abweichungen als maximale Geschwindigkeit des Satechi-Kartenlesers bewerten würde. USB 3.0 und vor allem USB 3.1 schaffen zwar noch deutlich mehr, für die meiste Anwendungsfälle dürften die über 70 MB/s aber ausreichend sein. Übrigens: es lassen sich beide Kartenslots gleichzeitig nutzen, die Gesamtgeschwindigkeit bleibt aber gleich.

Insgesamt macht der Satechi Kartenleser mit USB-C einen soliden Eindruck, überraschend kompakt gebaut und für MacBook-Pro-Besitzer sind die verfügbaren „Apple-Farben“ ein kleines i-Tüpfelchen, sofern man Wert auf stimmige Gadgets legt. Einzig und allein den Preis von etwa 20-25 Euro (je nach Farbe) empfinde ich als ein wenig hoch angesetzt, immerhin ist das meiste am Gehäuse simpler Kunststoff. Aber beim Preis dürfte sicherlich auch weniger das Gehäuse und die Verarbeitung ausschlaggebend sein, sondern der USB-C-Stecker – findet man (leider) noch recht selten bei einfachen Kartenlesern (diese Hubs sind nichts für mich). Wer aber auf der Suche nach so etwas ist und einen Zwanni locker machen will, der macht nicht viel verkehrt.

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